Vancouver, 10.8.

Nachdem wir alle aufgrund des Jetlegs nicht schlafen konnten – ich war ab 4 Uhr Früh wach – sind wir schon um 8 Uhr los, um die Stadt zu erkunden. Edward uns ich hatten von 4 Uhr weg also genug Zeit, die Online Reiseführer zu durchforsten und uns eine Route zu überlegen.

Zuerst führen wit mit der U-Bahn wieder zur Waterfront Station, um uns im Caffe Artigiano (https://www.caffeartigiano.com) ein richtig gutes Frühstück zu gönnen. Für ein sehr gutes Omelett, ein Schokocroissant und 2 Kaffee bezahlten wir 22 Can $.

Danach marschierten wir Richtung Gastown, dem ältesten Teil der Stadt und machten bei der Steam Clock Halt, die zu jeder vollen Stunde mit Dampfstößen in eine Art Orgelpfeifen die Zeit angibt.



Die Water Str. bis zum Maple Tree Square ist richtig hübsch. Hier gibt es nette Geschäfte und Lokale und alles ist sehr schick. Jedoch drei Straßen weiter am Weg zum Chinesischen Garten, der uns übrigens sehr enttäuscht hat (der frei zugängliche ist ungepflegt und schmutzig, für den anderen verlangt man 14 $/Person Eintritt!), sieht die Welt ganz anders aus. Nahe Chinatown tummeln sich die Obdachlosen und Junkies in Massen. Sehr befremdlich. Wir nahmen die U-Bahn und fuhren zurück nach Down Town in die Burrard Str. um von dort Richtung Canada Place so gehen. Hier zeigt sich die Stadt von ihrer schönen Seite. In den Glasfronten der modernen Hochhäuser spiegeln sich die alten, richtig schönen.

Ich hab auch noch nie einen fahrenden Pizzabäcker mit holzbefeuertem Pizzaofen gesehen 😂


Am Convention Center entlang führte uns der Weg zum Hafen, wo auch einige Hausboote neben riesigen Yachten liegen. Geld spielt hier keine Rolle. Acht geben mss man auf die zahlreichen Radfahrer, denen wir uns anschlossen und 4 Fahrräder für den Tag anmieteten (30 $/Person). Vancouver hat ein toll ausgebautes Radwegenetz. Wir umrundeten den Stanley Park. Der Weg führt immer am Wasser entlang und ist sehr schön. Aufgrund des Rauches von den Waldbränden nördlich von Vancouver, der die Luft so diesig macht, ist die Stadt und ihre Umgebung leider in Nebel gehüllt und nicht zu erkennen. Besonders die imposante Bergkulisse fehlt. Der Weg führt uns nach Granville Island mit seinem Public Market und unzähligen Lokalen, wo wir gefühlt mit dem Rest der Welt die Gegend erkunden und hervorragend Mittagessen.


Zurück zum Fahrradverleih wählen wir den Weg entlang der Lost Lagoon. Nach den 22 Kilometern am Rad schlug der Jetlag wieder gnadenlos zu und wir beschlossen unsere Müdigkeit in der Abendsonne auf der Terrasse des Convention Centers bei einem Cocktail zu übertauchen. Zum Abendessen fuhren wir zurück nach Yaletown in die Gegend zwischen Mainland Str. und Hamilton Str. Die Lokale sind hier alle hipp und teuer und gut besucht.

Und es stimmt, hier gibt es wirklich das beste Sushi der Welt, denn Spicy Tuna und unterschiedlichste Rolls mit klingenden Namen wie Pink Lady waren sensationell!
Morgen ist um 8:30 Treffpunkt und es geht weiter nach Seattle mit dem Bus.

Vancouver Canada, 9.8.2017

Heute beginnt unser Amerika Abenteuer. Mit dem Taxi (36€) ging es zum Flughafen, Sabine und Robert liefen uns auch gleich über den Weg.

Erstaunlicherweise ging es sowohl bei der Gepäckaufgabe als auch beim Sicherheitscheck extrem flott. Es hat schon was Gutes, wenn man unter der Woche fliegt.

Erster Zwischenstopp in Amsterdam, Ankunft 10:59

Der 9,5 Stunden Flug war sehr angenehm und an den richtigen Stellen hätten wir tolle Sicht unter anderem auf das Packeis im Nordatlantik und die Rocky Mountains mit Gletschern und eisblauen Gebirgsseen.



Nach der Landung führen wir gleich mit dem Taxi ins Hotel. Jetzt wissen wir, dass es auch einen Gratis-Shuttle gegeben hätte 😉 Leider haben wir das falsche Hotel gebucht – statt Sandman City das Sandman Flughafen. Das ist wirklich am Ende der Platte. Man braucht mit der U-Bahn fast 45 Minuten in die Stadt und geht bis zur Station schon fast 15 Minuten.

