
365 Tage – 365 Fotos – ein Projekt von Bernhard – November 2023




Hier sind die Temperaturen sehr moderat und liegen mehr als 10 Grad unter denen in Marrakesch. Aber was nützt das alles, wenn man nicht ganz am Damm ist. Das Fieber ist zwar weg, aber der Darm rumort und essen geht nur bedingt.
Gestern war die Luftfeuchtigkeit so hoch, dass wir zeitweise nicht bis zum Meer sehen konnten. So nutzten wir die Zeit für Restaurierungsarbeiten 😉 Edward war beim Friseur und ich bei Maniküre und Pediküre. Da fühlt man sich gleich wieder menschlicher.
Essaouira liegt wirklich sehr hübsch am Meer, die Altdtadt wird von einer Befestigungsmauer umgeben und innerhalb befinden sich enge verwinkelte Gassen, in denen sich dicht an dicht die Geschäfte reihen. Wir haben uns mit Arganöl eingedeckt und für mich eine Jacke gekauft, weil es der besagte Nebel sehr kühl gemacht hat. Zum Abendessen waren wir in einem kleinen Lokal mit 2 unserer Mitwanderinnen. Die Tajine war großartig und endlich gab es auch wieder Eisenkrauttee (Verbene). Ich weiß jetzt, welche neue Pflanze nächstes Jahr in meinen Garten einziehen wird.
Einzig der Muezzin, der uns jeden Tag um 6 Uhr 20 Minuten ins Ohr schreit – an Schlaf ist dann nicht mehr zu denken – nervt fürchterlich.
Heute steht ein langer Strandspaziergang am Plan. Vorausgesetzt es fällt nicht wieder der Nebel ein.









Den gestrigen Tag haben wir entspannt am Strand verbracht. Erst spazierengehend und dann auf einer Liege.




Danach machten wir noch einen Rundgang in Essouira, umgeben von orientalischen Gerüchen, Marktschreiern und spielenden Kindern. Katzen sind allgegenwärtig. So schön es ist, so dankbar bin ich dafür in Österreich geboren zu sein und da leben zu dürfen.








Abendgegessen haben wir im Hotel (www.villa-maroc.com). Abends wird es hier ziemlich nebelig und kühl.



Wir haben den letzten Tag hier einerseits im Hotel andererseits hautschonend in den Souks verbracht. Die marokkanische Sonnencreme, die wir verwendet haben, hat leider nicht gehalten was sie versprochen hat. Macht auch nichts, wir fanden genug Schattenplätze und Geschäfte zum Einkaufen 🤣🙈.
Den Nachmittag nutzten wir für einen Besuch im Hammam. Geschrubbt und gesalbt lässt es sich gut ruhen. Zum Abendessen trafen wir dann eine unserer Mitwanderinnen. Den Abend lassen wir auf der Terrasse ausklingen. Vor 23.00 Uhr brauchen wir nicht ins Bett gehen, denn solange dröhnt die Musi von allen Seiten. Fast so schlimm wie der Weckruf des Muezzins um 06.00 Uhr 😉




Heute wurden wir um 8.00 Uhr abgeholt und in einer dreistündigen Fahrt zum Flughafen Marrakesch gebracht.
Schön war’s, ereignisreich, spannend und dann auch erholsam.



Zusammenfassung

Heute geht es endlich ans Meer. Leider quält mich seit heute Früh der Bauch, Edi geht es dafür wieder gut. Ich hoffe dass das Immodium gut wirkt, sonst wird die Busfahrt ein Horror.
Wir fahren mit dem Supratour Bus um 10.45 Uhr in Marrakesch los und erreichen nach einer angenehmen gekühlten Fahrt um 13.45 Uhr Essaouira.
Wir wohnen die nächsten 3 Tage in der Villa Maroc. Dieses Haus ist absolut empfehlenswert: wunderschöne Zimmer, tolle Dachterrasse und sehr gutes Essen.




Ich habe nur leider nicht viel davon, weil ich jetzt auch krank bin. Hoffentlich ist der Spuk morgen vorbei und wir können endlich die Stadt richtig erkunden. Der kurze Stadtspaziergang heute hat mich sehr angestrengt.




Nachdem wir noch ein Bild vom Besitzer des Riads gekauft haben, machen wir uns auf den Weg in Richtung Anima Garten.
Der Weg führt uns durch das Vallee de L’Ounila, eine wundervolle Landschaft, Oasen liegen im Flussbett, über dem sich die Straße schlängelt und sich wunderschöne Ausblicke anbieten. Nur leider sind hier aber such die Zerstörungen, die das Erdbeben hinterlassen haben, massiv. Die Menschen müssen zum Teil in Zelten leben (insgesamt wurden ca. 29.000 Häuser zerstört) und der Winter mit viel Schnee steht in den Bergen vor der Tür. Das kann man sich bei den Temperaturen kaum vorstellen. Immer wieder begegnen uns am Weg Hilfstransporte mit Zelten, Mehl und Wasser schwer beladen.











Der Anima Garten von André Heller begeistert uns alle drei. Er zählt nicht umsonst zu den schönsten Gärten der Welt.

















