Marokko – 4. Tag – 3.10.2023 – 1. Wüstentag

Wir lassen die besiedelten Gebiete hinter uns, richten unseren Blick nach vorne und wandern in die unendlich erscheinende Weite der Sahara. Unser Gepäck wird auf Lastdromedare verladen. Die folgenden Tage brauchen wir nur mehr unsere Tagesrucksäcke zu tragen.

Wir brechen gegen 7.00 Uhr auf und ziehen durch eine ehemalige Oase in Richtung Süden. Die ersten Dünen leuchten in der aufgehenden Sonne.

Noch sind wir motiviert, aber mit jeder Minute, mit der die Sonne steigt, wird es heißer. Wir machen einige Pausen, trotzdem ist es für mich nach 15 Kilometer genug. Mir ist schlecht und eine Mitreisende akupunktiert mir den Sonnenstich weg, und auf dem Dromedar geht es den letzten Kilometer ins Camp, das wir gegen 12.30 nach knapp 16.5 km erreichen. Nach ein paar Gläsern Tee kann ich aber wieder mit den anderen lachen.

Fazit: Wer rechnet hier mit einer Hitzewelle, weiße Wespen und kleine Fliegen sind superlästig. Ich fürchte mich vor morgen!

Jetzt freue ich mich auf den Sonnenuntergang im Sandmeer, das supergute Abendessen unseres Berber Kochs und die Übernachtung unter dem eindrucksvollen Sternenhimmel im Orient. Doch jetzt genießen wir noch das Fläche Licht und die feinen Sandzeichnungen in den Dünen.

Marokko – 3. Tag – 2.10.2023 – Über den Hohen Atlas

Reise zum Palmenhain nach M’Hamid

Nach einem sehr frühen Frühstück um 05.00 Uhr brechen wir um 06:00 Uhr Früh am Morgen Richtung Süden auf. Die Fahrt führt über den eindrucksvollen Tizi-n-Ticka-Pass (2.260 m) im Minibus. Die schroffe Landschaft, die ärmlichen Dörfer, die Einsamkeit faszinieren und erschrecken uns gleichzeitig.

Wir lassen Marrakesch hinter uns, die Landschaft öffnet sich und gibt den Blick frei auf die Bergketten des Hohen Atlas. Vorbei an ärmlichen Dörfern, schroffen Felsen und Terrassenfeldern erreichen wir den Pass, fahren weiter, der Sahara entgegen. Die Täler werden breiter, nach Ouarzazat, wo es ein riesiges Filmstudio gibt (Gladiator, Lawrence von Arabien) fahren wir weiter südwärts über den Tizi-n-Tinifift (1.680 m) ins fruchtbare Draatal mit seinen alten Kasbahs, Dörfern, Palmen und Oasen. Nach Zagora erblicken wir die ersten Dünen, fahren zur Oase von M‘Hamid. Einer Fata Morgana gleich treffen wir auf unser Begleitteam und richten das erste Camp am Ausgang des Palmenhains ein.

Wir werden mit Eisenkrauttee, Berberkaffee, Tajine mit Gemüse und Brot verwöhnt und genießen den Abend. Wir schlafen im Freien unter der Milchstraße und dem Sternenzelt ein.

Wanderung: ca. 45 Min Gehzeit
Fahrzeit: ca. 9 Std.
Übernachtung im Camp

Marokko – 2. Tag – 1.10.2023 – Marrakesch

Der Djemaa el Fna ist wohl der lebendigste und berühmteste Platz Afrikas. Jeden Tag von Neuem findet hier ein großes Freiluftspektakel statt, mit Akrobaten, Schlangenbeschwörern, Märchenerzählern, Wunderheilern, Garküchen und vielen Attraktionen mehr. Aber die Stadt bietet noch weitere Eindrücke wie aus „1001 Nacht“: Paläste und unendlich fein verzierte Koranschulen, verwinkelte Gassen in der Medina, Gewürze und Düfte, Gärten und Palmenhaine.

Ein Weisheit unseres Reiseleiters zu den Verkehrszeichen in Marrakesch:

In Italien sind die fakultativ,

In Österreich sind Verkehrsszeichen obligatorisch,

in Marrakesch jedoch immerhin dekorativ.

Die Beschreibung und auch diese Weisheit erweisen sich allesamt als wahr bei der Stadtführung durch die Medina.

Für Mopeds ist kein Weg im Souk zu eng.

Es geht kreuz und quer durch die alte Stadt bis zur Koran Schule Mederna Ben Youssef, wo wir die beeindruckende maurischen Architektur der zweitgrößten Koranschule der arabischen Welt bewundern.

Wir decken uns noch mit Ölen und Gewürzen ein und nach dem Mittagessen ziehen wir uns im Riad zurück und packen unsere Taschen um, denn morgen geht es in die Wüste.

Der Sonnenuntergang am Platz der Gaukler musste wieder sein und das Abendessen an einem der vielen Stände hat uns sehr geschmeckt.

Bemerkenswert

Marokko – 1. Tag – 30.9.2023 – Wanderreise

Max war so lieb, und hat uns zum Flughafen gebracht. Heute regnet es in Wien, der Abschied fällt somit leicht.

Wir starten fast pünktlich von Wien weg. Die Flugzeit soll 3.50 Stunden betragen. Wir sind aufgeregt, neugierig und diesmal ziemlich schlecht vorbereitet 🤣 Gott sei Dank gibt es Vorort einen Reiseleiter.

Der Flug war sehr angenehm. Edward hat superschöne Sicht gehabt, ich hab geschlafen.

Nachdem wir unser Quartier, ein gemütliches Gästehaus in der Medina bezogen haben, erkunden wir die Altstadt. Marrakesch wuselt, ist betriebsam und laut, auf den Straßen, in den Souks. Es ist herrlich orientalisch. Die Menschen sind freundlich, zwischen den Häusern ist die Hitze erträglich und man kann sich auch schon mal verlaufen. Immer wieder sieht man die Zerstörungen, die das Erdbeben hinterlassen hat. Der Schutt wurde weggeräumt, die Wände gebölzt und schon funktioniert das Geschäft wieder.

Wir essen genial gut zu Abend und suchen uns dann eine Dachterrasse am Platz der Gaukler und genießen das bunte Treiben.

Platz der Gaukler

27. JULI 2023

Am Vormittag war es endlich sonnig. Darum war ich schon kurz nach 9.00 Uhr bei der Areitbahn in Zell am See. Die Aussicht zum Kitzsteinhorn war sensationell. Ein paar Höhenmeter bin ich gewandert, aber ich muss zugeben, ich bin etwas aus der Übung. Da sitzt es sich doch viel besser bei einem Kaffee mit Aussicht.

Arbeit Alm

Ich bin ein Mensch mit extremer Höhenangst. Hohe Türme, Leitern und dergleichen sind für mich nahezu unerklimmbar. Trotzdem bin ich heute über meinen Schatten gesprungen und habe mir den Traum vom Fliegen erfüllt und dank Sepp von falkenair http://www.tandem-paragliding-zellamsee.com ein unvergessliches Erlebnis. VIELEN DANK!!