Bend – Painted Hills, 20.8.


Nach dem Frühstück 🍳 in Bend Downtown, das sich als eine entzückende Stadt am Deschutes River entpuppte, mit den typisch adretten amerikanischen Häusern, machten wir uns auf den Weg, um den besten Platz zur Beobachtung der Sonnenfinsternis zu finden. Bend liegt ja außerhalb des Kernschattens. Wir entschieden uns für die Painted Hills und fuhren jedoch nicht den direkten Weg, sondern den durch den Canyon entlang des Crooked River. Diese Tipp von Thomas war großartig! Der Fluss schlängelt sich nach einem riesigen Stausee ruhig durch das Tal. Einige Menschen ließen sich auf Luftmatratzen treiben. Ich bin schon auf Roberts Drohnenfotos gespannt.


Wir entdeckten auf dem Weg einige schöne Plätze, doch die Painted Hills sind unschlagbar. Es war beim Abwandern zwar irre heiß (immerhin sind wir mehr als 8 Kilometer dort herumgelaufen) und es gab keinen Schatten, doch diese farbigen Hügel muss man gesehen haben. Wir werden morgen den Viewpoint erklimmen, den wir wegen der Hitze ausließen. Von dort aus haben wir dann hoffentlich freie Sicht in alle Richtungen.
Am Heimweg in Prineville haben wir dann noch Essen und vor allem Getränke gebunkert und uns zurück in Bend noch sehr gutes italienisches Essen einverleibt. Michelle, unsere Gastgeberin haben wir nicht mehr angetroffen (man geht hier anscheinend schon vor 21:30 Uhr schlafen), so dass wir uns nur per Email verabschieden konnten. Morgen Früh starten wir um 4 Uhr los und hoffen, rechtzeitig vor den Massen bei den Painted Hills zu sein.

Portland – Bend


Leider war es wieder an der Zeit aufzubrechen, denn Portland hätte noch einiges zu bieten gehabt. Aber es wurde Zeit für uns, uns Richtung Bend und Kernschattenzone der Sonnenfinsternis zu begeben, denn da wird Großes angekündigt:

„Woodstock mal 200“
In den USA grassiert das „Eclipse“-Fieber. Am Montag (Ortszeit) wird es in Teilen des Landes nach und nach für etwa zwei Minuten dunkel. Am besten soll die totale Sonnenfinsternis im Nordwesten zu sehen sein. Millionen von Amerikanern wollen „live“ dabei sein, auf den Straßen droht ein Verkehrschaos. Mit Schutzbrillen und Fanartikeln wurden Unsummen umgesetzt. Das Naturschauspiel werde ein „Woodstock mal 200“, heißt es unter Verweis auf das Open-Air-Rockspektakel 1969. Bei den Behörden sorgt der „Eclipse Day“ für gemischte Gefühle.

Doch zuerst fuhren wir zum Mt. Hood, hinauf zur Timberline Lodge, dem berühmten Hotel aus dem Film „Shining“. Da wird noch vereinzelt schigefahren, doch wir wanderten ein Stück hinauf. Die 300 Höhenmeter hatten es in sich, da der Weg sehr sandig und es deshalb sehr mühsam war. Doch oben bot sich uns ein traumhafter Blick bis zum Mt. Jefferson, ca. 60 Kilometer südlich.
Und weil man sich ja sonst nichts gönnt, ließen wir uns danach ein Bier bzw. ein Glas Wein auf der Terrasse des Hotels mit Blick auf den Mt. Hood schmecken. Von dieser Seite sieht der Berg, der sonst sehr spitz und schneebedeckt ist, aus wie Mt. St. Helens. Auf der Süd-Ost Seite fehlt ihm auch ein großes Stück und ein riesiger Lavadom ragt aus dem Krater.


Von dort aus fuhren wir weiter nach Bend. Zuerst durch fast endlos scheinende Wälder und sobald man aus diesen heraus kommt, öffnet sich eine trockene, weite und ebene Steppenlandschaft. Jetzt wurde uns klar, warum hier der Andrang zur Sonnenfinsternis so groß ist – Sicht so weit das Auge reicht. Und schon gestern, waren die dafür bereit gestellten Flächen gut besetzt mit Campern. Hoffentlich finden wir auch ein schönes Plätzchen.

