Wir haben ausgeschlafen, lange gefrühstückt, danach den Flohmarkt besucht und waren dann im Fort Saint-André und im Abbaye saint -André mit seiner wunderschönen Gartenanlage. Die angebotenen Liegestühle haben wir gerne in Anspruch genommen, den Duft von Rosmarin und Lavendel tief inhaliert, unzählige Fotos gemacht und den Tag richtig genossen. Jetzt sitzen wir am Hauptplatz, wo gestern Abend beim Musikfest noch der Bär gesteppt hat, und genießen ein Glas Rosé – wir sind schon fast Franzosen, nur an der Sprache mangelt es etwas 😆
Und danach geht es zum Friseur 💇♀️ 💇♀️ 💇♀️ 💇♀️ !
Und endlich! Es scheint die Sonne 🌞 Wir machen heute einen Ausflug in die Berge und fahren über Séguret und die Les Gorges de Touloure zum Mont Ventoux. Eine etwas größere Runde (106 Kilometer), doch wollen wir ja einiges in der Gegend sehen.
Sèguret gehört zu den schönsten Dörfern der Provence. Ein Ort, der wie ein Vogelnest am Hang klebt, mit Kopfsteinpflaster in engen Gassen, Künstlerateliers und Restaurants, zum Verweilen einlädt.
Séguret
Weiter geht es hinein in die Berge über kurvige Straßen hinauf zum Mt. Ventoux (1912 m) und mit uns hunderte Radfahrer, die uns aber auch mit einem Höllentempo entgegen kommen. Ich mache sicherheitshalber die Augen zu 🙈 Unserem Cabrio gefällt aber die artgerechte Haltung.
Leider war er in Nebel gehüllt als wir endlich oben waren.
Mt. Ventoux
Am Heimweg stoppen wir noch beim wunderbar restaurierten Château du Barroux bevor es wieder zurück nach Avignon geht. Heute brauchen wir beide noch dringend Zeit im Liegestuhl.
Es regnet! So war das nicht ausgemacht! Aber der Wetterbericht hat das ja schon vorhergesagt und wir haben dementsprechend schon gestern Tickets für den Papstpalast gebucht.
Und diese Besichtigung war wirklich beeindruckend!
Mit einem Tablet wird man durch diese imposante Anlage geführt und auf dem Tablet bekommt man nicht nur die Informationen sondern auch einen virtuellen Einblick, wie die Räumlichkeiten vor 700 Jahren genutzt und eingerichtet waren. Uns war in den 3 Stunden nicht eine Sekunde langweilig. Dafür war der Preis von knapp € 13 inkl. Eintritt auf die Pont d‘ Avignon mehr als gerechtfertigt.
Danach war auch der Regen vorerst vorbei und wir konnten ein kleines Mittagessen im Freien genießen.
Danach besuchten wir noch die Pont St. Benezet, die ja eigentlich nur von der nächsten Brücke schön zu sehen ist.
Brücken, die im nirgendwo enden, sprich mitten in der Rhone, sind schon witzig. Mich wundert noch immer, dass die nie wiederaufgebaut wurde.
Abends waren wir noch mit einem lieben Kollegen undseinerFreundin, die auch hier den Urlaub verbringen, gut Abendessen.
Für morgen gibt es noch keinen Plan. Hoffentlich ist das Wetter besser.
Wir haben die Nacht so gegen 7.30 für beendet erklärt. Es war so heiß und so eng, eindeutig nichts für erwachsene Menschen wie uns.
Jetzt sitzen wir beim Frühstück und besprechen den Tag. Eine klein Runde durch den Ort muss noch sein, dazu waren wir beide gestern zu müde.
A schware Partie 🤣
Wir werden unsere Tage in der Provence in Saint-Paul-Trois-Chateaux, dem Beginn der Weinstraße starten.
Da liegen jetzt ein Stau und noch 270 Kilometer Strecke vor uns. Doch wir freuen uns auf kleine, aber feine Bergdörfer, mächtige Burgen und ein Glas Rosé.
Der Unfall hat uns letztendlich 1 Stunde gekostet, das Navi hat uns aber durch eine schöne Gegend umgeleitet und somit war das doch sehr kurzweilig.
Wir entschieden uns dann, südlich von Grenoble die Autobahn zu verlassen und einen Teil der Weinstraße zu fahren. Diese beginnt bei Saint-Paul-3-Châteaux. Schon der Weg dorthin zwischen Wein und Lavendel war unfassbar schön. Und wie immer waren wir 5 Minuten zu spät fürs Essen, haben dann aber doch einen Käseteller, Brot und Wein bekommen und waren somit hochzufrieden.
In Sainte-Cecile-les-Vignes gibt es in einer Burg eine Wein-Universität. Dort könnte ich mir noch ein Studium vorstellen 🤣
Nun sind wir in Avignon, sitzen auf der Terrasse unter duftendem Jasmin und beginnen zu entspannen.
Nach zwei sehr schönen Tagen in Zermatt, die uns tolle Erinnerungen verschafften aber auch einiges an Ernüchterung hinsichtlich der Preise hier, geht es heute nach Frankreich, Annecy.
