Heute geht es endlich ans Meer. Leider quält mich seit heute Früh der Bauch, Edi geht es dafür wieder gut. Ich hoffe dass das Immodium gut wirkt, sonst wird die Busfahrt ein Horror.
Wir fahren mit dem Supratour Bus um 10.45 Uhr in Marrakesch los und erreichen nach einer angenehmen gekühlten Fahrt um 13.45 Uhr Essaouira.
Wir wohnen die nächsten 3 Tage in der Villa Maroc. Dieses Haus ist absolut empfehlenswert: wunderschöne Zimmer, tolle Dachterrasse und sehr gutes Essen.
Ich habe nur leider nicht viel davon, weil ich jetzt auch krank bin. Hoffentlich ist der Spuk morgen vorbei und wir können endlich die Stadt richtig erkunden. Der kurze Stadtspaziergang heute hat mich sehr angestrengt.
Es ist heute etwas bewölkt. Beim Abmarsch vom Camp präsentiert sich der Mond mit einem riesigen Hof. Sowas habe ich noch nie gesehen. Der Weg führt zuerst durch das ausgetrocknete Flussbett des Draa Flusses, dann durch die Dünen zum nächsten Plateau, wo sich am Horizont schon die nächsten Dünen zeigen. Heute haben wir aber erschwerende Umstände, da sich ein Sandsturm zusammenbraut und wir jetzt schon wissen, dass es im Camp gar keinen Schatten geben wird. Die Sicht wird trüb, der Wind kommt Gott sei Dank von Osten und wir haben ihn im Rücken.
Im Camp sinkt die Stimmung bei einigen auf unter Null. Es ist heiß, wir können das Zelt wegen des Sandsturms lange nicht verlassen, es ist stickig heiß und wir werden von den Fliegen malträtiert. Doch nach einem kurzen Zusammenbruch können wir wieder gemeinsam lachen und irgendwie vergeht die Zeit dann doch. Die umliegenden Dünen werden erklommen, nachdem der Wind nachgelassen hat (dort gibt es ja auch Internet 🤪).
Unser Koch Mohammed übertrifft sich dann mit dem Abendessen und Abdel und die Jungs trommeln danach zu ihren Lieblingsliedern. Ein stimmiger Abend findet ein Ende.
Wir wurden heute wieder um 5 Uhr geweckt. Abfahrt um 6.15 vom Camp. In der Zwischenzeit wurde gefrühstückt, abgebaut, verpackt und aufgeräumt. Unglaublich, wie flott das schon ging. Der Abschied vom Team war sehr herzlich und dann ging es los mit 2 Geländeautos knapp 3 Stunden durch die Wüste über den ausgetrockneten Lac Iriki bis zur befestigten Straße in Foum Zguit, wo der Kleinbus schon auf uns wartete. Desert Diving hat schon was🤣👍 Endlich, aber auch mit einem weinenden Auge, zurück in der Zivilisation ist der erste Stopp ein Café mit eiskaltem Cola und Kaffee. Was für ein Genuss! Nach dem Picknick zu Mittag trennt sich die Gruppe: ein Teil fährt zurück nach Marrakesch, ein Pärchen bleibt in Quarzazate und wir, gemeinsam mit Susanne, sind hier in the middle of nowhere um morgen zum Anime Garten weiter zu fahren. Das Quartier Kasbah du Peintre hier in Wawesmant, nahe Ait Ben Haddou hat uns mehr als überrascht. Ein Hotel wie in einem orientalischen Märchen. Jetzt geht es nach dem ersten Bier und Tee mal unter die Dusche 🚿!!
Edward ist krank und hat Fieber. Das steckte wohl schon in den letzten Tagen in ihm. Wir hoffen, dass das Parkemed hilft.
Wir werden hier sehr mit den Zerstörungen des Erdbebens konfrontiert. Die Menschen sind aber so dankbar, dass man kommt. Denn schon Corona hat vielen beinahe die Existenz gekostet und wenn jetzt auch noch die Touristen wegbleiben, wäre das eine Katastrophe.
Danke an alle in der Gruppe für das gemeinsame Wandern, Lachen, Verständnis, … ihr wart alle so toll und ich bin froh euch kennengelernt zu haben! 😃
Wir kommen hier fast um in der Hitze und freuen uns schon sehr auf die Zivilisation. Wir sind in den letzten 3 Tagen knapp 40 Kilometer gewandert, ab 6 Uhr morgens bis längstens 11.30, und das bei 38 Grad. Für uns eine Grenzerfahrung. Edi geht es mit dem Kreislauf nicht so gut, darum hat er die Große Düne (120 m) ausgelassen, die wir barfuß zum Teil auf allen Vieren, noch vor Sonnenaufgang erklommen haben. Der Ausblick entschädigt für fast alle Strapazen. Edward zieht mit der Karawane durch die Dünen und wir treffen ihn und das Wasserkamel nach der Erklimmung der Großen Düne wieder.
Jetzt sitzen wir im Camp, der Sturm mit ausreichend Staub und Sand im Gepäck bläst uns um die Ohren. Es gibt glaube ich keine sandfreie Körperöffnung 🤣 Es verblüfft übrigens sehr, wo überall das Internet funktioniert. Am besten auf den hohen Dünen.
Max war so lieb, und hat uns zum Flughafen gebracht. Heute regnet es in Wien, der Abschied fällt somit leicht.
Wir starten fast pünktlich von Wien weg. Die Flugzeit soll 3.50 Stunden betragen. Wir sind aufgeregt, neugierig und diesmal ziemlich schlecht vorbereitet 🤣 Gott sei Dank gibt es Vorort einen Reiseleiter.
Der Flug war sehr angenehm. Edward hat superschöne Sicht gehabt, ich hab geschlafen.
Nachdem wir unser Quartier, ein gemütliches Gästehaus in der Medina bezogen haben, erkunden wir die Altstadt. Marrakesch wuselt, ist betriebsam und laut, auf den Straßen, in den Souks. Es ist herrlich orientalisch. Die Menschen sind freundlich, zwischen den Häusern ist die Hitze erträglich und man kann sich auch schon mal verlaufen. Immer wieder sieht man die Zerstörungen, die das Erdbeben hinterlassen hat. Der Schutt wurde weggeräumt, die Wände gebölzt und schon funktioniert das Geschäft wieder.
Wir essen genial gut zu Abend und suchen uns dann eine Dachterrasse am Platz der Gaukler und genießen das bunte Treiben.
Morgen geht es los. Wir heben um 10.15 Uhr ab in Richtung Marrakesch und tauchen dort ein in die orientalische Welt, um dann mit Weltweitwandern die Wüste nahe der algerischen Grenze zu erwandern.
Wir freuen uns auf viele neue Eindrücke, fürchten aber auch die, die das Erdbeben vor 4 Wochen hinterlassen haben wird.