15.6. – 3.7.2024 Schweiz – Frankreich – Italien

18.6. Zermatt – Annecy

Nach zwei sehr schönen Tagen in Zermatt, die uns tolle Erinnerungen verschafften aber auch einiges an Ernüchterung hinsichtlich der Preise hier, geht es heute nach Frankreich, Annecy.

Wir überlegen noch immer, welche Route wir wählen werden, tendieren aber sehr für den Weg unterhalb des Mt. Blanc Massivs.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Zermatt wohl einiges an Glanz der Alten Zeiten eingebüßt hat. Es wird alles zugepflastert mit mehr unhübschen als schönen Hotelbauten. Die „einheimischen“ Häuser verkommen eher und gehen im modernen Hotelbau unter. Es hat uns trotzdem gefallen, denn der Blick aufs Matterhorn ist wirklich beeindruckend.

Wir lernten hier wieder einmal die EU zu schätzen, wo man dank freiem Roaming überall telefonieren und im Internet surfen kann. Ein bisschen detoxen diesbezüglich ist ja ok, aber spätestens dann, wenn das alte Navi meines Autos überfordert ist und wir fluchen, weil wir keine Karte mithaben, schätzt man dieses Goodie wieder sehr.

Kilometerstand Zermatt: 139.480 km

Wir haben die Strecke nach Annecy etwas unterschätzt. Statt der geplanten 4 waren wir 6 Stunden unterwegs. Die Strecke war wunderschön, vorbei am Mt. Blanc Massiv, über einige Pässe erreichten wir dann doch endlich das pittoreske Städtchen Annecy.

Wir entschieden uns für die Garage bei der Burg, in Altstadtnähe und somit nahe zu unserem Quartier. Das entpuppt dich dann als voller Griff ins Klo. Eine Besenkammer mit Hochbett, Klo am Gang, so klein, dass Edward nie und nimmer die Tür zubringen und ob er das Hochbett erklimmen kann  haben wir noch nicht ausprobiert. Oje!

Annecy

15.6. – 3.7.2024 Schweiz – Frankreich – Italien

17.6. – Zermatt

Auffi muas i, am Berg!

Gleich nach dem Frühstück gehen wir zur Seilbahn und fahren zum Matterhorn Glacier Paradise. Das Ziel ist jedenfalls die 360° Aussichtsplattform auf 3882 m.

Der Plan von heute

In drei Etappen geht es hinauf, es stürmt mächtig und es zeichnet sich schon ab, dass das Matterhorn bald in den Wolken verschwinden wird. Wir sind froh, dass wir relativ bald hinauf gefahren sind, denn schon um 11.00 herum, konnte man nicht mehr viel sehen.

Das Panorama war beeindruckend!

15.6. – 3.7.2024 Schweiz – Frankreich – Italien

16.6.

Die Reise im Schlafwagen war sehr angenehm. Wir konnten beide ganz gut schlafen. Wir nähern uns schon Feldkirch und Vorarlberg präsentiert sich in Nebelschwaden. Aber das Wetter kann man halt nicht beeinflussen.

Unsere Route nach Zermatt.

Wir fahren nach Vaduz, durch Nebelschwaden hinauf zum Schloss und machen dann einen kurzen Stopp, um uns die Füße zu vertreten. Mittlerweile zeigt sich die Sonne! Interessant ist hier nur das Landtagsgebäude und die unzähligen Skulpturen in der Fußgängerzone.

Bis zur Bundesstraße 19 müssen wir ein paar Autobahnkilometer fahren, aber ab Chur in Richtung Oberalppass, 2033 m, fahren wir immer weiter ins Hochgebirge, vorbei an sattgrünen, kunterbunten Wiesen und Schneefeldern.

In Andermatt (1500m) müssen wir feststellen, dass die Furkapassstraße noch gesperrt ist. So schade! Ich hätte so gerne gesehen, ob es den Gletscher noch gibt. Stattdessen fahren wir auf dem Autoverladezug um  SFr 27 unter dem Furka durch. Das dauert ca. 30 Minuten, 15,4 km.

Hängebrücke entdeckt! 280 m lang, 92 m hoch und ich hab mich drauf und drüber getraut trotz Höhenangst.

Am Weg nach Täsch entdecken wir am Hang Weingärten! Das versöhnt mich endgültig mit der Schweiz 😉 Bis hierher waren es von Feldkirch 268 gefahrene Kilometer. Noch eine letzte Bahnfahrt ins autofreie Zermatt. Das Matterhorn versteckt sich leider hinter Wolken, aber morgen wird sich das ändern.

Zermatt
Bemerkenswert

15.6. – 3.7.2024 Schweiz – Frankreich – Italien

15.6.

Heute Abend um 22.45 Uhr geht es endlich los. Wir fahren mit dem Autoreisezug bequem im Schlafwagen gemeinsam mit Schaf und Frog nach Feldkirch.

