25.9. – 2.10.2021 Wanderreise Cilento

Weltweitwandern Geheimtipp Cilento: Softhiking & Slow Food

http://www.weltweitwandern.at/europa/italien/cilento-soft-hiking-slow-food/

Wandern im Cilento

Es hat mehr als ein Jahr gedauert, dass wir diese Reise antreten konnten. Heute geht es endlich los! Ich bin so dankbar, dass wir das nun als Familie (mein Mann, meine Mutter, mein Bruder und seine Frau) erleben dürfen ❤. Mille gracie!

Ich werde hier Teile des Reiseprogramms von WWW übernehmen und als solche mit einem Stern markieren.

25. September 2021 – Flug nach Neapel

Abfahrt zum Flughafen per Großraumtaxi (danke Bernhard für die Bestellung 👍) um 15.20 Uhr (48 Euro)

Reisefertiger Urlaubsbegleiter

Wir sitzen am Flughafen und warten. Und was tut man wenn man wartet? Man sieht sich um und entdeckt Delfinflieger!!

Delfinflieger 🤣

Nach einem sehr ruhigen Flug, treffen wir unsere Wanderführerin Elisabeth und die Gruppe. Der Bus bringt uns ins Cilento ins malerischen Fischerdorf San Marco di Castellabate ins Hotel Garden Riviera (Fahrzeit ca. 2 Stunden, 120 Kilometer). Weil es schon sehr spät ist, gibt es leider kein gemeinsames Abendessen mehr, aber vielleicht noch ein Glas Wein auf der Terrasse.

26. September 2021 – Wildes Hinterland

Nach dem Frühstück geht es schon um 8:15 Uhr los und wir fahren ins „wilde Hinterland” des Cilentos und wandern durch die Gola del Calore, ein vom WWF geschütztes Gebiet, in dem der Fischotter noch ungestört leben darf. Fast tropisch wirkt der Wald mit seinen riesigen Lorbeerbäumen und Hainbuchen. Wir wandern durch Wald und durch die imposante Schlucht.

In Felitto gibt es zum Mittagessen handgerollte Fusilli, typisch für das reizvolle Bergdorf.

Ein Teil der Gruppe fährt von dort mit dem Bus zurück, zu sechst gehen wir zurück zum Ausgangspunkt.

Nach 1,5 Stunden Busfahrt entlässt uns unser Fahrer Raffaelo in Santa Maria und wir gehen noch durch den Ort zurück zum Hotel.

Elisabeth erzählt, wie die Fussili entstanden sind

27. September 2021 – Wanderung zum Kap der Sirenen & Castellabate

Heute wanderten wir vom Hotel aus mit traumhaften Ausblicken entlang über Santa Maria und San Marco der Küste entlang zur Punta Licosa, jener Landzunge, vor der sich laut Homers Erzählungen einst die Sirene Lycosa aus unerfüllter Liebe zu Odysseus in die Tiefen des Meeres gestürzt hatte. Die Wanderung führt uns von dort durch Föhrenwälder bis Ogliastro Marina.

Wir können dort unsere mitgebrachte Jause nach mehr als 11 Kilometern essen und fahren dann mit dem Linienbus hinauf in das Bergdorf Castellabate, das wir nachmittags erforschen und durch die engen Gässchen flanieren. Ein kühles sehr gutes Bier und ein Eis gibt es auch 😃👍Der Ort ist berühmt geworden als Drehort für den italienischen Klassiker „Benvenuti al Sud“.

Abends werden wir nochmals nach dem Abendessen in Santa Maria eine letzte Bergwertung zurück zum Hotel in Angriff nehmen. 😉

Die Gruppe und das Meer

28. September 2021 – Mozarella und Antike

Wir besuchen eine der edelsten und bekanntesten Büffelmozzarellabetriebe Kampaniens. Die Tenuta Vannulo ist ein Vorzeigebetrieb, bei dem die Wasserbüffel im Sumpf suhlen dürfen und sogar mit klassischer Musik berieselt werden. Nach der Besichtigung der Käserei sowie des Stalles probieren wir sie: frische Mozzarella und Riccota, nur von Hand gefertigt und nur ab Hof verkauft, Brot und Olivenöl.

