7.9.2017

Nur ein kurzes Update, da ich heute keine Zeit hatte, auf die Baustelle zu fahren:

Das Haus ist weg, der alte Keller ausgegraben, alles ist planiert, bis auf den Krater anstatt des Kellers. Der wird mit Aushubmaterial gefüllt. Der Aushub des neuen Kellers passiert voraussichtlich Montag und Dienstag.

Der „Garten“ wirkt so riesig.
Es geht wirklich voran und ich danke allen betroffenen Nachbarn für ihre Geduld.

6.9.2017

Um 7:15 Uhr war der Bagger da und um 7:30 auch der Arbeitstrupp. Man soll nicht glauben, dass wirklich alle halbwegs pünktlich erscheinen.

Zuerst wurde die Tanne gefällt. Beeindruckend wie sie das gemacht haben. Der Greifarm des Baggers hielt den Baum fest und Jan sägte ihn unten ab. Da der Baum wirklich gesund war, war dieses Unterfangen gar nicht so einfach, doch über kurz oder lang war er doch durch und der Baum lag in voller Länge quer in unserem Garten. 35 Jahre Wachstum in 15 Minuten eliminiert. Danach wurden die Äste entfernt und der Stamm in Stücke zerschnitten. Maximilian und ich und auch unsere Nachbarn haben alles dokumentiert. Uli hatte dabei von ihrem Schlafzimmerfenster aus die beste Sicht. Max machte mit der Drohne einige spektakuläre Bilder.
Danach musste auf den LKW gewartet werden, der den Grünschnitt mitnehmen sollte. In der Zwischenzeit entfernte man noch die Haselnuss rechts hinten im Garten an der Hausecke und zwei Äste der zum Garten der anderen Nachbarin. All das füllte gut die Ladefläche eines 3-Achser-LKWs.


Danach wurde mit dem Abbruch des Hauses begonnen. Das tat dann richtig weh, weil wir doch so viele Jahre dort verbracht hatten. Es wurde aber sichtbar, wie morsch vor allem das Dach schon war. Das wäre uns irgendwann um die Ohren geflogen. Jedenfalls erscheint der Garten momentan riesengroß.
Ich musste leider um 11:30 zurück ins Büro.
So toll es ist, wenn Baufirmen früher als erwartet, statt verspätet beginnen, jedoch stresst uns das schon sehr, weil es unser Zeitmanagement schon sehr in Durcheinander bringt, es zu keiner Absprache mit dem Schrankenwart Herrn Unger kam, der dementsprechend ungehalten beim nachmittäglichen Telefonat war und der Kellerplan zwecks Ausstecken für den Aushub beim Baumeister leider noch nicht angekommen ist. Herr Magyer aber lieber heute als morgen fertig wäre. Das bedeutet für uns dann viele telefonieren und organisieren
Edward weilt noch dazu in Graz und kann Gründen kaum untertags telefonieren, also werde ich das morgen übernehmen und hoffentlich erfolgreich sein.

5.9.2017 Es geht los

Schon gestern wurde das Haus vom  Strom genommen.


Nachdem die letzten Dinge ausgeräumt waren, kam noch mein Bruder mit der nötigen Nervenstärkung:

Bevor der Bagger kommt wird Abschied gefeiert

Heute in der Früh kam pünktlich wie ausgemacht der Trupp der Firma Magyer und begann mit den Abbrucharbeiten. Edward war vor Ort, als schon unser Boot samt Bootsanhänger hinter einem Berg von Betonplatten und Zaunfundamenten verschwand.

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Uuuups!

Aber man versicherte ihm, dass er es bis zum Nachmittag wieder herausziehen könne.

Dann ging es dem Marillenbaum an den Kragen. Um den tut es mir wirklich leid. Bastians Apfelbaum wurde mit dem Bagger ausgegraben und im hinteren Eck in einem Wurzelsack gelagert. Ich muss sagen, dass die Arbeiter wirklich toll waren, dass sie noch ganz viele andere Pflanzen ohne weitere Erklärungen vorsichtig ausgruben und sicherten. Somit finden hoffentlich ein Rosenstock, ein Hibiskus und der riesige Lavendel (vorausgesetzt sie überleben, sie sollten den guten Willen aber wirklich auch wertschätzen) im  neuen Garten einen guten Platz.

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Gegen Mittag rief mich Edward an und teilte mit, dass schon morgen das Haus abgerissen wird, obwohl der Abbruch erst am 12.9. geplant war. Soll mir recht sein, doch erforderte es einiges an Umorganisation, da Edward nach Graz musste und ich erst einen Zeitausgleichstag beantragen musste. Doch auch das klappte ohne Probleme, den morgigen Vormittag verbringe ich im Garten und kann hoffentlich alles mitfilmen.

Bis jetzt hat alles geklappt, alle sind zum richtigen Zeitpunkt erschienen, die meisten Pflanzen sind gerettet und der Garten sieht aus wie eine Mondlandschaft, die alten Zaunfelder schützen die Hecke, die erhalten bleiben soll und die Tanne fürchtet sich schon vor morgen.

