Marokko – 8. Tag – 7.10.2023 – Wir verlassen die Wüste

Wir wurden heute wieder um 5 Uhr geweckt. Abfahrt um 6.15 vom Camp. In der Zwischenzeit wurde gefrühstückt, abgebaut, verpackt und aufgeräumt. Unglaublich, wie flott das schon ging. Der Abschied vom Team war sehr herzlich und dann ging es los mit 2 Geländeautos knapp 3 Stunden durch die Wüste über den ausgetrockneten Lac Iriki bis zur befestigten Straße in Foum Zguit, wo der Kleinbus schon auf uns wartete. Desert Diving hat schon was🤣👍 Endlich, aber auch mit einem weinenden Auge, zurück in der Zivilisation ist der erste Stopp ein Café mit eiskaltem Cola und Kaffee. Was für ein Genuss! Nach dem Picknick zu Mittag trennt sich die Gruppe: ein Teil fährt zurück nach Marrakesch, ein Pärchen bleibt in Quarzazate und wir, gemeinsam mit Susanne, sind hier in the middle of nowhere um morgen zum Anime Garten weiter zu fahren. Das Quartier Kasbah du Peintre hier in Wawesmant, nahe Ait Ben Haddou hat uns mehr als überrascht. Ein Hotel wie in einem orientalischen Märchen. Jetzt geht es nach dem ersten Bier und Tee mal unter die Dusche 🚿!!

Edward ist krank und hat Fieber. Das steckte wohl schon in den letzten Tagen in ihm. Wir hoffen, dass das Parkemed hilft.

Wir werden hier sehr mit den Zerstörungen des Erdbebens konfrontiert. Die Menschen sind aber so dankbar, dass man kommt. Denn schon Corona hat vielen beinahe die Existenz gekostet und wenn jetzt auch noch die Touristen wegbleiben, wäre das eine Katastrophe.

Danke an alle in der Gruppe für das gemeinsame Wandern, Lachen, Verständnis, … ihr wart alle so toll und ich bin froh euch kennengelernt zu haben! 😃

Marokko – 6. Tag – 5.10.2023 – 3. Wüstentag

Wir kommen hier fast um in der Hitze und freuen uns schon sehr auf die Zivilisation. Wir sind in den letzten 3 Tagen knapp 40 Kilometer gewandert, ab 6 Uhr morgens bis längstens 11.30, und das bei 38 Grad. Für uns eine Grenzerfahrung. Edi geht es mit dem Kreislauf nicht so gut, darum hat er die Große Düne (120 m) ausgelassen, die wir barfuß zum Teil auf allen Vieren, noch vor Sonnenaufgang erklommen haben. Der Ausblick entschädigt für fast alle Strapazen. Edward zieht mit der Karawane durch die Dünen und wir treffen ihn und das Wasserkamel nach der Erklimmung der Großen Düne wieder.

Jetzt sitzen wir im Camp, der Sturm mit ausreichend Staub und Sand im Gepäck bläst uns um die Ohren. Es gibt glaube ich keine sandfreie Körperöffnung 🤣
Es verblüfft übrigens sehr, wo überall das Internet funktioniert. Am besten auf den hohen Dünen.

Ägyptenreise Hurghada – 4.1.2023

Man soll es nicht glauben, aber gestern Nachmittag hat es hier geregnet. Zuerst konnten wir es gar nicht glauben, als dicke graue Regenwolken am Himmel hinter dem Hotel aufzogen. Wir wurden quasi zum Faulsein und zum Nachmittagsschlaf gezwungen. 😉

REGENWOLKEN!

Heute ist unser letzter Tag hier und der Sonnenaufgang war wunderschön.

Am Nachmittag steht der Ausflug in die Wüste am Plan. Wir werden um 13.30 Uhr abgeholt.

Zuerst ging es mit dem Kleinbus in Richtung Südosten am Flughafen vorbei zum Ausgangspunkt der Tour. Versprochen hat man uns eine Fahrt zu sechst durch die Wüste, bekommen haben wir einen Massenauflauf. Im Camp warteten schon ca. 100 Leute, die dann in wüstentaugliche Autos eingeladen wurden, mit denen man uns in einem Höllentempo 20 Minuten zu einem „Beduinendorf“ karrte. Obwohl wir darum baten, wurde nicht einmal ein Fotostopp gemacht. Im Dorf wurden wir zu einem Verschlag geführt, wo uns ein Guide gefühlt 1000 mal mit „meine lieben Gäste“ ansprach und oberflächlich das Beduinenleben erklärte, und viel Zeit verging mit Herumsitzen. Ich fresse einen Besen, wenn dort jemals ein einziger Beduine gelebt hat. Ich mag es nicht, wenn man mich für dumm verkauft.

Edi und ich sind dann statt zu den Kamelen mitzugehen einen Hügel hinaufgeklettert, um wenigstens von dort in Ruhe die Weite der Wüste auf uns wirken zu lassen. Danach ging es im gleichen Tempo zurück, ein liebloses Abendessen wurde kredenzt, Bauchtänzerin und Feuertänzer versuchten die Leute noch zu unterhalten, was bei uns nicht gelang, und dann ging es eingepfercht im Geländewagen, zurück zum Hotel.

Ich will mich jetzt gar nicht mehr darüber auslassen, sonst ärgere ich mich noch mal über den vertanen Nachmittag. Aber wir haben definitiv nicht das bekommen was wir vermeintlich gebucht haben. Für alle die das lesen: Jeepsafari in die Wüste um € 40 pP kann man dich definitiv sparen!

Trotzdem sind uns ein paar nette Fotos gelungen 🙃