Nachmittags ließen wir uns in die Welt der Antike versetzen, als wir die dorischen Tempel von Paestum besichtigten. Ihre vollkommenen Proportionen sind beeindruckend. Entspannend wirkt der weiße Stein inmitten des weitläufigen Geländes in sattem Grün. Mancher braucht nähere Erklärungen zum Thema optische Täuschungen und Säulendicke.

Im Museum konnten wir unter anderem das bekannte „Grab des Tauchers“ bestaunen.

Abendessen werden wir wieder unten im Ort Santa Maria. Die Suche gestaltete sich als etwas schwierig, da das Wunschlokal geschlossen hatte. Die Alternative war leider eine mäßig gute Wahl, da es die meisten Dinge auf der Karte nicht mehr gab. So begnügten wir uns mit einem Vorspeisenteller, der sehr gut war und einer Flasche Wein. Wir beschlossen, noch woanders Calamari fritti zum Naschen und dazu Rotwein für alle (mittlerweile waren wir zu acht) zu bestellen. Und damit nahm ein noch sehr explosiver Tagesausklang seinen Lauf: denn Portion, Teller bzw. „plate“ und deren Auslegung können eine Preisdifferenz von € 100 ausmachen und mit der Androhung, die Polizei zu rufen, enden. „Unmögliche“ Gäste mit Sonderwünschen gehören mies behandelt! Bernhard hat die Situation dann doch beruhigen können, man einigte sich zu einem Kompromiss, der schale Nachgeschmack über den Tisch gezogen worden zu sein bleibt aber. Wir hatten aber trotzdem unseren Spaß.

29. September 2022 – Die romantische Bucht Baia degli Infreschi und Museo Mediterranea

Heute ging es in den Süden des Cilentos, nach Marina di Camerota.

Vom Lentiscelle-Strand aus starteten wir unsere Wanderung durch duftende Macchia zur Baia degli Infreschi. Wild und zerklüftet präsentiert sich die Küste hier und türkisblau leuchtet das Meer. Die Wanderung war kilometermäßig zwar nicht so weit, dennoch verlangte sie uns wegen der hohen Temperaturen und insbesondere der hohen Luftfeuchtigkeit einiges ab. Ich muss zugeben zwischendurch musste ich einige Male ein bisschen fluchen und jammern. Aber die Bucht an unserem Ziel, das Schwimmen im Meer und das Picknick entschädigten für alle Mühen.

Zurück führen wir mit dem Boot, wobei wir an vielen Grotten vorbeikamen. Der Wellengang war höher als erwartet und trotzdem navigierte der Kapitän in einige sogar hinein.


In Pioppi, einem beschaulichen Ort, wurden vom amerikanischen Ernährungswissenschaftler Ancel Keys die Richtlinien der Mittelmeerdiät entwickelt. Die sogenannte Dieta Mediterranea, eine der gesündesten Ernährungsformen, wurde sogar zum immateriellen Weltkulturerbe ernannt. Das Museum nahmen wir am Rückweg noch mit, hätten wir uns ehrlich gesagt aber sparen können. Das Abendessen im Hotel war wieder sehr gut. Wir freuen uns auf den morgigen Tag.

30. September 2021 – Mare und Kochkurs

Heute war unser wanderfreier Tag. Nach einem langen, genussvoll Frühstück zogen wir hinunter in den Ort, um dort ein bisschen zu flanieren, andere suchten sich ein schönes Plätzchen am Meer und eine von uns könnte nicht genug bekommen und wanderte alleine 20 Kilometer durch die Macchia! Wir Faultiere machten anders Urlaub und verbrachten den sonnigen Nachmittag lesend und schlafend am Pool.

Um 17 Uhr holte uns wieder der Bus ab und brachte uns zum abendlichen Kochkurs im Landhaus „sulle onde della Collina“, wo wir unter Anleitung des sympathischen Kochs Danilo typische cilentanische Gerichte zubereiteten. Wir schnippelten Gemüse, machten Nudeln mit der Nudelmaschine, füllten Ravioli mit Ricotta, der nur mit schwarzem Pfeffer gewürzt war und filetierten Fisch. Elisabeth ließ in der Zwischenzeit ein Gewitter aufziehen, das uns den Himmel mit beeindruckenden Blitzen beim Essen erhellte. Tolle Kulisse zum kulinarischen Genuss.
Buon appetito!

1. Oktober 2021 – Punta Tresina

Heute ist unser letzter Wandertag und es ist kaum zu glauben, wie schnell die Zeit verging.

