Georgien Rundreise   – 7. bis 15.6 2023

5. Tag: Achalziche – Gori – Uplisziche – Ananuri – Stepanzminda/Kasbek. Wir folgen einem Abschnitt der Seidenstraße in die Region Kartli und erreichen nach einem kurzen Stopp beim Geburtshaus Stalins in Gori die Höhlenstadt Uplisziche aus dem 1. Jahrtausend v.Chr. – die Stadtanlage mit Theater und Palästen ist noch gut nachzuvollziehen. Entlang der Georgischen Heerstraße inmitten des Großen Kaukasus passieren wir den Skiort Gudauri und die Festungskirche Ananuri (Besichtigung). Mit herrlichen Ausblicken auf die Bergwelt des Kaukasus geht es über den Kreuzpass und entlang des Tergi-Flusses nach Stepanzminda am Fuß des Kasbek.

Heute müssen wir sehr früh los, weil wir für die oben beschriebene Strecke 6 bis 7 Stunden benötigen und es keine Autobahn gibt.

Zu unserem 1. Besichtigungsstopp, der Höhlenstadt Uplisziche sind wir ca. 1,5 Stunden unterwegs. Der Wettergott ist uns hold und wir können diese schöne Felsenstadt, gemeinsam mit gefühlt 10000 kreischenden Kindern, bei Sonnenschein besuchen. Die Höhlen sind vielleicht nicht so genau herausgearbeitet wie in Vardzia, jedoch fühlt man hier das Leben und nicht so sehr die Bedrohung. Diese Stadt ist geprägt durch hellen Sandstein, Hallen, Sonnentempel, Weinpressen, …

Nach dem Mittagessen und einem kurzen Stopp bei Stalins Geburtshaus in Gori geht es weiter zur Wehrkirche in Ananuri.

Der Personenkult um Stalin samt dem riesigen Museum unter georgischer Flagge ist mir nicht verständlich.

Ananuri
Und zwischen den Touristen wird geheiratet.

Es geht weiter über Gudauri über den Kreuzpass, mit einer Passhöhe auf 2395 m, über die furchtbar schlechte Heeresstraßen, die die Hauptverkehrsader nach Russland ist, nach Stepanzminda, am Fuße des Kasbek. LKW drängt sich an LKW, Pkws, dazwischen Hunde und Kühe, durch Regen und Sonne schlängelt sich diese Verkehrsader. In Gudauri wächst gerade ein Schizentrum und rundherum Berge, satte grüne Wiesen, gelbe Azeleen, ein Traum!

Kasbek
Hier reiht sich LKW an LKW, die auf die Abfertigung nach Russland warten, zwischen 2 Tagen und 2 Wochen!!! Bis zur Grenze sind es hier noch ca. 40 Kilometer

Georgien Rundreise   – 7. bis 15.6 2023

4. Tag: Ausflug Höhlenstadt Wardsia. Wir folgen dem Mtkwari in die Bergwelt des Kleinen Kaukasus, wo wir die faszinierende Höhlenstadt Wardsia besuchen, die im 12. Jh. als Verteidigungsanlage gegen die Seldschuken erbaut wurde. Aus einem Hang des Eruscheti-Bergs wurden mehr als 3000 Höhlenwohnungen herausgeschlagen, die sich über 7 Stockwerke ziehen – zur Stadt gehörten auch eine freskengeschmückte Kirche, Bäckereien, ein Kloster uvm. Über Treppen und durch Gänge lernen wir das faszinierende Fels-Labyrinth kennen. Am Nachmittag Rückkehr nach Achalziche und Besuch der Rabat-Festung.

Nachdem es die halbe Nacht heftig geregnet hat, machen wir uns um 9.00 Uhr auf den Weg ins 62 Kilometer entfernte Vardzia.

Mtkvari Fluss

Die Kletterei in dem Felsenkloster war wirklich herausfordernd aber so faszinierend. Rauf und runter zwischen natürlich gekühlten Lager- und Wohnräumen und einer in den Fels gehauenen Kapelle machen wir den Schwalben Konkurrenz. Es ist unbeschreiblich was die Menschen da erbaut haben. Von Erdbeben und feindlichen Belagerern oft zerstört, sind heute noch ca. 500 der ursprünglich 3000 Höhlen erhalten. Es leben noch 4 Mönche ganzjährig dort.