Wir fanden gut zu unserem Quartier, einem schönen Haus, typisch amerikanische Vorstadt. Für die Desperate Housewives Fans unter uns: ähnlich wie in der Wistirian Lane 😉. Der Freund unserer Gastgeberin ist Deutscher, das machte die Unterhaltung gleich viel einfacher und er versorgte uns mit guten Tipps, wohin wir Abendessen gehen sollten. Bend ist sehr hübsch, Downtown liegt am Fluss und hier wurden alte Industriegbäude zu Geschäften und Lokalen ausgebaut. In Tonys Grill gab es gutes Abendessen und ausklingen ließen wir den schönen Tag auf der Terrasse im Garten unserer AirBnB Gastgeber.

Portland – Columbia River Gorge, 18.8.


Gestern fuhren wir entlang des Columbia River und wählten von Troutdale den Historic Columbia River Highway Nr. 30. Entlang der Strecke gibt es viele wunderschöne Wasserfälle und Wanderwege. Es sieht ein bisschen aus wie in der Wachau, nur dass der Fluss doppelt so breit ist und dass es statt Weinbergen nur Wälder gibt. Mit uns waren unglaublich viele andere unterwegs, sodass wir zwischen den Viewpoints manchmal sogar im Stau standen. Wir parkten letztendlich bei den Wahkeena Falls, wanderten von dort zu den Multnohma Falls und von dort 120 Höhenmeter hinauf zum Fallpunkt des Wasserfalls. Die Wege sind zwar sehr schön, jedoch gibt es kein Geländer und es geht beinahe senkrecht in die Tiefe. Meine Höhenangst und ich waren somit ausreichend beschäftigt. Der Blick den Wasserfall hinunter war den anstrengenden Aufstieg jedoch jeden Meter wert und wir hatten wieder gute 9 Kilometer in den Beinen.


Danach fuhren wir weiter nach Cascade Locks. Wieder eine der Ortschaften, die im Reiseführer steht, und wir uns fragten warum. Außer einem ausgedienten Raddampfer war nichts zu sehen, ein typisch amerikanisches Straßennest halt. Aber wenigstens gab es am Fluss eine kleine Brauererei mit ganz passablem Essen und Bier und Einheimischen!


Es war jedenfalls ein schöner Ausflug, doch stellen wir uns oft die Frage, warum es an den richtig schönen Plätzen, kaum gepflegte Häuser und Gärten gibt oder auch nette Lokale.

Und am Heimweg tauchte dann auch noch der Mt. Hood auf.

Portland, 17.8.

Den gestrigen Tag verbrachen wir getrennt von den anderen bummelnd, einkaufend und flanierend in Portland. Das ist wirklich eine schöne Stadt ist und ich hätte mir noch mehr Zeit hier gewünscht.

Wir waren zuerst im Pearl District, einem sehr hippen Viertel und in Powell’s Books, einer riesigen Buchhandlung, für mich das Paradies 😄, danach in Chinatown und im Chinesischen Garten, wo man richtig runterkommen kann. Das Viertel selbst gibt aber wenig her. Weil mir meine Füße schon etwas weh taten und es schon 13:30 war, gingen wir eine Kleinigkeit essen und danach shoppen. Washington Park ließen wir leider aus, vielleicht beim nächsten Besuch dieser schönen Stadt.


Um 16:30 trafen wir uns mit Sabine und Robert zur Happy Hour in der Bar auf dem Dach des Hotels „The Nine“, wo wir auch gleich fantastisch Abendgegessen haben.

Portland – Mt. St. Helens, 16.8.


Wir trafen uns um 9 Uhr zum „delicious breakfast“, das wie in amerikanischen Hotels üblich, reinstes Junkfood in Plastikgeschirr war. Was da Müll produziert wird, entsetzt mich jedes Mal wieder.