Der Bus bringt uns nach kurzer Fahrzeit zum Ausgangspunkt unserer Wanderung durch das Naturschutzgebiet zwischen Agropoli und S. Maria di Castellabate. Der Weg führt uns teils auf breiten Wirtschaftswegen teils auf schmalen Saumpfaden durch unberührte Natur. Üppige Mittelmeermacchia und eine Vielfalt an Pflanzen begleiten uns. Das blitzblaue, manchmal türkis schimmernde Meer begleitet uns den ganzen Weg, manchmal tief unter uns, dann wieder gleich neben dem Weg. Wunderbar erholsame Ausblicke.

Unterwegs besuchen wir das Weingut von Ida und Manuel und verkosten deren Produkte. Die Lage ist atemberaubend schön, weit und breit kein weiteres Haus, nur Olivenbäume und Weinreben.


Nach der insgesamt ca. 12 Kilometer langen Wanderung erreichen wir vor dem letzten gemeinsamen Abendessen den langen Sandstrand von Santa Maria und genießen die Sonne, den Sand und das Meer.

Urlaub in Griechenland                  1. – 15. August 2021

1. August 2021

Während hier das Wetter umschlägt und die Hitzewelle wohl ein Ende findet, packen wir ein und machen uns auf den Weg nach Pigì am Peloponnes (Flug nach Kalamata), wo sich eine extreme Hitzeperiode zusammenbraut. Wir sitzen am Flughafen und warten. Der Abflug hat jetzt schon 20 Minuten Verspätung. Das ist immer der langweiligste Teil der Reise. Unsere Freunde chillen in der VIP Lounge, wir beim normalen Fußvolk 🤣.

Mittlerweile haben wir 40 Minuten Verspätung und ich bin müde als wäre es mitten in der Nacht.

Letztendlich  nach einem relativ ruhigen Flug, landen wir bei 34 Grad in Kalamata. Die Einreisekontrolle dauert covidbedingt etwas. Wir übernehmen das Auto, das uns für unser Gepäck etwas knapp bemessen erscheint 🤣

Eine Frage des Schlichtens 😉

Endlich wieder da! Ein Traum! Trotz der Hitze krieg ich mich vor Freude gar nicht ein.

Der erste Blick Richtung Kardamili

Gerhard und Brigitte treffen wir nach einer Stunde Fahrt in Pigì. Den Abend verbringen wir schon fast traditionell beim Dorfwirt.

να έχετε όμορφες διακοπές

2. August 2021 – Pantazi Beach – Kariovouni – Blue Ocean Beach Bar

Kalimerà! Tropennacht ist hier ein wahrlich angebrachter Begriff. Ich kann mich nicht erinnern wie es ist, wegen der Hitze nicht schlafen zu können, aber die Temperaturen sinken im Haus nicht unter 30 Grad. Da hilft auch kein Ventilator, der dröhnend versucht die stehende Luft etwas herumzuwirbeln. Er ist nächtens trotzdem mein bester Freund! Ich werde mich somit daran gewöhnen müssen.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Strand Pantazi in Agios Nikolaos. Das Meer ist warm, wir plantschen und schwimmen und genießen später den ersten Café frappè. Erkenntnis des Tages: nur ohne Zucker bestellen, sonst wird das Gesöff ungenießbar 🤣

Um der Mittagshitze etwas zu entkommen, fahren wir hinauf in die Berge zu „unserer“ Platane nach Kariovouni. Einerseits sitzen wir ein Zeiterl im klimatisierten Auto, anderseits ist dieser Platz aufgrund seiner Lage bei diesen Temperaturen ideal, geht doch immer etwas der Wind und spendet dieser riesige Baum guten natürlichen Schatten. Hier schmeckt der griechische Salat noch ein bisschen besser. So lässt es sich aushalten.

Den Nachmittag verbringen wir in der Blue Ocean Beach Lounge gleich neben dem Pantazi Beach. Bequeme Liegen unter dem Sonnenschirm laden zum Dösen, Lesen und Genießen ein, das Meeresrauschen übertönt auch die Lounge-Musik. Dass man uns dann für einen sehr verwässert Aperol-Spritz € 9,50 (!!!) abknöpft, tut dem 7 zwar keinen Abbruch, wird aber sicher nicht mehr bestellt. Der Nachmittag vergeht wie im Flug.

