Italien 15.7. – 23.7.2022

Gardone Riviera – Hellers Garten

Die Aussicht vom Garten in Richtung See ist in der Früh atemberaubend. Jeden Tag hängen Dunst und Wolken über dem See und es entstehen interessante Wolkengebilde, in denen sich das Sonnenlicht fängt. Ich habe diesmal meinen Reifen mit und dabei ist dieses Bild entstanden.

Guten Morgen

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Gardone zu Hellers Garten. Offenbar hatten nicht nur wir die Idee in Richtung Norden zu fahren, sondern auch hundert andere und das ergab eine ordentliche Kolonne, die nur langsam vorankam. Hier ist ordentlich was los. In diesem gärtnerischen Paradies war das alles aber sofort vergessen und wir tauchten in eine üppige, mit Kunstobjekten gestaltete Gartenwelt ein.

Für den Rückweg wählten wir den Weg über die Via Panoramica mit wunderschönen Ausblicken auf den See und seine Umgebung.

Nach der verdienten Siesta im Garten spazierten wir entlang der Seepromenade in Salò zum Abendessen. Mit Pizza und Weißwein ließen wir den schönen Tag ausklingen.

Salò

Italien 15.7. – 23.7.2022

Gemona – Padua – Salò, 16. Juni 2022

Nach dem kurzen Rundgang durch Gemona fuhren wir weiter zu unserem nächsten Etappenziel Padua.

Padua hatten wir bislang immer links bzw. rechts, je nach dem, liegen gelassen. Diesmal nahmen wir uns die Zeit und statteten dieser hübschen Stadt einen Kurzbesuch ab. Schöne mittelalterliche Gebäude, bunte Märkte und nette Lokale bieten ein vielfältiges Bild und es gibt da richtig gutes Essen 🇮🇪🍷🍖🍞

In Salò fanden wir dank der genauen Beschreibung gut zu unserem über AirB&B gebuchten Apartment mit Blick auf den See und einem schönen ostseitigen Garten. Das ist zur Zeit sehr wichtig, bietet die überdachte Terrasse somit ausreichend Schatten bei der derzeitigen Hitzewelle. Einzig das Pool fehlt uns, sonst ist es sehr hübsch und gut angelegt und bietet ausreichend Platz.

Abends trafen dann Doris und Reinhard ein und wir starteten unseren gemeinsamen Urlaub bei einem vorzüglichen aber unverschämt teuren Abendessen.

Hafen von Salò

Italien 15.7. – 23.7.2022

Gemona

Nach 2 Wochen in der neuen Dienststelle schon auf Urlaub zu fahren, ist fast frech 😉 Aber ich freue mich riesig auf die Woche am Gardasee mit unseren Freunden. Dazu gibt es noch ein Konzert von Beth Hart in Salò, der eigentliche Grund unserer Reise.

Wir führen um 16.00 Uhr in Wien los, nachdem Max zwecks Housesitting und täglicher Katzenfütterung bei uns für die Woche einzog.

Wir kamen um 20.30 Uhr in Gemona (Hotel Willy 🤣) in Friaul an und genossen zur Einstimmung San Daniele Schinken und guten lokalen Weißwein. In Graz begannen die Gewitter, die uns bis hierher begleiteten. Aber wo man den Urlaub beginnt, regnet es nicht! Wir sitzen noch immer im Gastgarten bei angenehmen 26 Grad. Morgen werden wir, bevor wir weiterreisen, Gemona besichtigen, das 1976 bei dem verheerenden Erdbeben fast vollständig zerstört und danach wieder aufgebaut wurde. Das ist eine meiner ersten „Medienerinnerungen“ und ich war damals 9 Jahre alt!!!

Brot, Wein und Schinken

25.9. – 2.10.2021 Wanderreise Cilento

Weltweitwandern Geheimtipp Cilento: Softhiking & Slow Food

http://www.weltweitwandern.at/europa/italien/cilento-soft-hiking-slow-food/

Wandern im Cilento

Es hat mehr als ein Jahr gedauert, dass wir diese Reise antreten konnten. Heute geht es endlich los! Ich bin so dankbar, dass wir das nun als Familie (mein Mann, meine Mutter, mein Bruder und seine Frau) erleben dürfen ❤. Mille gracie!

Ich werde hier Teile des Reiseprogramms von WWW übernehmen und als solche mit einem Stern markieren.

