Heute Nachmittag ist es endlich soweit. Unser Haus wird ganz offiziell übergeben. Nachdem in den letzten Wochen die Arbeiter nahezu im Akkord gearbeitet haben und sich dabei ab und zu auch gegenseitig auf die Zehen gestiegen sind, sind die Arbeiten der Fa. Magnum heute abgeschlossen. Bis auf ein paar Kleinigkeiten hat alles wie am Schnürchen geklappt und ist auch wunderschön geworden. Vor allem Balkon und Terrasse übertreffen alle Erwartungen. Ich bin froh, dass wir uns zur Dachterrasse durchgerungen haben. Den Abend bis zum Sonnenuntergang dort oben zu genießen 😊 ist wirklich das Tüpfelchen auf dem i.
Beim Innenausbau sind wir jetzt auf uns allein gestellt. Nächste Woche beginnt der Tischler mit dm Einbau von Böden, Küche und Bad. Der Maler und Fliesenleger sind beauftragt und sehr ambitioniert auch die Umzugsfirma.
Mitte Juni wollen wir dann einziehen. Wir können es kaum erwarten!
Seit Dienstag läuft die Wärmepumpe und somit auch die Fußbodenheizung und das Estrichaustrocknungsprogramm. Es musste zwar der Elektriker kurzfristig Feuerwehr spielen und herkommen, weil irgendetwas im Sicherungskasten falsch angeschlossen war, aber jetzt läuft sie und beschert uns im Haus ein subtropisches Klima. Es regnet im Keller von der Decke, es hat eine Luftfeuchtigkeit von 99 % und wir lüften und wischen und lüften und wischen. Ich habe vergessen, dass nicht nur 1900 l Wasser aus dem Estrich sondern sicherlich das 10fache aus den Betonwänden des Kellers heraustrocknen muss. Ich kann mir gar. iChat vorstellen, dass wir das irgendwann trocken bekommen 😳. Für den Keller besorgen wir jetzt zusätzlich Entfeuchtungsgeräte, damit es vielleicht aufhört von der Decke zu regnen.
Zwischenzeitlich war der Elektriker da und hat die Wetterstation für die Jalousiensteuerung montiert und der Installateur, der die beiden Hebeanlagen und ein provisorisches Klo montierte. Wir sind stolze Besitzer eines Throns😃👍
Und weil es gerade so gut läuft, haben heute die Fassader weiter gearbeitet und die Grundierung aufs Haus gemalt. Die Fenster sind abgeklebt und wenn wir Glück haben ist mit dem Farbputz morgen die Fassade fertig.
Uns reicht es mittlerweile mit der Kälte! Seit Wochen warten wir auf den Frühling und es wird statt besser immer schlimmer. Was ist denn das für ein Frühling?? Wir dachten, dass wir Saunatemperaturen im Haus haben werden, wenn nächste Woche das Heizprogramm für den Estrich gestartet wird, aber so wie es aussieht, wird es da gerade angenehm werden.
Am Ostersonntag hatte es gestern noch 19°!!!
Trotz alledem haben wir gestern begonnen, die Baunarben im Vorgarten unserer Nachbarin zu beheben und haben die Wiese neu angesät. Die Rosen und der im Herbst umgesetzte Flieder treiben aus und Edward hat das Laub weggekehrt, damit es ein bisschen ordentlicher aussieht.
Beim Rasen bin ich ja gespannt, ob der bei dieser sibirischen Kälte überhaupt irgendwann anwächst.
Aussaat
Die Arbeiter trotzen der Kälte und dämmen mittlerweile schon den Sockel. Wenn das fertig ist, könnte man ja mit dem Hinterfüllen mit Schotter und Erde beginne, zumindest an den Seiten, wo kein Gerüst mehr steht. Dafür müsste der Wettergott aber mitspielen und zumindest den Regen weglassen.
Diese Woche war sehr produktiv. Nachdem Edward Herrn Wessely von der Fa. Magnum sehr inständig gebeten hat, das Anbringen der Fassade zu forcieren, wurde wirklich das Haus diese Woche von der Fa. Gutdeutsch mit Dämmmaterial rundherum verpackt. Die Arbeiter sahen von Weitem so aus, als wäre die Tatort – Spusi – Truppe am Werk 😉
Tatorttruppe – SPUSI??
Zwei Seiten sind auch schon mit Putz verrieben, die beiden straßenseitigen Seiten müssen unter einer grünen Plane dem miesen Wetter standhalten. Wir hoffen, dass die Steinwolle das aushält.
Montag bis Donnerstag wurde die Fußbodenheizung montiert. Unglaublich wieviele Meter Schlauch da verlegt wurden. Man kann nur hoffen, dass das wirklich alles dicht ist.
FußbodenheizungslabyrinthFußbodenheizung und Estrich im Keller
Am Donnerstag begann die Fa. Wiedner mit dem Einbringen des Estrichs. Am Vormittag kam man mit schwerem Gerät in der Großen Bucht Straße an und dann war kurz die Aufregung sehr groß, weil der LKW nicht um die Kurve kam. Unter Ulis Argusaugen schafften sie es dann doch (Umdrehaktion vorne am Wasser machte es möglich) und am Nachmittag war der Estrich vermischt mit 1900 Liter (!!) Wasser im Haus.
Damit die Truppe auch das Wasser im Keller findet, wurde folgender Hinweis vom Installateur hinterlassen:
Wir haben WASSER!!! IM Haus!!!Täter??
Es schlug sogar der Wasseralarm bei Edward und unserem Obmann Andreas an. All das Wasser muss jetzt wieder hinausgelüftet werden. Eine ziemliche Herausforderung bei einer Außentemperatur von maximal -5 °C heute und morgen. Darum haben wir das Licht angelassen und ein kleines Heizgebläse aufgestellt. Jedenfalls müssen wir jetzt dreimal täglich lüften, damit die ganze Feuchtigkeit rausgeht und sich nicht in den Gipskartonplatten festsetzt.