Wir essen in Agios Nikolaos zu Abend und wir genießen Fisch in allen Varianten – Thunfisch, Anchovis, Sardinen, ….

3. August 2021 Vlychada Diros Mani

Ausflug zur Tropfsteinhöhle Diros

Wir waren ja schon einige Male hier, doch an diesem Naturjuwel sind wir bislang immer vorbei gefahren. Bei der Affrnhitze die gerade herrscht Taten die Temperaturen in der Höhle richtig gut – abgesehen von den beeindruckenden Stalagmiten und Stalagtiten.

Wir fuhren dann weiter über Mezapos nach Gerolimenas, aber bei der Hitze machen solche Ausflüge nur mäßig Spaß.

Wir beschlossen umzukehren und Vathia auszulassen um in Stoupa einzukaufen und dann noch schnell ins Wasser zu springen.

Hinter den Bergen bei Stoupa stiegen riesige Rauchwolken auf. Gott sei Dank sind die Brände aber weit weg. Die Löschflugzeuge waren aber den ganzen Abend im Einsatz.

4. August 2021 Badetag – Pantazi Beach

Badetag in Agios Nikolaos

So ist Urlaub: schwimmen 🏊‍♀️, lesen📘schlafen😴 schwimmen🏊‍♀️ Salat essen🥗 wieder ruhen und dann schwimmen 🏊

Die Seele baumelt, die Augen fangen die Sonnenstrahlen ein und die Ohren sind auf Meeresrauschenempfang gestellt 🌊

5. August 2021 – mein Lieblingsmensch hat heute Geburtstag

HaPpY BiRtHdAy

Es ist heiß, noch immer. Wir verkriechen uns heute samt unserem Sonnenbrand, den wir trotz LSF 50 beim Schwimmen aufgezogen haben, im Haus. Außerdem haben wir wohl alle etwas zu ausgiebig in Edwards Geburtstag 🎂 hineingefeiert. Tja,  man ist halt keine 20 mehr 🤣🤦‍♀️ Somit steht heute Erholung am Programm. Wir fahren zu einem verspäteten Frühstück und zum Wassertanken nach Kariovouni. Wind und Schatten machen die Hitze da erträglicher.

Kartenspielen im klimatisierten Haus kann auch was. Edward und ich lernen ein neues Spiel, das wir wohl nächste Woche wohl öfter spielen werden.

Zu Abend essen wir in Stoupa bei den 5 Brüdern.

Rundherum gibt es laut Nachrichten Brände. Um 21.15 heulen dann überall rund um uns und auch unsere Handys mit einer Katastrophenwarnung auf.  Das war richtig unheimlich!

Bei der Fahrt nach Pigì hinauf sieht man am Nachthimmel den roten Feuerschein und Brandgeruch liegt in der Luft. Hoffentlich kommt das nicht näher.

6. August 2021 Badetag und Ausflug nach Kardamili

7. August 2021 Erkundung des Hinterlandes – Fahrt Stoupa, Kastanie, Exochori, Chora, Lakkos, Kardamili

Unsere erste Station ist Kastania, ein hübsches Dorf, das sich in einem engen Talschluss an den Hang schmiegt. Weil auch Einheimische hineinfahren, tun wir das auch und landen in einer ganz engen Gasse, die bei der wunderschönen Kirche Agios Petros endet. Dorthin  wollten wir eigentlich zu Fuß hingehen.

Am Weg hinunter zum Dorfplatz gibt es einiges zu entdecken und fotografieren.

Weiter geht es über Saidona nach Exochori. Am Weg kommen wir mit einer netten Griechin ins Gespräch, bewundern wehrhafte Türme, bunte Bienenkästen und tiefe Schluchten. Im Dorf Chora, gleich hinter Exochori entdecken wir das Hotel Faraggi, auf dessen Terrasse, mit dem Duft von wildem Thymian in der Nase, wir ein herrliches Mittagessen mit frischem Salat und gebratener Wurst genießen.

Über Lakkos windet sich die Straße zurück ans Meer bei Kardamili und gewährt uns noch einige interessante Einblicke und schöne Ausblicke.

Blick auf Kardamili

Dort gehen wir dann im Eissalon an der Hauptstraße gegenüber vom Park ein Eis essen, der sich als totaler Reinfall entpuppt. Nicht nur, dass die Bedienung extrem unfreundlich war, das Eis nur nach Chemie schmeckte, hat man uns dafür € 26 für vier Personen angeknüpft!