Danach machten wir uns auf den Weg zum ca. 180 Kilometer entfernten Mt. St. Helens. Wir wählten die Zufahrt von Osten über Castle Rock zum Highway 504, den Spirit Lake Memorial Highway. Die 83 km lange Strecke bietet Ausblicke auf den Erdrutsch des North Fork Toutle River und auf die gewaltige Schlammlawine, die im Jahr 1980 den Highway und das Tal unter sich begruben. Vom Johnston Ridge Observatory, am Ende des Highways, war ein fantastischer Panorama-Rundblick auf die beeindruckende Region und den gewaltigen Krater möglich.

Mit dem Jahrespass für die Nationalparks ersparten wir uns die 8 $ Eintrittsgebühr und wir besuchten zuerst dieses Besucherzentrum, das sehr interessante Informationen zum Ausbruch 1980 gab.

Die Landschaft ist wirklich beeindruckend und die Spuren der Verwüstung noch immer sichtbar.

Von dort aus starteten wir unsere Wanderung zu Harry’s Ridge (1410 m). Zuerst waren wir noch mit den Massen unterwegs doch je weiter wir gingen, desto weniger Menschen waren unterwegs. Der Weg führt auf und ab durch die durch den Ausbruch gezeichnete Landschaft. Überall stehen Baumstümpfe von den weggerissenen Bäumen, doch die Natur erobert das Gebiet langsam aber stetig zurück.


Von Harry’s Ridge bot sich uns ein atemberaubender Ausblick auf den Silverlake, in dem noch immer tausende Bäume nach dem Ausbruch schwimmen, den schneebedeckten Mt. Adams, den Mt. Hood und natürlich auf den gewaltigen Krater des Mt. St. Helens.


Wir waren insgesamt 12 Kilometer unterwegs und ich habe mir in den Kniekehlen einen ziemlichen Sonnenbrand eingefangen. Ja, wenn man überall schmiert, nur dort nicht, ist man selber schuld.

Am Rückweg hielten wir bei einem entzückenden Diner am Fork Toutle River, wo wir hervorragend gegessen haben und waren um 20:00 Uhr zurück in Portland, wo wir sehr bald müde in die Betten fielen.

Port Angeles – Portland, 15.8.

Zum Haus in Port Angeles ist noch zu sagen, dass diese Privatquartiere auf den Fotos meist besser aussehen, als sie wirklich sind. Wir hatten zwar alles was wir brauchten, doch wirkte das Haus schon sehr abgewohnt und im UG roch es muffig und feucht. Dafür zahlten wir dann aber einen stolzen Preis, der nicht dem Gebotenen entsprach. Noch dazu lag es am Ende der Platte, sprich zu Fuß vom Zentrum nur nach einem knapp 3 Kilometer Marsch zu erreichen.

Nachdem die Waschmaschine befüllt war und auch der Geschirrspüler lief, machten wir uns auf den Weg nach Portland (Orgeon). Wir beschlossen, noch einen Abstecher nach Port Townsend zu machen, was sich als weise Entscheidung entpuppte, denn das ist ein richtig hübsches Städtchen mit alten viktorianischen Häusern, einem schönen Hafen, wo wir länger einer Segelschule zusahen und ich den ersten Seehund entdeckte, und vielen einladenden Geschäften. Alles war sehr sauber und gepflegt und lud zum Bleiben ein.


Weiter ging es dann Richtung Portland. Am Weg sahen wir den Mt. Rainier, dessen schneebedeckter Kegel sehr beeindruckend ist und auch den Mt. St. Helens, der morgen unser Ziel sein wird. Schade, dass die Bäume so hoch waren, dass man die beiden Berge kaum zu sehen bekam.

Unser Hotel liegt auf einer Insel im Columbia River außerhalb der Stadt. Da ich meinen Fotoapparat mit ausgelaufener Kontaktlinsenflüssgkeit zerstört habe, besorgten wir im nahegelegenen Einkaufszentrum einen neuen. Da ist von großem Vorteil, dass man in Orgeon keine (!!!) Mehrwertsteuer bezahlt 😃

Danach fuhren wir zur Station der MAX Line und mit der ins Zentrum (Tagesticket 5 $, Fahrzeit ca. 30 Minuten). Portland ist toll und gefällt uns sehr gut. Wir wollten zuerst zum Fluss, doch dort ist es jetzt wenig spektakulär und entdeckten am Rückweg die Dachterrasse des Hotels „The Nine“ im 15. Stock, wo wir uns bei toller Aussicht einen Willkommensdrink leisteten. Ich habe Edward sicherheitshalber nicht gefragt, was das gekostet hat 🍷🍺.


