15.6. – 3.7.2024 Schweiz – Frankreich – Italien

27.6. Saint Cyr sur Mer – Villeneuve-Loubet

Den Vormittag haben wir noch an dem coolen Strand wie gestern verbracht und auch dort gegessen und uns gegen 13.00 Uhr auf den Weg Richtung Nizza gemacht.

Ehrlich, ich verstehe den Hype um die Gegend zwischen Cannes und Nizza überhaupt nicht und schon gar nicht, warum hier soviele Yachten herumschwimmen. Es ist nicht schön. Es gibt zwar kilometerlange Strände aber keine Buchten, keine schöne Landschaft, nichts Vergleichbares mit der Calanque. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich sehr enttäuscht bin. Die Côte d’Azur kann in meinen Augen nichts. Schade für die vielen Kilometer und die vertane Zeit. Es wäre klüger gewesen, weiter westlich zu bleiben und auch billiger.

Das Hotel hier ist nett, das kleinste zwischen Hochhäusern, mit Meerblick immerhin. Der Rest zu vergessen.

Ich muss mir für morgen etwas einfallen lassen, sonst bekomme ich die Krise.

Nach der veritablen Krise und einem Schläfchen haben wir uns doch noch aufgerafft und fuhren nach Antibes.  Die Landschaft rundherum hat sich nicht geändert, aber dieses Städtchen hat nun einiges wieder gut gemacht. Schöne Altstadt, toller Hafen und noch besseres Essen hoben meine Laune 😄

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26.6. Saint Cyr sur Mer, Calanque de Port d’Alon

Heute gönnen wir uns einen richtigen Urlaubstag mit allem was dazu gehört- schlafen  lesen, schwimmen, schlafen, essen, schlafen, … 😉 Das mit dem Schwimmen hat wegen der Quallen erst am Nachmittag funktioniert. Das Meer ist jedoch erfrischend kühl, damit habe ich ehrlich nicht gerechnet. Und wer den Mund so voll nimmt, muss dann auch wirklich rein 🥶 Fein war es trotzdem.

Erstaunlich, dass man selbst am Strand von Calanque de Port d’Alon so ein tolles Restaurant entdeckt, wo man bestenfalls mit einer Imbissbude, wenn überhaupt,  rechnet. Tonton Ju hat einige Sterne, hohe Preise ist aber sensationell gut!

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25.6. Saint Cyr sur Mer, Marseille  Rue des Cretes

Der Ehrlichkeit halber muss man sagen, dass das Hotel hier nicht der beste Griff war, aber immerhin gibt es einen Balkon mit Meerblick und funktierendes Internet. Das heißt, wir können das Match Ö – NL sehen. Denn weil es schon wieder vor sich hin nieselt, wurde der Fernseher unten im Lokal abgebaut. Der Teil des Dorfes hier am Meer ist schon sehr in die Jahre gekommen und weil dem so ist und mir, wie immer das Wasser zu kalt ist, waren wir heute in Marseille.  Der Verkehr in dieser Stadt würde mich fertig machen, Edward meistert jedoch jeden Kreisverkehr, egal wie viele Spuren er hat, nicht nur mit Bravour sondern mit Begeisterung.  Dass er mich mit der gleichen Begeisterung zum höchsten Punkt der Stadt, zur Basilique Notre Dame de la Garde, schleppt, war so nicht ausgemacht und konnte er nur damit gutmachen, dass wir runter den Bus nahmen. Der Preis dafür war das Schmerzensgeld.

Wieder im Tal, sorry, beim Hafen suchen wir uns ein nettes Lokal zum Mittagessen und stellen  verwundert fest, welche Unmengen Franzosen da vertilgen können. Wir brauchen nicht einmal die Hälfte.

Lavendeleis muss sein

Danach gehen wir entlang ded Alten Hafens zur Parkgarage und genießen diese quirlige, sehr beeindruckende Stadt.

Am Rückweg nehmen wir von Cassis nach La Ciotat die alte Route des Crêtes. Viele Kurven, tiefe Abgründe, tolle Ausblicke.

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24.6. Villeneuve D’Avignon – Rossilion – Saint Cyr sur Mer

Heute früh beim Einpacken hatte ich das Gefühl, wir müssen einen Anhänger kaufen. Warum passt nichts mehr, was vorher drin war, nachher wieder in Taschen und Koffer?? Letztendlich hat doch alles seinen Platz gefunden, so  dass auch das Verdeck aufgemacht werden kann. Und nachdem wir uns von unseren wunderbaren Gastgebern verabschiedet haben, fuhren wir nach Roussilon zu den Ockerfarbenen Erden mit einem Zwischenstopp beim Lavendelmuseum.