Zurück in Pigi fällt dann der Strom für mehr als 2 Stunden aus und damit auch die Wasserversorgung und wir müssen ungeduscht zum Essen gehen.

Unser letztes gemeinsames Abendessen gibt es beim Dorfwirt, wie immer sehr gut. Gerhard und Brigitte sind auch dabei und wir verbringen einen lustigen Abend.

10. August 2021

Seit wir uns von Doris und Reinhard verabschiedet haben, genießen wir schon den 2. Tag die Sonne, den Strand, das Meer ohne Uhr und jeglicher Stress fällt von uns ab. Wir waren nur zu Mittag essen und haben die letzten Abende mit Gerhard und Brigitte bzw. alleine mit Kartenspielen verbracht. Auch am Strand war es sehr erholsam ⛱👙😃 Mein Kindle ist fast ausgelesen.

Heute Nachmittag borgen wir uns  ein Boot aus und erkunden die Gegend mal vom Wasser aus  🚤

11. August 2021 – mit Brigitte von Kampos aus die Berge erkunden

Wir entführen Brigitte zu einem weiteren Ausflug in die Berge und beginnen die Tour nördlich von Kardamili vor Kalamata in Kampos. Sobald man von der Hauptstraße abzweigt, werden die Straßen immer enger und zwischendurch werde ich etwas nervös 🤦‍♀️🙈

Erster Stopp ist Vario, von wo man zu Fuß, wenn es nicht so heiß wäre, die Ridomo Schlucht erkunden könnte. Die ist jedenfalls ein Wanderziel für Frühjahr oder Herbst.

Weiter geht es nach Tseria, ein Ort mit gaaaanz engen Gassen aber ganz vielen Garagen – unglaublich! Tseria liegt an der Schlucht, die Richtung Meer bei Kardamili liegt und wir würden von da, wenn man nahe genug heran käme, die Terrasse des Hotel Faraggi, Chora, sehen, wo wir letztens mit Doris und Reinhard waren. Doch der steile, enge Weg führt uns wieder zurück zur Hauptstraße, wo wir einen alten Pfad mit einer wunderschönen Steinbrücke entdecken. Mittlerweile ist es wieder drückend heiß mit 38 ° C.

Brigitte kennt Chora und das besagte Hotel nicht und wir beschließen, dort zu essen und die Rundfahrt dort bei einem guten Essen zu beenden.

12. August 2021 – zwischen Kalamata und Sparta über den Taiggetos

Eine der wohl beeindruckendsten Straßen des Peloppones verbindet über das Taiggetos Gebirge Kalamata mit dem ca. 60 Kilometer entfernten Sparta. Da der Wetterbericht Wolken und etwas Regen vorhergesagt hat (was natürlich totaler Blödsinn war 🤣🙈), machen wir uns gegen 10.00 Uhr nach dem Frühstück auf den Weg.

Die Straße windet sich zuerst durch das enge Flusstal des Nédonas hinauf bis Artemisia, wo wir nach einem Café frappè bei einer Quelle die Wasserflaschen befüllen. Wasser ist in Pigì leider Mangelware und aus der Leitung nicht zu trinken.

Die Straße windet sich weiter über unzählige Serpentinen bis zur Passhöhe auf ca. 1250 m und vo dort durch Eichenwälder, schroffe Felstunnel wieder hinunter Richtung Sparta. Die Schlucht ist so eng, dass man beim Zurückschauen den Eindruck hat, vor einer Felswand zu stehen. Bei Tripi zweigt die Straße zur historischen Ruinenstadt Mistrás ab. Sehr beeindruckend, sehr mächtig, aber aufgrund der Temperatur von 40 °C heute nicht besuchbar, aber jedenfalls ein Ziel für den nächsten Frühjahrstrip.

Zurück fahren wir über Githio, an der Ostseite des mittleren Fingers, durch das Gebiet, wo es vorige Woche noch heftig brannte. Githio selbst ist Gott sei Dank verschont geblieben, aber rundherum haben die Feuer sichtbar gewütet. In den Bergen brennt es noch immer und man sieht die Löschflugzeuge unermüdlich fliegen.

Den Abend verbringen wir bei Gerhard und Brigitte auf der Terrasse. Vielen Dank für den schönen Abend und die Aussicht 🥰!