Von dort gingen wir Abendessen ins „The Yard“, das gut und endlich einmal ein Lokal war, das nicht auf Kühlschranktemperatur herunter gekühlt war. Bemerkenswert war noch, dass Edward, dem kein Bier schmeckt, einem Ciderbier eine Chance gab, und dieses dann auch austrank.

Morgen fahren wir zum Mt. St. Helens. Ich bin schon sehr neugierig!

Port Angeles, 14.8.


Gegen 10:15 machten wir uns auf den Weg zum Hurricane Ridge. Das ist ein Teil des gebirgigen Abschnitts des Nationalparks. Nachdem wir für den Jahrespass 80 $ gelöhnt haben (die einmalige Einfahrt hätte 65 $! gekostet), fuhren wir die 19 Meilen bis zum letzten Parkplatz hinauf. Die Aussicht ist wirklich toll, man sieht bis zum Mt. Olympic, dem höchsten Berg der Halbinsel it ca. 2400 m und die Berge sind schneebedeckt. Von dort marschierten wir auf einem befestigten Wanderweg gemeinsam mit vielen anderen hinauf zum Hurrican Hill. Für die 3,2 Kilometer und 230 Höhenmeter bauchten wir ca. 1,5 Stunden. Auf dem Weg sahen wir Deers (Rehe), die sich gar nicht for Menschen fürchten und etliche Streifenhörnchen. Leider zogen von Norden her dicke Wolken auf und wir hatten nicht die atemberaubende Aussicht wie erwartet.




Danach fuhren wir ins Sol Duc Valley und hatten den Kaufpreis für den Jahrespass für alle Nationalparks damit schon herinnen. Da man die Entfernungen unterschätzt, waren wir für eine längere Wanderung sehr spät dran und konnten somit nur mehr die kurze zu den Sol Duc Falls gehen (ca. 3,5 Kilometer).


Abendessen waren wir typisch amerikanisch im Coyote BBQ Pub mit Burger, Scliced Pork und Briket. Alles sehr üppig, aber in Ordnung.

Nach dem Essen gingen wir noch vor zum Peer und sahen den Krabbenfischern zu. Ich weiß jetzt, dass die roten die Rockcrabs sind und nicht gefangen werden dürfen und die anderen eine bestimmte Größe haben müssen, damit man sie behalten darf.


Danach planten wir noch unsere Weiterfahrt nach Portland und gingen relativ früh ausreichend müde schlafen.

Port Angeles, 13.8.

Halbwegs ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück 🍳 machten wir uns auf den Weg in Richtung Neah Bay im Nordosten, da die Berge nach dem Regen in dicke Wolken gehüllt waren. Die Straße war sehr kurvig und führte zwar der Küste entlang, jedoch ständig durch den Wald und so mit ohne Aussicht. Das würde mit der Zeit doch etwas eintönig. Da die Wegzeit mehr als zwei Stunden dauern sollte, disponierten wir dann um und fuhren nach La Push, einem Strand an der Ostküste im bzw. am Indianerreservat der Quileute.


Dieser beeindruckt durch das angeschwemmte Treibgut und die Lage der Bucht. Weil es windig war, versuchten sich hier auch einige Surfer 🏄 Die Betonung liegt aber auf versuchten. Robert packte seine Drohne aus und machte etliche tolle Videos und Fotos. Faszinierend sind die allgegenwärtigen riesigen amerikanischen Trailer. Einige haben sogar einen Balkon! Nicht zu fassen. Die Ortschaft, oder wie man es nennen soll, und das Rundherum geben nichts her. Es stehen einige Ferienwohnungen mit zugegebenermaßen tollem Ausblick herum, die Indianer selbst dürften aber keinen Wert auf eine gepflegte Umgebung legen. Es sieht sehr herunter gekommen aus. Wir wwurden von Besitzern eines dieser Wohnwägen angesprochen, die behaupten trotzdem im Paradies zu sein. Diese Leute waren wahrscheinlich noch nie am Traunsee oder sonst wo in Österreich. In der Ferne erkennt man erst, wie gut es uns zu Hause geht und wie schön wir es haben.

