Marokko – 4. Tag – 3.10.2023 – 1. Wüstentag

Wir lassen die besiedelten Gebiete hinter uns, richten unseren Blick nach vorne und wandern in die unendlich erscheinende Weite der Sahara. Unser Gepäck wird auf Lastdromedare verladen. Die folgenden Tage brauchen wir nur mehr unsere Tagesrucksäcke zu tragen.

Wir brechen gegen 7.00 Uhr auf und ziehen durch eine ehemalige Oase in Richtung Süden. Die ersten Dünen leuchten in der aufgehenden Sonne.

Noch sind wir motiviert, aber mit jeder Minute, mit der die Sonne steigt, wird es heißer. Wir machen einige Pausen, trotzdem ist es für mich nach 15 Kilometer genug. Mir ist schlecht und eine Mitreisende akupunktiert mir den Sonnenstich weg, und auf dem Dromedar geht es den letzten Kilometer ins Camp, das wir gegen 12.30 nach knapp 16.5 km erreichen. Nach ein paar Gläsern Tee kann ich aber wieder mit den anderen lachen.

Fazit: Wer rechnet hier mit einer Hitzewelle, weiße Wespen und kleine Fliegen sind superlästig. Ich fürchte mich vor morgen!

Jetzt freue ich mich auf den Sonnenuntergang im Sandmeer, das supergute Abendessen unseres Berber Kochs und die Übernachtung unter dem eindrucksvollen Sternenhimmel im Orient. Doch jetzt genießen wir noch das Fläche Licht und die feinen Sandzeichnungen in den Dünen.

Ägyptenreise Hurghada – 4.1.2023

Man soll es nicht glauben, aber gestern Nachmittag hat es hier geregnet. Zuerst konnten wir es gar nicht glauben, als dicke graue Regenwolken am Himmel hinter dem Hotel aufzogen. Wir wurden quasi zum Faulsein und zum Nachmittagsschlaf gezwungen. 😉

REGENWOLKEN!

Heute ist unser letzter Tag hier und der Sonnenaufgang war wunderschön.

Am Nachmittag steht der Ausflug in die Wüste am Plan. Wir werden um 13.30 Uhr abgeholt.

Zuerst ging es mit dem Kleinbus in Richtung Südosten am Flughafen vorbei zum Ausgangspunkt der Tour. Versprochen hat man uns eine Fahrt zu sechst durch die Wüste, bekommen haben wir einen Massenauflauf. Im Camp warteten schon ca. 100 Leute, die dann in wüstentaugliche Autos eingeladen wurden, mit denen man uns in einem Höllentempo 20 Minuten zu einem „Beduinendorf“ karrte. Obwohl wir darum baten, wurde nicht einmal ein Fotostopp gemacht. Im Dorf wurden wir zu einem Verschlag geführt, wo uns ein Guide gefühlt 1000 mal mit „meine lieben Gäste“ ansprach und oberflächlich das Beduinenleben erklärte, und viel Zeit verging mit Herumsitzen. Ich fresse einen Besen, wenn dort jemals ein einziger Beduine gelebt hat. Ich mag es nicht, wenn man mich für dumm verkauft.

Edi und ich sind dann statt zu den Kamelen mitzugehen einen Hügel hinaufgeklettert, um wenigstens von dort in Ruhe die Weite der Wüste auf uns wirken zu lassen. Danach ging es im gleichen Tempo zurück, ein liebloses Abendessen wurde kredenzt, Bauchtänzerin und Feuertänzer versuchten die Leute noch zu unterhalten, was bei uns nicht gelang, und dann ging es eingepfercht im Geländewagen, zurück zum Hotel.

Ich will mich jetzt gar nicht mehr darüber auslassen, sonst ärgere ich mich noch mal über den vertanen Nachmittag. Aber wir haben definitiv nicht das bekommen was wir vermeintlich gebucht haben. Für alle die das lesen: Jeepsafari in die Wüste um € 40 pP kann man dich definitiv sparen!

Trotzdem sind uns ein paar nette Fotos gelungen 🙃