Aussicht

15. August 2021 – Abschied von Griechenland

Wie schnell sind diese zwei Wochen vergangen sind! Ich kann nicht glauben, dass wir heute Abend schon wieder zu Hause sind.

Wir haben alles so sehr genossen: Unmengen an Griechischem Salat, Meeresbrise, Schwimmen, viel gelesen, Ausflüge gemacht, die Wärme aufgesaugt, manchmal auch wegen der Hitze gestöhnt, Karten gespielt, gestern noch den Abend mit Claudia bei den 5 Brüdern in Stoupà verbracht, Freude und Dankbarkeit empfunden.

Irgendwann kommen wir sicher wieder. Ευχαριστώ 🇬🇷☀️😘

Flughafen Kalamata

21.9.2019 Vathia


Es hat die ganze Nacht geregnet und etwas abgekühlt. Ein guter Tag um einen längeren Ausflug durch die West Mani zu machen. Eigentlich wollten wir zum Kap um zum Leuchtturm zu wandern, da aber ziemlich starker Wind ging, nahmen wir uns die Zeit, das Land abseits der Hauptstraße zu erkunden. Vorbei an unzähligen kleinen Kirchen in und um Thalames, und einem singenden Pfarrer in Lagkada bogen wir irgendwo im Nirgendwo ab und fuhren nach Mezapos, einem alten ursprünglichen Piratendorf. Kletterten dort im Sturm über die Felsen und sammelten Meersalz. Es hätte mich nicht gewundert, wenn das Piratenschiff am Horizont aufgetaucht wäre. Ein paar wenige Touristen trotzten dem Sturm in einer Felsnische am Strand. Zu denen passten dann doch keine Piraten.

Glitzerndes Meersalz

Wir blieben auf der Halbinsel auf engen schmalen Straßen und landeten in Stavri, einem unerwartet hübschen Dorf, in dem wir nie im Leben so ein hübsches Hotel (Tsitsiris Castle) und ein Herrschaftshaus mit wunderbar gepflegten Gärten erwartet hätten. Mittlerweile hat sich auch die Sonne durchgekämpft.

Stavri

Mittagessen gab es dann in Gerolimenas.

Gerolimenas

Es ist so schade, dass die wunderschöne Landschaft mit pseudoalten großen Hotels zugebaut wird, die wie unansehnliche Warzen an den Hängen kleben. Am schlimmsten ist es in der Bucht von Limeni und Neo Itilo.

Wir fuhren noch bis Vathio, eine alte Siedlung am Berg, die Erinnerungen an San Gimignano in der Toskana erweckt. Mit dem Unterschied, dass Vathia leise vor sich hin verfällt.

Vathio
Vathio

Am Rückweg machten wir noch einen Kaffeestopp in Limeni, ein wirklich pittoreske Städtchen in einer türkisblauen Bucht.

Limeni

Auf der Rüchfahrt nach Pigi begann es wieder leicht zu regnen, was uns aber nicht daran hinderte noch in einer Ölmühle in Thalames vorbeizuschauen,  atemberaubende Lichtstimmungen einzufangen und letztendlich einen wunderbaren Sonnenuntergang zu beobachten, denn die Kombination Wolken, Nieselregen und Sonnenstrahlen ergibt ein wunderbares orange-rosanes Licht.

19.9. Trachila

Die große Badewanne – Rock Pool

Ein kurzer Spaziergang vom winzigen Dorf Trachila aus führt uns entlang der Küste zu einem steil abfallenden Einschnitt. Die Landschaft ist karg und trocken aber wunderschön. Wie schon beim letzten Besuch vor 3 Jahren, habe ich ein bisschen Angst, dass der sandige Rand wegbrechen könnte. Den Weg zur Höhle sparen wir uns wegen der Hitze in der Mittagssonne, dafür gibt es Cafe frappe im Dorf mit süßen, jungen Katzen gleich neben unserer Lieblingsruine, die wir im Geiste wieder einmal in unseren Traum am Meer umbauen 😉 Träumen darf man ja.

Später gehen wir zwischen kleinen Krebsen, Fischen und einem Tintenfisch im Rock Pool baden. Dafür muss man aber erstmal durch eine Menge Gestrüpp, über Stock und Stein hinunterklettern. Was sich aber durchaus lohnt.