Wir überlegen noch immer, welche Route wir wählen werden, tendieren aber sehr für den Weg unterhalb des Mt. Blanc Massivs.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass Zermatt wohl einiges an Glanz der Alten Zeiten eingebüßt hat. Es wird alles zugepflastert mit mehr unhübschen als schönen Hotelbauten. Die „einheimischen“ Häuser verkommen eher und gehen im modernen Hotelbau unter. Es hat uns trotzdem gefallen, denn der Blick aufs Matterhorn ist wirklich beeindruckend.
Wir lernten hier wieder einmal die EU zu schätzen, wo man dank freiem Roaming überall telefonieren und im Internet surfen kann. Ein bisschen detoxen diesbezüglich ist ja ok, aber spätestens dann, wenn das alte Navi meines Autos überfordert ist und wir fluchen, weil wir keine Karte mithaben, schätzt man dieses Goodie wieder sehr.
Kilometerstand Zermatt: 139.480 km
Wir haben die Strecke nach Annecy etwas unterschätzt. Statt der geplanten 4 waren wir 6 Stunden unterwegs. Die Strecke war wunderschön, vorbei am Mt. Blanc Massiv, über einige Pässe erreichten wir dann doch endlich das pittoreske Städtchen Annecy.
Wir entschieden uns für die Garage bei der Burg, in Altstadtnähe und somit nahe zu unserem Quartier. Das entpuppt dich dann als voller Griff ins Klo. Eine Besenkammer mit Hochbett, Klo am Gang, so klein, dass Edward nie und nimmer die Tür zubringen und ob er das Hochbett erklimmen kann haben wir noch nicht ausprobiert. Oje!
Gleich nach dem Frühstück gehen wir zur Seilbahn und fahren zum Matterhorn Glacier Paradise. Das Ziel ist jedenfalls die 360° Aussichtsplattform auf 3882 m.
Der Plan von heute
In drei Etappen geht es hinauf, es stürmt mächtig und es zeichnet sich schon ab, dass das Matterhorn bald in den Wolken verschwinden wird. Wir sind froh, dass wir relativ bald hinauf gefahren sind, denn schon um 11.00 herum, konnte man nicht mehr viel sehen.
Die Reise im Schlafwagen war sehr angenehm. Wir konnten beide ganz gut schlafen. Wir nähern uns schon Feldkirch und Vorarlberg präsentiert sich in Nebelschwaden. Aber das Wetter kann man halt nicht beeinflussen.
Unsere Route nach Zermatt.
Wir fahren nach Vaduz, durch Nebelschwaden hinauf zum Schloss und machen dann einen kurzen Stopp, um uns die Füße zu vertreten. Mittlerweile zeigt sich die Sonne! Interessant ist hier nur das Landtagsgebäude und die unzähligen Skulpturen in der Fußgängerzone.
Bis zur Bundesstraße 19 müssen wir ein paar Autobahnkilometer fahren, aber ab Chur in Richtung Oberalppass, 2033 m, fahren wir immer weiter ins Hochgebirge, vorbei an sattgrünen, kunterbunten Wiesen und Schneefeldern.
In Andermatt (1500m) müssen wir feststellen, dass die Furkapassstraße noch gesperrt ist. So schade! Ich hätte so gerne gesehen, ob es den Gletscher noch gibt. Stattdessen fahren wir auf dem Autoverladezug um SFr 27 unter dem Furka durch. Das dauert ca. 30 Minuten, 15,4 km.
Hängebrücke entdeckt! 280 m lang, 92 m hoch und ich hab mich drauf und drüber getraut trotz Höhenangst.
Am Weg nach Täsch entdecken wir am Hang Weingärten! Das versöhnt mich endgültig mit der Schweiz 😉 Bis hierher waren es von Feldkirch 268 gefahrene Kilometer. Noch eine letzte Bahnfahrt ins autofreie Zermatt. Das Matterhorn versteckt sich leider hinter Wolken, aber morgen wird sich das ändern.
Heute Abend um 22.45 Uhr geht es endlich los. Wir fahren mit dem Autoreisezug bequem im Schlafwagen gemeinsam mit Schaf und Frog nach Feldkirch.
Wir haben noch einiges zu erledigen, vor allem zu packen! Ich weiß gar nicht wohin mit dem Zeug, denn wir brauchen von A wie Anorak bis Z wie Zehenschlapfen alles mit. Von den Bergen in der Schweiz (Matterhorn) bis zur französischen Riviera ist diesmal alles dabei.
Reisechaos 🤪
Noch herrscht Chaos, mir fehlt noch die Strategie und ich bin etwas nervös.
Irgendwie hat dann doch alles im Auto Platz gefunden. Tetris ist ein Kinderspiel im Vergleich dazu.
Kofferraum TetrisUnd die zwei warten schon schwer, dass es endlich losgeht.
Auf dem Weg zum Autoreisezug
In Wien hat es jetzt zu regnen begonnen, zeitgleich mit unserem Urlaubsbeginn. Ich freue mich jetzt riesig, dass es endlich losgeht.
Das Auto ist gut verladen, das Schlafwagenabteil bezogen. Gute Nacht