Wir steigen bei der Station Waterfront aus und gehen Richtung Seaside. Leider ist es sehr diesig und schwül und die Aussicht haut uns auch nicht vom Hocker. Aber wahrscheinlich sind wir nur müde. Irgendwo entlang der Granville Street haben wir uns dann ein Bier und erstes kanadisches Junkfood gegönnt und festgestellt, dass uns Vancouver noch nicht richtig beeindruckt hat. Mal sehen, wie sich die Stadt präsentiert wenn man ausgeschlafen ist.

Einerseits gibt es viele dicke große Autos, andererseits auffallend viele Obdachlose und Junkies. Das ist in Anbetracht dessen, dass Vancouver zu den lebenswertesten Städten der Welt gehört eher verstörend.

Und anscheinend leben hier wahnsinnig viele Asiaten.


Fix und fertig fallen wir gegen 10 Uhr Ortzeit (5 Uhr Wiener Zeit) ins Bett.

8.8.2017

Zum Üben, wie man denn dann bei der Sonnenfinsternis mit der Kamera, Stativ und diversen Filtern halbwegs vernünftige Fotos schießt, hat man uns gestern, einfach so, eine Mondfinsternis auf den Abendhimmel gezaubert. Wenn man daran denkt und die automatische ISO-Einstellung ausschaltet, sollte es eigentlich klappen (ich geb´s zu, ich habe keine Ahnung davon 😉 – ich wiederhole nur Edwards O-Ton).

Wie auch immer. Die Koffer sind fast fertig gepackt, eingecheckt ist auch schon, Reiseunterlagen im Rucksack, Ladegeräte wurden auch nicht vergessen – eigentlich fehlen nur noch die Pässe – oder?

IMG_3129.jpgMein Reiseschaf, ständiger Begleiter und stets gute Dienste leistend, hat sich sicherheitshalber schon in Position gesetzt, damit ich es ja nicht vergesse.

 

Nur noch knapp 1 Woche …

 

Edward war fleißig und hat eine Mappe mit allen Reiseunterlagen zusammengestellt. Flüge und Hotelbuchungen, Visa und Wegstrecken sind jetzt gut zusammengefasst.

Wichtig für die Einreise nach Kanada ist das eTA Einreisevisum. Sicherheitshalber haben wir auch EStA für die USA beantragt. Man weiß ja nie, was den Beamten an der Grenze so alles einfällt.

Über eine deutsche Website haben wir uns SIM-Karten mit Daten- und Telefonguthaben besorgt und auch schon für den Tag der Einreise in die USA aktiviert. Die Lieferung ging richtig zackig und war innerhalb von wenigen Tag mit der Post bei uns. Jetzt kann man nur hoffen, dass das auch alles funktioniert.

Die Hardfacts

Wir fliegen am 9.8.2017 über Amsterdam nach Vancouver. Hin- und Rückflug kosten € 818 pro Person.

2 Nächte sind in Vancouver geplant (€ 315 für das Zimmer).

Danach reisen wir per Bus in die USA ein (43 $ pro Person). Für die beiden Einreisevisa (CA, USA) haben wir pro Person ca. € 30 bezahlt.

Eine Nacht in Seattle kostet € 250 für das Zimmer. Hier übernehmen wir den Mietwagen (€ 1074 für einen Minivan)

Weiter geht es nach Port Angeles – Olympic Island (Washington) Dort bleiben wir zum Wandern 4 Tage/3 Nächte (€ 1074/ 537 für das Apartment).

Auf Empfehlung bleiben wir dann 4 Nächte in Portland, von wo aus wir den Mt. St. Helens, Mt. Hood und die Gegend erkunden werden.

Am teuersten ist es dann während der Sonnenfinsternis in Bend. Das Quartier kostet uns für 2 Nächte € 692.

Von Bend reisen wir Richtung Redwood National Park nördlich von Eureka. Unser Quartier in Trinidad kostet für 3 Nächte ca $ 600. Ich freue mich jetzt schon auf drei Tage ausspannen.

Zwischen Trinidad und Napa liegt noch der Point Reyes National Park, nördlich von San Francisco. Im Point Reyes Old Schoolhouse haben wir auch noch für ein paar Tage gebucht und freuen uns schon auf die Wanderungen an der rauen Küste und ich mich auf überbackene Austern (ca. € 500 für 3 Nächte).

Weiter geht es dann ins Napa Valley und von dort ist es nicht mehr weit in meine persönliche Lieblingsstadt San Francisco.

In San Francisco sind wir fix für 3 Nächte für € 388.

Wohin es uns sonst noch treibt überlassen wir vorerst dem Wetter, Lust und Laune. Die Hardfacts werden sicherlich noch ergänzt.