Wir haben noch einiges zu erledigen, vor allem zu packen! Ich weiß gar nicht wohin mit dem Zeug, denn wir brauchen von A wie Anorak bis Z wie Zehenschlapfen alles mit. Von den Bergen in der Schweiz (Matterhorn) bis zur französischen Riviera ist diesmal alles dabei.

Reisechaos 🤪

Noch herrscht Chaos, mir fehlt noch die Strategie und ich bin  etwas nervös.

Irgendwie hat dann doch alles im Auto Platz gefunden. Tetris ist ein Kinderspiel im Vergleich dazu.

Kofferraum Tetris
Und die zwei warten schon schwer, dass es endlich losgeht.
Auf dem Weg zum Autoreisezug

In Wien hat es jetzt zu regnen begonnen, zeitgleich mit unserem Urlaubsbeginn. Ich freue mich jetzt riesig, dass es endlich losgeht.

Das Auto ist gut verladen, das Schlafwagenabteil bezogen. Gute Nacht

Frog passt auf das Auto auf!

Marokko – 10. – 13.10. – Essaouira

Hier sind die Temperaturen sehr moderat und liegen mehr als 10 Grad unter denen in Marrakesch. Aber was nützt das alles, wenn man nicht ganz am Damm ist. Das Fieber ist zwar weg, aber der Darm rumort und essen geht nur bedingt.

Gestern war die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass wir zeitweise nicht bis zum Meer sehen konnten. So nutzten wir die Zeit für Restaurierungsarbeiten 😉 Edward war beim Friseur und ich bei Maniküre und Pediküre. Da fühlt man sich gleich wieder menschlicher.

Essaouira liegt wirklich sehr hübsch am Meer, die Altdtadt wird von einer Befestigungsmauer umgeben und innerhalb befinden sich enge verwinkelte Gassen, in denen sich dicht an dicht die Geschäfte reihen. Wir haben uns mit Arganöl eingedeckt und für mich eine Jacke gekauft, weil es der besagte Nebel sehr kühl gemacht hat. Zum Abendessen waren wir in einem kleinen Lokal mit 2 unserer Mitwanderinnen. Die Tajine war großartig und endlich gab es auch wieder Eisenkrauttee (Verbene). Ich weiß jetzt, welche neue Pflanze nächstes Jahr in meinen Garten einziehen wird.

Einzig der Muezzin, der uns jeden Tag um 6 Uhr 20 Minuten ins Ohr schreit – an Schlaf ist dann nicht mehr zu denken – nervt fürchterlich.

Heute steht ein langer Strandspaziergang am Plan. Vorausgesetzt es fällt nicht wieder der Nebel ein.

Den gestrigen Tag haben wir entspannt am Strand verbracht. Erst spazierengehend und dann auf einer Liege.

Danach machten wir noch einen Rundgang in Essouira, umgeben von orientalischen Gerüchen, Marktschreiern und spielenden Kindern. Katzen sind allgegenwärtig. So schön es ist, so dankbar bin ich dafür in Österreich geboren zu sein und da leben zu dürfen.

Abendgegessen haben wir im Hotel (www.villa-maroc.com). Abends wird es hier ziemlich nebelig und kühl.

Wir haben den letzten Tag hier einerseits im Hotel andererseits hautschonend in den Souks verbracht. Die marokkanische Sonnencreme, die wir verwendet haben, hat leider nicht gehalten was sie versprochen hat. Macht auch nichts, wir fanden genug Schattenplätze und Geschäfte zum Einkaufen 🤣🙈.

Den Nachmittag nutzten wir für einen Besuch im Hammam. Geschrubbt und gesalbt lässt es sich gut ruhen. Zum Abendessen trafen wir dann eine unserer Mitwanderinnen. Den Abend lassen wir auf der Terrasse ausklingen. Vor 23.00 Uhr brauchen wir nicht ins Bett gehen, denn solange dröhnt die Musi von allen Seiten. Fast so schlimm wie der Weckruf des Muezzins um 06.00 Uhr 😉

Heute wurden wir um 8.00 Uhr abgeholt und in einer dreistündigen Fahrt zum Flughafen Marrakesch gebracht.

Schön war’s, ereignisreich, spannend und dann auch erholsam.

Zusammenfassung

  • 55 Wüstenkilometer zu Fuß
  • 1320 Kilometer von Marrakesch nach M’Hamid zurück nach Marrakesch über Foum Zaguid, Ait-Ben-Haddou und den Anima Garten, weiter nach Essaouira und zurück zum Flughafen Marrakesch
  • 1 Teppich und 1 Bild erstanden
  • 10 Dirham sind 1 Euro
  • Marokkaner sind freundliche, liebenswerte Gastgeber
  • Wo es weich ist, liegt mindestens eine Katze