25. September 2021 – Flug nach Neapel

Abfahrt zum Flughafen per Großraumtaxi (danke Bernhard für die Bestellung 👍) um 15.20 Uhr (48 Euro)

Reisefertiger Urlaubsbegleiter

Wir sitzen am Flughafen und warten. Und was tut man wenn man wartet? Man sieht sich um und entdeckt Delfinflieger!!

Delfinflieger 🤣

Nach einem sehr ruhigen Flug, treffen wir unsere Wanderführerin Elisabeth und die Gruppe. Der Bus bringt uns ins Cilento ins malerischen Fischerdorf San Marco di Castellabate ins Hotel Garden Riviera (Fahrzeit ca. 2 Stunden, 120 Kilometer). Weil es schon sehr spät ist, gibt es leider kein gemeinsames Abendessen mehr, aber vielleicht noch ein Glas Wein auf der Terrasse.

26. September 2021 – Wildes Hinterland

Nach dem Frühstück geht es schon um 8:15 Uhr los und wir fahren ins „wilde Hinterland” des Cilentos und wandern durch die Gola del Calore, ein vom WWF geschütztes Gebiet, in dem der Fischotter noch ungestört leben darf. Fast tropisch wirkt der Wald mit seinen riesigen Lorbeerbäumen und Hainbuchen. Wir wandern durch Wald und durch die imposante Schlucht.

In Felitto gibt es zum Mittagessen handgerollte Fusilli, typisch für das reizvolle Bergdorf.

Ein Teil der Gruppe fährt von dort mit dem Bus zurück, zu sechst gehen wir zurück zum Ausgangspunkt.

Nach 1,5 Stunden Busfahrt entlässt uns unser Fahrer Raffaelo in Santa Maria und wir gehen noch durch den Ort zurück zum Hotel.

Elisabeth erzählt, wie die Fussili entstanden sind

27. September 2021 – Wanderung zum Kap der Sirenen & Castellabate

Heute wanderten wir vom Hotel aus mit traumhaften Ausblicken entlang über Santa Maria und San Marco der Küste entlang zur Punta Licosa, jener Landzunge, vor der sich laut Homers Erzählungen einst die Sirene Lycosa aus unerfüllter Liebe zu Odysseus in die Tiefen des Meeres gestürzt hatte. Die Wanderung führt uns von dort durch Föhrenwälder bis Ogliastro Marina.

Wir können dort unsere mitgebrachte Jause nach mehr als 11 Kilometern essen und fahren dann mit dem Linienbus hinauf in das Bergdorf Castellabate, das wir nachmittags erforschen und durch die engen Gässchen flanieren. Ein kühles sehr gutes Bier und ein Eis gibt es auch 😃👍Der Ort ist berühmt geworden als Drehort für den italienischen Klassiker „Benvenuti al Sud“.

Abends werden wir nochmals nach dem Abendessen in Santa Maria eine letzte Bergwertung zurück zum Hotel in Angriff nehmen. 😉

Die Gruppe und das Meer

28. September 2021 – Mozarella und Antike

Wir besuchen eine der edelsten und bekanntesten Büffelmozzarellabetriebe Kampaniens. Die Tenuta Vannulo ist ein Vorzeigebetrieb, bei dem die Wasserbüffel im Sumpf suhlen dürfen und sogar mit klassischer Musik berieselt werden. Nach der Besichtigung der Käserei sowie des Stalles probieren wir sie: frische Mozzarella und Riccota, nur von Hand gefertigt und nur ab Hof verkauft, Brot und Olivenöl.

Nachmittags ließen wir uns in die Welt der Antike versetzen, als wir die dorischen Tempel von Paestum besichtigten. Ihre vollkommenen Proportionen sind beeindruckend. Entspannend wirkt der weiße Stein inmitten des weitläufigen Geländes in sattem Grün. Mancher braucht nähere Erklärungen zum Thema optische Täuschungen und Säulendicke.

Im Museum konnten wir unter anderem das bekannte „Grab des Tauchers“ bestaunen.