Am Rückweg beschlossen wir, zum Third Beach zu wandern. Vom Parkplatz geht man ca. 2,5 Kilometer durch einen traumhaften Märchenwald mit Farnen und Moosen bewachsenen uralten Bäumen zu dieser Bucht. Die Aussicht dort ist ein Traum und war jeden Meter wert.

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Und für die Twilight-Fans unter uns …😉


Zurück wählten wir eine andere Route entlang des Lake Crescent, der wunderschön zwischen den Bergen oben liegt. Diese Strecke hat uns viel besser gefallen.


Wir hatten außerdem Glück mit dem Wetter, weil es zwar windig war, aber es wirklich nur in der Nacht geregnet hatte.

Das Abendessen bei Kokopelli Grill war ausgezeichnet, bis auf die French Fries, die waren Sabine, Robert und mir zu lange frittiert, sprich dunkelbraun, Edi hingegen mag das. Geschmäcker sind halt verschieden. Die gegrillten Austern, Steak, Surf and Turf haben uns begeistert. Ich bin erstaunt, dass es in diesem Nest so gute Restaurants gibt. Das einzige, das stört ist, dass man hier die Klimaanlage auf gefühlte 0 Grad stellt und wir fieren, egal wohin wir hingehen. Sei es im Autobus oder im Restaurant. Die Amerikaner selbst dürften ein anderes Kälteempfinden haben und sich erst bei Minusgraden richtig wohl fühlen, denn wenn wir schon die dicke Jacke anhaben, laufen sie im T-Shirt herum.

Seattle – Port Angeles (Olympic Parinsola)


Gestern konnte ich schon bis 5 Uhr schlafen. Schön langsam akzeptiert mein Körper die Zeitumstellung. Deshalb machten wir uns schon im 8 auf den Weg um uns ein Lokal zum Frühstücken zu suchen. Downtown ist am Samstag um diese Zeit fast wie ausgestorben. In der Nähe des Pike Place Market wurden wir fündig – gut, ich gebe zu das Internet hat uns geholfen 😉 – und aßen hervorragend im Bacco Café.

Eggs Benedict und Hash with Beef

Ein sehr netter Mann, der uns aufgrund unserer Sprache ansprach, erzählte uns von seiner ursprünglich aus Deutschland stammenden Familie und wir hatten ein sehr nettes Gespräch. Letztendlich lud er uns mit „Welcome in America, have a great stay“ zum Essen ein, sprach’s und zückte seine Kreditkarte für den Kellner und für uns eine Visitkarte. Ich war einigermaßen erstaunt.
Danach flanierten wir nochmals durch den Markt, der schon gut besucht war. Ich werde nie verstehen, warum man sich stundenlang z.B. für einen Kaffee in der ersten Starbucks Filiale, die sich dort befindet, anstellt oder für ein Kipferl, aber die Menschen tun es mit Begeisterung und es bilden sich überall lange Schlangen, die Edward dann mit der gleichen Begeisterung fotografiert.