Das Farbenspiel dort war unglaublich: von gelb bis rotbraun alles unglaublich schön. Ein kurzer Spaziergang führt entlang der ehemaligen Abbaustellen. In Wirklichkeit spaziert man durch ein ehemaliges Bergbaugebiet.

Roussilon selbst ist entzückend,  wie alle Vogelnestdörfer in der Gegend. Man kann sich kaum satt sehen.

Gegen 17.30 Uhr landen wir endlich am Meer. Das Zimmer ist brauchbar, mit Blick aufs Meer. Mehr brauch ich gerade nicht zum Runterkommen.

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23.6. – Villeneuve D’Avignon – Pond du Gare – Uzés

Heute ist unser letzter Tag hier und der Abschied morgen wird uns sehr schwer fallen. Wir haben uns nicht nur hier in der kleinen Stadt gegenüber von Avignon und in dem schönen Air B&B sehr wohl gefühlt, sondern auch die ganze Gegend hier sehr lieb gewonnen. 

Gutes Essen, leichter Rosé, schöne Dörfer und Städte, beeindruckende Bauwerke aus längst vergangenen Zeiten laden zum Wiederkommen ein.

Der heutige Tag führte uns zuerst zur Pond du Gard, ein 2000 Jahre altes, von den Römern erbautes Viadukt, das sich über den/die Gardon spannt. Wir liefen drüber, waren drunter und bewunderten es außerdem von oben.

Weiter ging es nach Uzés. Im Jardin Médiéval erklimmen wir den Turm über eine extrem enge Wendeltreppe und werden mit einer tollen Ausdicht belohnt.

Durch die engen Gassen mit zahlreichen Galerien, Boutiquen und kleinen Cafés gelangen wir zum Hauptplatz, wo wir in einem der zahlreichen Lokale Mittagessen.

Rosé

Mittlerweile sind wir zurück, ruhen im Liegestuhl, lesen, schlafen und lassen die Seele baumeln.

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22.6. – Villeneuve d‘ Avignon

Wir haben ausgeschlafen, lange gefrühstückt, danach den Flohmarkt besucht und waren dann im Fort Saint-André und im Abbaye saint -André mit seiner wunderschönen Gartenanlage. Die angebotenen Liegestühle haben wir gerne in Anspruch genommen, den Duft von Rosmarin und Lavendel tief inhaliert, unzählige Fotos gemacht und den Tag richtig genossen. Jetzt sitzen wir am Hauptplatz, wo gestern Abend beim Musikfest noch der Bär gesteppt hat, und genießen ein Glas Rosé – wir sind schon fast Franzosen, nur an der Sprache mangelt es etwas 😆

Und danach geht es zum Friseur 💇‍♀️ 💇‍♀️ 💇‍♀️ 💇‍♀️ !

Viieeel besser!

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21.6. – Erster Sommertag!

Und endlich! Es scheint die Sonne 🌞 Wir machen heute einen Ausflug in die Berge und fahren über Séguret und die Les Gorges de Touloure zum Mont Ventoux. Eine etwas größere Runde (106 Kilometer), doch wollen wir ja einiges in der Gegend sehen.

Sèguret gehört zu den schönsten Dörfern der Provence. Ein Ort, der wie ein Vogelnest am Hang klebt, mit Kopfsteinpflaster in engen Gassen, Künstlerateliers und Restaurants, zum Verweilen einlädt.

Séguret

Weiter geht es hinein in die Berge über kurvige Straßen hinauf zum Mt. Ventoux (1912 m) und mit uns hunderte Radfahrer, die uns aber auch mit einem Höllentempo entgegen kommen. Ich mache sicherheitshalber die Augen zu 🙈 Unserem Cabrio gefällt aber die artgerechte Haltung.

Leider war er in Nebel gehüllt als wir endlich oben waren.

Am Heimweg stoppen wir noch beim wunderbar restaurierten Château du Barroux bevor es wieder zurück nach Avignon geht. Heute brauchen wir beide noch dringend Zeit im Liegestuhl.

Château du Barroux

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20.6. Avignon

Es regnet! So war das nicht ausgemacht! Aber der Wetterbericht hat das ja schon vorhergesagt und wir haben dementsprechend schon gestern Tickets für den Papstpalast gebucht.

Und diese Besichtigung war wirklich beeindruckend!