Brigitte und ich wagen sogar den Sprung ins tiefe Meer, nicht ohne uns vorher versichert zu haben, dass wir wieder herausklettern können. Wenn ich nicht sehe, wohin ich steigen kann (Seeigel oder sonstiges Getier) ist mir das immer etwas unheimlich. Das nächste Mal nehme ich die Taucherbrille mit. Und weil meine Gopro kaputt ist, gibt es auch keine Unterwasserfotos.

Mittaggegessen wurde in Agios Dimitrios wie es sich gehört, Calamari und Griechischer Salat.

18.9. Milea – Kareovouni – Stoupa

Milea

Wenn man hier Urlaub macht reicht es nicht, nur am Strand zu liegen. Man muss schon auch das Hinterland besuchen, die kleinen Bergdörfer bewundern, die Berge sehen und die Einsamkeit spüren. Obwohl das Land karg und steinig ist, gibt es doch Wege im Grünen, verborgen zwischen Olivenhainen, rosa gesprenkelt wegen unzähliger Zyklamen. Wir wanderten entlang eines ausgetrockneten Flussbettes bis zur alten Steinbrücke und dann noch ein kleines Stück weiter bergauf. Es summt um uns herum, wir naschen wilde Brombeeren und sammeln Salbei, sodass das Auto später riecht, als würde man eine Kirche betreten.

Zyklamen wohin man schaut

Trinkwasser holt Brigitte von einer Quelle in Arachova, das heute Kareivouni heißt. Nicht nur das Wasser ist gut sondern auch das Mittagessen unter der riesigen Platane am Dorfplatz. Immer wieder stellen wir fest, wie gut es uns geht.

Dreimäderlhaus

Die Straße schlängelt sich weiter, die Schluchten entlang, immer den Bergen entlang nach Kastania, ein hübscher verschlafener Ort mit vielen Kurchen und engen Gassen. Ganz oben steht die Kirche zu St. Peter, byzantinisch und frisch renoviert mit wunderschönen Fresken. Dort haben wir für die Kinder und alle die nicht mehr unter uns sind Kerzen angezündet. Irgendwie ein mystischer Ort. Am Dorfplatz gab es dann Cafe frappe, der nirgendwo so gut wie in Griechenland schmeckt.

Kastania
Irgendwo im Nirgendwo

Den Nachmittag verbrachten wir am Strand von Ag. Nikolaos – Pantasie mit Schwimmen, Dösen, Steinesammeln und was man sonst so am Strand tut.

Abends trafen wir Freunde in Stoupa bei den 5 Brüdern. Ein wunderschöner Ausklang.

17.9. Pigi – Ag. Nikolaos – Stoupa

Wie kann man Urlaubstage verbringen?

Thunfischsalat

Das Meer genießen

Da gibt es doch einige Möglichkeiten. Wir haben beschlossen am ersten Tag zumindest einen kurzen Spaziergang durch Ag. Nikolaos zu machen und erst dann in Stoupa zu essen und schwimmen zu gehen. Und weil das alles so eindrucksvoll war, darf das Nachmittagsschläfchen später dann nicht fehlen.Ich war jedenfalls heute schon öfter schwimmen als den ganzen Sommer davor. Das Wasser ist glasklar und warm. Wenn man meint, man darf sich bein Reingehen Zeit lassen, wird man sofort eines Besseren belehrt und von Minifischen angeknabbert.Hurra, es geht uns gut 😄.

16.9.2019 – Ankommen

Wien – Kalamata – Pigi

Das Taxi war pünktlich um 9.30 da und brachte uns trotz Stau rechtzeitig zum Flughafen.

Ein Schaf geht auf Reisen

Abflug pünktlich um 11.25 in Wien. Die Ankunft in Kalamata hat sich etwas verzögert. Brigitte erwartete uns schon am Flughafen und begleitete uns dann auf der Fahrt nach Pigi. Zwischenstopp in Ag. Nikolaos um noch schnell vor dem Abbau die Ausstellung, bei der auch Brigitte ihre Fotografien zeigte, zu bewundern. Ich habe mich dann durchgesetzt und wir haben am Strand, mit der Meeresbrise um die Nase, ein erstes Urlaubsbier zur Einstimmung getrunken und Sandwiches gegessen. Jetzt genießen wir die Abendsonne auf der Terrasse und hören den Dorfwirt schon rufen.

Sonnenschutz