Zurück im Hotel bleibt kurz Zeit zum Wäsche wechseln und für einen Regenguss und dann geht es weiter zur Festung Rabat in Achalziche . Und auch dort bleiben wir vom Regen nicht verschont. Ganz im Gegenteil, es schüttet wie aus Kübeln. Darum besuchen wir das Museum zuerst und hoffen dass es in der Zwischenzeit aufhört.

Sturzflut

Georgien Rundreise – 7. bis 15.6 2023

3. Tag: Tbilisi – Mzcheta – Achalziche

Mzcheta, die alte Hauptstadt und das religiöse Zentrum Georgiens (UNESCO-Welterbe), ist unser erster Halt: Besuch der Dschwari Kirche (6. Jh.) und der beeindruckenden Swetizchoweli Kathedrale (11. Jh.). In Iagos Weinkeller lernen wir die georgische Tradition des Weinbaus kennen. Nach einem kurzen Stopp im Kurort Borjomi erreichen wir am Abend Achalziche.

Frühstück mit Stadtblick

Nach dem Frühstück im übrigens super gelegenen Hotel Golden Tulip (hoch über dem Fluss mit Blick über die Stadt) fahren wir um 9.00 Uhr los in Richtung Südwesten. Der Verkehr hier ist unglaublich, alles fährt mit dem Auto und das mündet logischerweise in langen Staus.

Jvari Kloster ca. 600 n.C.

Svetiskhoveli Kathedrale 11. Jhd

In dieser beeindruckenden Kathedrale, habe ich einerseits meiner Wanderstein ausgelegt und auch den Zwilling meines Sohnes getroffen.

Nino Kreuze nennt man die Kreuze mit schrägen Querbalken, benannt nach der Hl. Nino.

Diesen Wanderstein habe ich neben der Kathedrale ausgelegt.
Doppelgänger 😲

Wir trinken einen türkischen Kaffee in einem kleinen Lokal abseits der Touristenströme und fahren dann weiter in Richtung Westen zur Weinverkostung.

Hier wird Wein ganz anders hergestellt. Der Traubensaft kommt samt Schale, Kerne und Stielen in eine riesige, im Erdboden vergrabene Amphore. Dort wird er vergoren. Die Maische setzt sich dann ab, die Amphore wird dann verschlossen, mit Erde abgedeckt und nach 6 Monaten in Flaschen abgefüllt.

Durch das Golchomi Tal fahren wir in den Süden nach Achalziche. Kurzer Stop in Borjomi, um dort sehr schwefeliges, aber gesundes Wasser zu kosten.

Ankunft im Hotel Lomsia 18.45 Uhr.

Georgien Rundreise – 7. bis 15.6 2023

2. Tag: Tbilisi. Tbilisi ist eine interessante Mischung aus Alt und Modern: Wir beginnen unseren Rundgang bei der Metechi Kirche
(13. Jh.) und spazieren durch die schönen Gassen der Altstadt zur Synagoge, zur Sioni Kathedrale und zur ältesten Bäckerei der Stadt. Beeindruckend ist der Besuch der Schatzkammer im Historischen Museum. Wir fahren zur Narikala Burg (4. Jh.) hinauf, von der wir zur Moschee und zu den Schwefelbädern Abanotubani hinab spazieren.

Das ist mal der Plan. Nachdem wir erst so spät im Bett waren, gibt es um 9.00 Uhr Frühstück und wir treffen uns um 10.00 Uhr. Wir sind eine Gruppe von 4 Personen! Das ist sensationell. So ist man schnell und flexibel und muss nicht ständig warten.

Es ist heute bewölkt, zwischendurch scheint die Sonne und wir werden alles zu Fuß gehen. Na dann 🙃

In Tiflis ist es aufgrund der Kessellage, und Tbilisi bedeutet auch warmes Wasser, sehr dampfig warm.

Wir besuchen einige der nahezu unzähligen georgische Kirchen (Metekhi Kirche, Sioni Kathedrale,…), Synagogen, eine Moschee und interessante Passagen.

Der Stadtspaziergang wurde für ein tolles georgisches Mittsgessen im Bread House unterbrochen.

Das Essen ist hervorragend, obwohl alles mit viel Koriander gewürzt ist.