Zurück in Marrakesch steht jetzt mal erholen auf dem Plan.
Es ist heute etwas bewölkt. Beim Abmarsch vom Camp präsentiert sich der Mond mit einem riesigen Hof. Sowas habe ich noch nie gesehen. Der Weg führt zuerst durch das ausgetrocknete Flussbett des Draa Flusses, dann durch die Dünen zum nächsten Plateau, wo sich am Horizont schon die nächsten Dünen zeigen. Heute haben wir aber erschwerende Umstände, da sich ein Sandsturm zusammenbraut und wir jetzt schon wissen, dass es im Camp gar keinen Schatten geben wird. Die Sicht wird trüb, der Wind kommt Gott sei Dank von Osten und wir haben ihn im Rücken.
Im Camp sinkt die Stimmung bei einigen auf unter Null. Es ist heiß, wir können das Zelt wegen des Sandsturms lange nicht verlassen, es ist stickig heiß und wir werden von den Fliegen malträtiert. Doch nach einem kurzen Zusammenbruch können wir wieder gemeinsam lachen und irgendwie vergeht die Zeit dann doch. Die umliegenden Dünen werden erklommen, nachdem der Wind nachgelassen hat (dort gibt es ja auch Internet 🤪).
Unser Koch Mohammed übertrifft sich dann mit dem Abendessen und Abdel und die Jungs trommeln danach zu ihren Lieblingsliedern. Ein stimmiger Abend findet ein Ende.






Wir wurden heute wieder um 5 Uhr geweckt. Abfahrt um 6.15 vom Camp. In der Zwischenzeit wurde gefrühstückt, abgebaut, verpackt und aufgeräumt. Unglaublich, wie flott das schon ging. Der Abschied vom Team war sehr herzlich und dann ging es los mit 2 Geländeautos knapp 3 Stunden durch die Wüste über den ausgetrockneten Lac Iriki bis zur befestigten Straße in Foum Zguit, wo der Kleinbus schon auf uns wartete. Desert Diving hat schon was🤣👍 Endlich, aber auch mit einem weinenden Auge, zurück in der Zivilisation ist der erste Stopp ein Café mit eiskaltem Cola und Kaffee. Was für ein Genuss! Nach dem Picknick zu Mittag trennt sich die Gruppe: ein Teil fährt zurück nach Marrakesch, ein Pärchen bleibt in Quarzazate und wir, gemeinsam mit Susanne, sind hier in the middle of nowhere um morgen zum Anime Garten weiter zu fahren. Das Quartier Kasbah du Peintre hier in Wawesmant, nahe Ait Ben Haddou hat uns mehr als überrascht. Ein Hotel wie in einem orientalischen Märchen. Jetzt geht es nach dem ersten Bier und Tee mal unter die Dusche 🚿!!
Edward ist krank und hat Fieber. Das steckte wohl schon in den letzten Tagen in ihm. Wir hoffen, dass das Parkemed hilft.
Wir werden hier sehr mit den Zerstörungen des Erdbebens konfrontiert. Die Menschen sind aber so dankbar, dass man kommt. Denn schon Corona hat vielen beinahe die Existenz gekostet und wenn jetzt auch noch die Touristen wegbleiben, wäre das eine Katastrophe.






Danke an alle in der Gruppe für das gemeinsame Wandern, Lachen, Verständnis, … ihr wart alle so toll und ich bin froh euch kennengelernt zu haben! 😃
Wir kommen hier fast um in der Hitze und freuen uns schon sehr auf die Zivilisation. Wir sind in den letzten 3 Tagen knapp 40 Kilometer gewandert, ab 6 Uhr morgens bis längstens 11.30, und das bei 38 Grad. Für uns eine Grenzerfahrung. Edi geht es mit dem Kreislauf nicht so gut, darum hat er die Große Düne (120 m) ausgelassen, die wir barfuß zum Teil auf allen Vieren, noch vor Sonnenaufgang erklommen haben. Der Ausblick entschädigt für fast alle Strapazen. Edward zieht mit der Karawane durch die Dünen und wir treffen ihn und das Wasserkamel nach der Erklimmung der Großen Düne wieder.
Jetzt sitzen wir im Camp, der Sturm mit ausreichend Staub und Sand im Gepäck bläst uns um die Ohren. Es gibt glaube ich keine sandfreie Körperöffnung 🤣
Es verblüfft übrigens sehr, wo überall das Internet funktioniert. Am besten auf den hohen Dünen.




Weil es gestern so heiß war und es mir nicht gut ging, wurde beschlossen, heute früher wegzugehen. Abdel weckte uns so schon um 5.00 Uhr und nach dem Frühstück und dem Verpacken aller Utensilien (alle Zelte, Kochgeschirr, Gepäck, Matten) gingen wit kurz nach 6.00 Uhr los. Und das sehr flott. Die Kühler des frühen Tages mussten wir nutzen. Dafür bot sich uns ein traumhafter Sonnenaufgang.
Nach einigen Pausen, mit Wasser, und einer zusätzlich mit Nüssen, Feigen und Datteln, erreichten wir unser Tagesziel nach 17 Kilometern und ca. 24.000 Schritten gegen 11.30 Uhr am Fuße der großen Düne. Das Ess- und Küchenzelt standen bereits, die Dromedare standen dekorativ auf der Düne und das Essen duftete bereits verführerisch. Es gab Linsen, Salat, Oliven und Brot. Dazu trinken wir literweise Verbene Tee.
Den Nachmittag verbringen wir im Esszelt im Schatten und warten auf den Abend. Abdel wird mit uns für den Sonnenuntergang auf eine Düne klettern. Das ist immer das Highlight des Tages.