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Um 10:30 übernahmen wir dann den Mietwagen, eine richtig große, geräumige Luxus-Van-Kutsche und machten uns auf den Weg nach Port Angeles. Dieser führte uns entlang der Küste durch eine ziemlich arme Gegend. Die Häuser, in denen die Menschen da leben, würden bei uns höchstens als abbruchreife Baracke bezeichnet werden. Aber die Sicht war toll. Der starke Wind hat den Himmel freigeputzt und wir konnten sogar schneebedeckte Berge sehen. Das Navi führte uns dank Programmierung auf den kürzesten Weg dann für eine halbe Stunde quer durch den Wald 🌳 🌳 auf einer Sandstraße nach Port Angeles, das, wie soll man es bloß bezeichnen, häßlich und enttäuschend ist. Unser Quartier, ein Reihenhaus am Stadtrand, ist ok, aber auch nicht der Hammer. Aber es gibt einen Bio-Supermarkt, den wir leer gekauft hätten, wenn nicht alles so teuer gewesen wäre (glutenfreie Knabberbrezel um 9 $ können schon was 😉). Zum Abendessen vertrauten wir TripAdvisor, doch wir mussten uns dann doch ein anderes Lokal suchen, denn das gewählte war bummvoll und wir hätten 1 Stunde auf einen Tisch warten müssen. Und da es mittlerweile empfindlich kalt geworden war und der Ort zum spazieren gehen gar nichts hergibt, wurde umdisponiert und wir landeten im Micheal’s, wo es richtig gutes Essen gab, aber wieder einmal sehr teuer (Clam Linguine um 26 $ finde ich jetzt mal recht ordentlich). Aber für morgen haben wir einen Tisch reserviert nur nicht aufgeben lautet die Devise.


Beim Heimgehen regnete es es. Der Wetterbericht stimmte leider.

Seattle, 11.8.

Um 8:30 holte uns das Taxi vom Hotel ab m uns zur Bushaltestelle beim Holday Inn Downtown in der Howe Street zu bringen. Wir haben ausreichend Zeit eingeplant, denn als geschulter Wiener weiß man, dass Arbeitsbeginn in der Stadt und Anreise vom Stadtrand eine sehr schlechte Kombination sein können und unweigerlich in einem ausgewachsenen Stau inklusive großen Verspätungen führen können. Aber nix da! Wir waren innerhalb von 25 Minuten da. Die Stadteinfahrten sind auf grüne Welle geschalten, wie man diese queren soll, hat sich uns jedoch nicht erschlossen 😉. Im Hotel war man sehr freundlich und hilfsbereit und gemeint, dass es könnte, dass wir Platz im früheren Bus haben könnten und der hätte Abfahrtszeit 9:30, also eine Stunde früher. Während Sabine und ich für ein schnelles Frühstück bei Starbucks herumärgerten, organisierten die Männer die Busfahrt, denn der kam pünktlich die Station. Und das Glück war uns hold und wir ergatterten wirklich 4 Plätze. Die Fahrt dauerte inklusive Einreise in die USA 3,5 Stunden.

Unser Hotel liegt ganz in der Nähe der Space Needle. Sehr praktisch, weil dort ein Tisch für das Abendessen reserviert war.

Doch zuvor erkundeten wir die Stadt, die pulsierend und sehr schön ist. Es war heiß und schwül und auch hier stört der in der Luft liegende Rauch und Ruß von den Waldbränden im Norden die Fernsicht. Beim Great Wheel aßen wir zu Mittag, für mich gab es die erste Clam Showder des Urlaubs – Muschelsuppe vom Feinsten. Danach stiegen wir auf (ja, Seattle ist wie Rom, sehr hügelig) zum Pine Market. Das ist ein riesiges Marktgebiet, wo man alles kaufen kann, auch das was man nicht braucht. Edward und ich lieben solche Märkte. Hier trennten sich die Wege von Sabine und Robert und uns. Erstens weil man bei den Menschenmassen leicht verloren geht und zweitens so jeder seinen Interessen nachgehen kann. Im Hard Rock Cafe unseres Vertrauens erstanden wir noch die obligatorischen Reisemitbringsel für Kinder und Enkelkind und ich nebenan meine ersten Converse. So alt musste ich werden!

J
Danach flanierten wir durch die Stadt, die viel jünger und dynamischer wirkt als Vancouver.

Für das Abendessen in der Space Needle, das wir schon vor Wochen reserviert haben, ging es mit dem Lift 180 m hinauf. Alles war super organisiert, das Essen gut, aber seeeeehr teuer. Und, man soll es nicht glauben, der Wein günstiger als zu Mittag am Peer. Diese Logik entzieht sich meinem Verständnis. Die Aussicht ist traumhaft. Man sieht rundherum ganz Seattle, leider ohne Mt. Rainier, der im Rauch nicht zu sehen ist. Dabei hätte das Timing mit Sonnenuntergang genau gepasst.