Da die Nacht sehr kurz war, sind wir ziemlich müde und schweben deshalb danach mit der Seilbahn hinauf zur Burg, statten der Mutter Georgiens einen Besuch ab, bewundern die Stadt von oben und wandern über viele Stufen, vorbei an der einzigen Moschee, wo Sunniten und Schiiten gemeinsam beten, vorbei an den Bädern zurück in die Altstadt. Jetzt steht dann noch das Historische Museum auf dem Plan.

Ein absolutes Muss ist die Schatzkammer des Historischen Museums!

Abendessen waren wir im Restaurant Mukhambazi, ein am Stadtrand liegendes Restaurant mit einem wunderbaren Gastgarten, das bei den Einheimischen sehr beliebt ist. Die Küche ist sehr deftig, es wird mit viel Käse und Maismehl gekocht, dazu gibt es aber immer Gemüse und alles wird mit Kireander abgeschmeckt.

Georgien Rundreise – 7. bis 15.6 2023

1. Tag: Wien – Istanbul – Tbilisi. Zu Mittag Flug mit Turkish Airlines über Istanbul nach Tbilisi, Ankunft in Nacht auf Donnerstag 02.00 Uhr und Transfer zum Hotel.

Es geht los. Meine Mama und ich machen uns fertig um zum Flughafen zu fahren. Gefühlt 1000 Ladegeräte, Fotoapparat, Kindle-Ebook-Reader, Ticket, Kreditkarte und Pass sind eingepackt. Wir starten in einen anstrengenden Tag mit 7 Stunden Zwischenstopp in Istanbul bevor es weiter nach Tiflis geht.

Das Schaf ist startklar 😃
🇬🇪

Das 1. Hoppla haben wir erledigt: das Schaf wurde in der Regenlacke gebadet und ist jetzt waschelnass 🫢🤪 Jetzt kann nichts mehr schief gehen.

Mama und ich

16.30 Wir sind mittlerweile in Istanbul und direkt in die Lounge marschiert, weil wir 7 Stunden bis zum Anschlussflug nach Tiflis überbrücken müssen. 6 Stunden kosten für uns beide € 120 Euro, die sind aber gut investiert.

Hier wartet es sich gut

Letztendlich nach einem ruhigen, aber etwas verspäteten Flug kommen wir gegen 3.15 Uhr im Hotel an. Na dann gute Nacht 🌃

Urlaubszusammenfassung

Der Weg

Nach einer Woche krank durch das Corona-Virus mit all seinen Auswirkungen, das wir uns auf Rügen eingehandelt haben, folgt jetzt eine kurze Zusammenfassung:

  • 2.300 Kilometer
  • 3 große Flüsse: Moldau, Elbe und Havel
  • 1 Meer: Ostsee
  • 1 statt 2 Veranstaltungen: Grönemeyer musste coronabedingt ja leider sein Konzert in Berlin absagen, aber Pawel Popolski durften wir miterleben
  • Viele Steine vor allem Hühnergötter
  • 1 Rügenfisch
  • 1 qualmendes Dampfross namens Roland
  • Minutenweise anderes Wetter
  • Viel Kreide
  • Noch mehr Fischbrötchen: mein liebstes mit geräucherter Buttermakrele, Edi mag Lachs lieber
  • Elbsandsteingebirgeliebe in der Sächsischen Schweiz entdeckt

Und die Erkenntnis, dass wir mit dem Osten Deutschlands, sowohl im Süden als auch im Norden, noch lange nicht fertig sind und sicher wiederkommen.❤

Rügenfisch und Hühnergötter

Lichtenhain, Wanderung im Elbsandsteingebirge, 2.6.2022

Edward ist krank. Ausgerechnet im Urlaub. Darum war ich heute bei Traumwetter allein unterwegs. Diese Wanderung ließ ich mir nicht nehmen.

12 Kilometer und einige Höhenmeter zwischen Himmel und Hölle.

Vom Berghof Lichtenhain durch Wiesen und dann einen steilen Wald hinunter ins Kirnitzschtal und dann über den Malerweg bis zur Kleinen Hölle. Hinauf geklettert, teilweise auf allen Vieren, und gestiegen, hinauf zum Carolafelsen. Dort bot sich mir ein wunderbarer Rundblick. Sogar Dresden war am Horizont zu erkennen.