Das Haus sieht jetzt schon viel mehr nach Wohnen als nach Baustelle aus. Was so eine Betonschicht ausmacht.
Estrich im Erdgeschoß
Den Nachmittag verbrachten wir dann auf der Interieur um festzustellen, dass es soviele Dinge gibt, die wir uns – siehe oben – nicht mehr leisten können. Aber wenigstens haben wir ein paar Blumenzwiebel erstanden – Calla und Schmucklilien – dich ich, wenn es endlich zu schneien aufhört und der Frühling kommt, in Töpfen einsetzen und im „Garten“ verteilen werde. Wetterbedingt ist das Zwergpfirsichbäumchen von Tim ins Haus übersiedelt. Alle Albträume von Edward wurden war: Das Haus ist noch nicht fertig und es stehen schon Blumen drin 😛 Zu meinem Entsetzen bin ich draufgekommen, dass es im ganzen Haus KEINE (!!!) Fensterbänke gibt. Wo sollen meine Pflanzen stehen??
Das Wetter entspricht zwar der Jahreszeit, uns bremst es aber ordentlich aus und stellt uns eine harte Geduldsprobe. Es trudeln aber auch wieder Pläne bei uns ein, die zu bestätigen sind und es erweckt den Anschein, als würde demnächst auf der Baustelle wieder etwas passieren. Ich studiere täglich den Wetterbericht und suche mir den besten aus. Einer besagt sogar Plusgrade ab 5.3. 😃 Die Hoffnung auf Fassade und Estrich lebt.
Man soll es nicht glauben, aber es tut sich wieder etwas auf der Baustelle. Schluss mit Weihnachtsfrieden, seit gestern steht das Gerüst, alle Jalousienkästen sind montiert und die Halterungen für den Stiegenaufbau für die Dachterrasse sind auch verschraubt. Wenn es jetzt irgendwann wärmer wird, kann mit der Fassade begonnen werden 😃
Nachdem die Dämmung und die Fassade temperaturbedingt den Weg auf die Außenwände nicht gefunden haben, waren zumindest die Installateure und die Elektriker fleißig. Das Haus hat mittlerweile alle notwendigen Kabel, Anschlüsse, Dosen und Stecker und seit heute einen Stromkasten und, zum Austesten, eine Glühbirne 💡 und Licht!! 🎄
Jetzt muss noch das E-Werk anrücken und den Zähler montieren.
Morgen und am Freitag wird die Beschüttung für den Estrich eingebracht und dann werden bis zum Frühjahr (oder bis zum Zeitpunkt vernünftiger Temperaturen) die Türen und Fenster für den Winterschlaf verschlossen.
Die einen verbringen den 1. Adventsonntag mit der Familie beim vorweihnachtlichen Zusammensein, andere bei einem Weihnachtskonzert, Edward und ich beim Fliesenlegen, weil uns der Fliesenleger versetzt hat. Aber gemeinsam sind wir stark und nicht umsonst seit 26 Jahren ein Team und schaffen auch unter massivem Druck der Heizungsfirma halbwegs vernünftig das Podest für die Heizung samt Warmwasserspeicher zu verfliesen und zu spachtel und auszumalen. Wer braucht schon Profis 😉
Trotz Heizkanone war es aber doch sehr kalt, besonders gestern, als Edward alleine werkeln musste, weil ich mit Tim am Nachmittag beschäftigt war. Manchmal geht Kuchenbacken dem Hausbauen vor.
Das bedeutet aber auch, dass es heuer wahrscheinlich mit der Fassade nichts mehr wird, weil es zu kalt ist. Aber es sind die Fenster drinnen und man kann sich mit Andis Heizkanone ganz gut helfen.
Das Schlauch-, Leitungs- und Kabelaufkommen im Haus ist gigantisch. Dass die Arbeiter da den Überblick bewahren, grenzt für mich an ein Weltwunder. Dass da auch noch Platz ist für die Fußbodenheizung und den Estrich und den Fußboden ebenso. Es gibt schon einen Sicherungskasten, die Sanitärinstallationen sind auch schon so gut wie fertig.
Leitungssalat
Wir haben sogar schon eine Satellitenschüssel am Dach und der Technikraum wird auch schon richtig voll. Einen Tick zu schnell für uns, weil wir jetzt rundherum ausmalen müssen.
Technikraum
Die Schlosserei arbeitet schon emsig an den Plänen für die Dachterrasse. Man hat sogar einen halbwegs schönen Weg gefunden den Belüftungsschacht zu ver- und umbauen.
Fehlen nur noch Strom und Fernseher 😉
Die Terrasse nimmt auch schon Formen an. Die Dämmung ist unter der Verblechung schon angebracht.
Heute waren ca 12 Mann gleichzeitig auf der Baustelle (Zimmerer, Dachdecker, Fensterfirma) mit dem Effekt, dass alle Fenster drinnen sind, eine provisorische Eingangstür das Haus versperrbar macht und fast alle Rigips Platten montiert sind.
Schlafzimmer
Stiegenhaus
Wenn man bedenkt, dass heute vor einer Woche begonnen wurde, steht da jetzt schon ein richtiges Haus 🏡
An der Aussicht sollte man arbeiten …
Interessant ist, dass die Fenster nicht eingeschäumt wurden, sondern mit eine Art Klebeband, das sich bei Wärme ausdehnt, beinahe eingeklebt werden.
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Noch sieht man bei den Fugen durch, aber ich habe mir sagen lassen, dass das beim Holzbau so gehört.