Mit einem Tablet wird man durch diese imposante Anlage geführt und auf dem Tablet bekommt man nicht nur die Informationen sondern auch einen virtuellen Einblick, wie die Räumlichkeiten vor 700 Jahren genutzt und eingerichtet waren. Uns war in den 3 Stunden nicht eine Sekunde langweilig. Dafür war der Preis von knapp € 13 inkl. Eintritt auf die Pont d‘ Avignon mehr als gerechtfertigt.

Danach war auch der Regen vorerst vorbei und wir konnten ein kleines Mittagessen im Freien genießen.

Danach besuchten wir noch die Pont St. Benezet, die ja eigentlich nur von der nächsten Brücke schön zu sehen ist.

Brücken, die im nirgendwo enden, sprich mitten in der Rhone, sind schon witzig. Mich wundert noch immer, dass die nie wiederaufgebaut wurde.

Abends waren wir noch mit einem lieben Kollegen undseinerFreundin, die auch hier den Urlaub verbringen, gut Abendessen.

Für morgen gibt es noch keinen Plan. Hoffentlich ist das Wetter besser.

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19.6. Annecy – Avignon

Wir haben die Nacht so gegen 7.30 für beendet erklärt. Es war so heiß und so eng, eindeutig nichts für erwachsene Menschen wie uns.

Jetzt sitzen wir beim Frühstück und besprechen den Tag. Eine klein Runde durch den Ort muss noch sein, dazu waren wir beide gestern zu müde.

A schware Partie 🤣

Wir werden unsere Tage in der Provence in Saint-Paul-Trois-Chateaux, dem Beginn der Weinstraße starten.

Da liegen jetzt ein Stau und noch 270 Kilometer Strecke vor uns. Doch wir freuen uns auf kleine, aber feine Bergdörfer, mächtige Burgen und ein Glas Rosé.

Der Unfall hat uns letztendlich 1 Stunde gekostet, das Navi hat uns aber durch eine schöne Gegend umgeleitet und somit war das doch sehr kurzweilig.

Wir entschieden uns dann, südlich von Grenoble die Autobahn zu verlassen und einen Teil der Weinstraße zu fahren. Diese beginnt bei Saint-Paul-3-Châteaux. Schon der Weg dorthin zwischen Wein und Lavendel war unfassbar schön. Und wie immer waren wir 5 Minuten zu spät fürs Essen, haben dann aber doch einen Käseteller, Brot und Wein bekommen und waren somit hochzufrieden.

In Sainte-Cecile-les-Vignes gibt es in einer Burg eine Wein-Universität. Dort könnte ich mir noch ein Studium vorstellen  🤣

Nun sind wir in Avignon, sitzen auf der Terrasse unter duftendem Jasmin und beginnen zu entspannen.

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18.6. Zermatt – Annecy

Nach zwei sehr schönen Tagen in Zermatt, die uns tolle Erinnerungen verschafften aber auch einiges an Ernüchterung hinsichtlich der Preise hier, geht es heute nach Frankreich, Annecy.

Wir überlegen noch immer, welche Route wir wählen werden, tendieren aber sehr für den Weg unterhalb des Mt. Blanc Massivs.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Zermatt wohl einiges an Glanz der Alten Zeiten eingebüßt hat. Es wird alles zugepflastert mit mehr unhübschen als schönen Hotelbauten. Die „einheimischen“ Häuser verkommen eher und gehen im modernen Hotelbau unter. Es hat uns trotzdem gefallen, denn der Blick aufs Matterhorn ist wirklich beeindruckend.

Wir lernten hier wieder einmal die EU zu schätzen, wo man dank freiem Roaming überall telefonieren und im Internet surfen kann. Ein bisschen detoxen diesbezüglich ist ja ok, aber spätestens dann, wenn das alte Navi meines Autos überfordert ist und wir fluchen, weil wir keine Karte mithaben, schätzt man dieses Goodie wieder sehr.

Kilometerstand Zermatt: 139.480 km

Wir haben die Strecke nach Annecy etwas unterschätzt. Statt der geplanten 4 waren wir 6 Stunden unterwegs. Die Strecke war wunderschön, vorbei am Mt. Blanc Massiv, über einige Pässe erreichten wir dann doch endlich das pittoreske Städtchen Annecy.

Wir entschieden uns für die Garage bei der Burg, in Altstadtnähe und somit nahe zu unserem Quartier. Das entpuppt dich dann als voller Griff ins Klo. Eine Besenkammer mit Hochbett, Klo am Gang, so klein, dass Edward nie und nimmer die Tür zubringen und ob er das Hochbett erklimmen kann  haben wir noch nicht ausprobiert. Oje!

Annecy