Auch das findet man am Weg.
Es waren viele Stufen zu steigen.
Der Weg durch die Hölle
Carolafelsen
Rundumblick

Weiter über die Affensteinpromenade zur Domerkeraussicht. Von dort geht es hinunter über unzählige Stufen über den Domkessel in Richtung Nassen Grund. Leider gab dort mein Akku auf und ich weiß nicht, wieviel Kilometer es genau waren. Ich biege dann in den Malerweg ein, der mich bis zur Eulenlike führt. Der endet im Verbindungsweg im Nassen Grund und von dort geht es leicht bergab zur Kirnitzschtalstraße.

Mit der Straßenbahn 🚊 fahre ich bis zum Kurpark in Bad Schandau, wo mich Edward abholt, dem es vorerst, aber nur kurz, etwas besser geht.

Wir trinken noch einen Kaffee in dem netten Ort und fahren dann die 8 Kilometer zurück.

Morgen fahren wir gleich in der Früh zurück nach Österreich, vorerst ins Waldviertel, denn mit dem kranken Mann ist an keine Wanderung zu denken. Sehr schade, ich hätte noch was vorgehabt. Hoffentlich geht es ihm bald besser.

Binz nach Sebnitz/Lichtenhain, 1.6.2022

Heute war Abreisetag und wir mussten uns schweren Herzens von der Ostsee verabschieden. Aber wir kommen sicher wieder! Sogar mein Schaf dchaut traurig, wollte erst den Strandkorb nicht verlassen und konnte nur mit Dünengras dazu überredet werden 😉

Den zerstörten Seitenspiegel ersetzten wir noch schnell durch einen Kosmetikspiegel, den Edward mit Teppichklebeband und einem Schuhband bombenfest befestigt hat. Er hat sich knapp 700 Kilometer nicht gelöst 👍 Anders wäre aber die Fahrt auf den deutschen Autobahnen sehr mühsam gewesen.

Rügener Brücke -Stralsund

Jetzt sind wir am süd-östlichen Ende der deutschen Platte. Wunderschön ist die Sächsische Schweiz, aber irgendwie herrscht auch hier noch der DDR-Charme. Edward fühlt sich etwas krank, darum habe ich den Abendspaziergang alleine genossen und hoffe, dass wir morgen eine Wanderung durch das Elbsandsteingebirge unternehmen können.

Binz – Sellin, 31.5.2022

Der heutige Tag ist insofern etwas ganz besonderes, denn es hat den ganzen Tag NICHT geregnet 😁

Darum machten wir uns gleich nach dem Frühstück auf über den Höhenwanderweg nach Sellin zu wandern, an der Ostseite der Insel. Hier geht es stetig auf und ab durch den Buchenwald, immer wieder an Ausblickstellen vorbei und man trifft kaum andere Wanderer. Wir wundern uns zwar immer wieder über ambitionierte oder anders gesagt, verirrte Radfahrer, denn der Weg ist fußgängerfreundlich, aber absolut nichts für Radfahrer. Aber wer Verbotschilder ignoriert, den bestraft das Leben 🤣. Wir waren knapp 2 Stunden unterwegs und gönnen uns dann bei der Seebrücke Sellin nicht nur zwei neue T-Shirts für Edward und eine Jacke samt Rucksack für mich sondern auch ein Bier und eine Weinschorle.

Zurück nach Binz fuhren wir mit dem Rasenden Roland im offenen Waggon. Diese Schmalspurbahn wird von einer Dampflok gezogen und ist für die Rügener ein wichtiges öffentliches Verkehrsmittel. Wir sind geräuchert und machen uns über das „umweltfreundliche“ Verkehrsmittel lustig.

Danach gab es noch zur Jause Lachsbrötchen bei Kuse und dann war dringend der verspätete Mittagsschlaf fällig, bevor wir zum Abendessen in den Weltenbummler an der Strandpromenade gingen. Auch diese Empfehlung war goldrichtig. Das Essen war sensationell!

Am Strand Fischräucherei Kuse

Zurück laufen wir am Strand der Wasserlinie entlang. Es ist noch nicht ganz dunkel und ich kann mich nicht satt sehen an dieser Kulisse. Ich will noch da bleiben! Aber morgen verlassen wir Rügen in Richtung Sächsische Schweiz. Es war so schön und wir kommen sicher wieder.