Abendessen werden wir wieder unten im Ort Santa Maria. Die Suche gestaltete sich als etwas schwierig, da das Wunschlokal geschlossen hatte. Die Alternative war leider eine mäßig gute Wahl, da es die meisten Dinge auf der Karte nicht mehr gab. So begnügten wir uns mit einem Vorspeisenteller, der sehr gut war und einer Flasche Wein. Wir beschlossen, noch woanders Calamari fritti zum Naschen und dazu Rotwein für alle (mittlerweile waren wir zu acht) zu bestellen. Und damit nahm ein noch sehr explosiver Tagesausklang seinen Lauf: denn Portion, Teller bzw. „plate“ und deren Auslegung können eine Preisdifferenz von € 100 ausmachen und mit der Androhung, die Polizei zu rufen, enden. „Unmögliche“ Gäste mit Sonderwünschen gehören mies behandelt! Bernhard hat die Situation dann doch beruhigen können, man einigte sich zu einem Kompromiss, der schale Nachgeschmack über den Tisch gezogen worden zu sein bleibt aber. Wir hatten aber trotzdem unseren Spaß.

29. September 2022 – Die romantische Bucht Baia degli Infreschi und Museo Mediterranea

Heute ging es in den Süden des Cilentos, nach Marina di Camerota.

Vom Lentiscelle-Strand aus starteten wir unsere Wanderung durch duftende Macchia zur Baia degli Infreschi. Wild und zerklüftet präsentiert sich die Küste hier und türkisblau leuchtet das Meer. Die Wanderung war kilometermäßig zwar nicht so weit, dennoch verlangte sie uns wegen der hohen Temperaturen und insbesondere der hohen Luftfeuchtigkeit einiges ab. Ich muss zugeben zwischendurch musste ich einige Male ein bisschen fluchen und jammern. Aber die Bucht an unserem Ziel, das Schwimmen im Meer und das Picknick entschädigten für alle Mühen.

Zurück führen wir mit dem Boot, wobei wir an vielen Grotten vorbeikamen. Der Wellengang war höher als erwartet und trotzdem navigierte der Kapitän in einige sogar hinein.


In Pioppi, einem beschaulichen Ort, wurden vom amerikanischen Ernährungswissenschaftler Ancel Keys die Richtlinien der Mittelmeerdiät entwickelt. Die sogenannte Dieta Mediterranea, eine der gesündesten Ernährungsformen, wurde sogar zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt. Das Museum nahmen wir am Rückweg noch mit, hätten wir uns ehrlich gesagt aber sparen können. Das Abendessen im Hotel war wieder sehr gut. Wir freuen uns auf den morgigen Tag.

30. September 2021 – Mare und Kochkurs

Heute war unser wanderfreier Tag. Nach einem langen, genussvoll Frühstück zogen wir hinunter in den Ort, um dort ein bisschen zu flanieren, andere suchten sich ein schönes Plätzchen am Meer und eine von uns könnte nicht genug bekommen und wanderte alleine 20 Kilometer durch die Macchia! Wir Faultiere machten anders Urlaub und verbrachten den sonnigen Nachmittag lesend und schlafend am Pool.

Um 17 Uhr holte uns wieder der Bus ab und brachte uns zum abendlichen Kochkurs im Landhaus „sulle onde della Collina“, wo wir unter Anleitung des sympathischen Kochs Danilo typische cilentanische Gerichte zubereiteten. Wir schnippelten Gemüse, machten Nudeln mit der Nudelmaschine, füllten Ravioli mit Ricotta, der nur mit schwarzem Pfeffer gewürzt war und filetierten Fisch. Elisabeth ließ in der Zwischenzeit ein Gewitter aufziehen, das uns den Himmel mit beeindruckenden Blitzen beim Essen erhellte. Tolle Kulisse zum kulinarischen Genuss.
Buon appetito!

1. Oktober 2021 – Punta Tresina

Heute ist unser letzter Wandertag und es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verging.

Der Bus bringt uns nach kurzer Fahrzeit zum Ausgangspunkt unserer Wanderung durch das Naturschutzgebiet zwischen Agropoli und S. Maria di Castellabate. Der Weg führt uns teils auf breiten Wirtschaftswegen teils auf schmalen Saumpfaden durch unberührte Natur. Üppige Mittelmeermacchia und eine Vielfalt an Pflanzen begleiten uns. Das blitzblaue, manchmal türkis schimmernde Meer begleitet uns den ganzen Weg, manchmal tief unter uns, dann wieder gleich neben dem Weg. Wunderbar erholsame Ausblicke.

Unterwegs besuchen wir das Weingut von Ida und Manuel und verkosten deren Produkte. Die Lage ist atemberaubend schön, weit und breit kein weiteres Haus, nur Olivenbäume und Weinreben.


Nach der insgesamt ca. 12 Kilometer langen Wanderung erreichen wir vor dem letzten gemeinsamen Abendessen den langen Sandstrand von Santa Maria und genießen die Sonne, den Sand und das Meer.