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Da blüht noch was im Chaos
Ganz armselig :-(
Ganz armselig das alte Haus
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Die Stiege war mein Lieblingsplatz

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Mal sehen, was morgen passiert.

San Fancisco, 28. und 29.8.

 

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Chinatown San Francisco

Gestern und heute waren wir in SF unterwegs. Der Unterschied zum letzten Aufenthalt ist der, dass wir kein Auto haben und alle Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestreiten und da ist man dann sehr nahe an der Armut dran. Es gibt auffallend viele Obdachlose und zeitweise ist es auch ein bisschen unheimlich. Ich habe auch das Gefühl, dass es nicht mehr so sauber wie beim letzten Mal ist.Trotzdem fuhren wir wieder nach Sausolito, diesmal mit der Fähre, wir waren im SFMOMA und in der Academy of Sciences, beides ganz tolle Museen, Chinatown und Little Italy sind toll, und haben uns mit Bibi in der Cakefactory bei Macy’s getroffen. Und wir sind viele Kilometer gegangen.


SFMOMA

 

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Sausalito Bocce Bar

Guter Jahrgang in der Haight Street ;-)
1967 – ein guter Jahrgang in der Haight Street 😉

Morgen geht es zurück nach good old Europe. So gerne ich reise und genieße, anderes kennenzulernen, so sehr freue ich mich dann wieder auf zu Hause und schätze unseren Lebensstandard daheim.


Alles klar??😂

Point Reyes Station – San Francisco, 27.8.

Wir sind in San Francisco, meiner absoluten Lieblingsstadt angekommen.Wir fuhren um 9 Uhr in Point Reyes Station weg und bauchten für die 60 Kilometer dann doch länger, weil wir wieder einmal wegen einer Baustelle umgeleitet wurden. Aber das machte gar nichts, weil es eine interessante Strecke war, die immer wieder schöne Blicke in die nebelige San Francisco Bay freigab. Wir machten dann noch einen Zwischenstopp in Sausalito, ein Vorort vor der Golden Gate Bridge mit Sicht auf die Skyline von SF und Alcatraz. Durch den Nebel wirkt es sehr unwirklich, obwohl die Sonne schien. Dieser Ort hat uns bei unserem letzten Besuch schon sehr gut gefallen, und so war es auch diesmal.

Seehund am Oier 39
Seehund Pier 39
Painted Ladies
Painted Ladies – Alamo Square


Da wir noch das Auto hatten, fuhren wir nicht gleich über die Golden Gate sondern zuerst zu einem der Aussichtspunkte. Diesmal hüllte sie sich ganz gschamig in Wolken und zeigte nur Teile von sich. Wie auf den allseits bekannten Postkarten. Hat mir auch sehr gut gefallen, muss ich zugeben. Was wir nicht bedacht hätten war, dass gestern Sonntag war und dementsprechend viele Leute unterwegs waren. Auch Richtung Lombard Street, die gefahren werden muss 😉, gab es Stau und hinunter sowieso. Kaum zu glauben, dass wir sie vor 4 Jahren ganz allein für uns hatten.

Danach besuchten wir noch den Alamo Square, in der Nähe des Hotels, da wir erst um 14 Uhr einchecken konnten. An diesem Platz stehen die berühmten Painted Ladies, die ich mir bunter vorgestellt habe, dennoch sind die und alle anderen Häuser in der Ecke hübsch anzuschauen und dürften zu den älteren in SF gehören. Da ja Sonntag, war natürlich auch der Park, der auf einem Hügel liegt, gut besucht. Von dort aus sieht man die Skyline von Downtown und kann sich gut orientieren. Danach retournierten wir problemlos das Auto in Downtown, kauften uns Tickets für Bus und Bahn und da wir schon mitten im Geschehen waren, machten wir uns gleich zur Erkundungstour inkl. shoppen bei Victoria’s Secret auf. Am Union Square spielte eine Band, bei der Wendestation der Cable Cars in der Powell Street stellten sich wieder die Massen an und dazwischen Unikate, wo ich am liebsten jeden einzelnen fotografiert hätte. Diese Stadt ist so toll! Weniger erfolgreich waren wir bei der Suche nach einem netten Café, ich sage nur Sonntag.

Wir nahmen dann die nächstbeste Straßenbahn in Richtung Fisherman’s Warft und tranken an der Waterfront ein Glas Wein. Dort kann man so schön die Leute an der Promenade beobachten. Pier 39 inklusive Seelöwen musste natürlich auch sein.
Wir haben es nicht geschafft Sabine und Robert zu treffen, obwohl wir fast am gleichen Ort waren. Darum gingen wir allein im Italiener-Viertel in der Stockton Str. ganz supergut essen.

Nebenbei sei noch erwähnt, dass unser Sohn für uns heuer schon am 27.8. Geburtstag hatte 😂😃👍

Point Reyes Station, 26.8.

Sabine und Robert haben sich für einen Tag ein Auto gemietet um nach Silikon Valley zu fahren. Uns interessiert das gar nicht. Außerdem ist unser Zimmer noch für eine Nacht gebucht und wir wollen uns unbedingt die Point Reyes Halbinsel anschauen.Also brachten wir die beiden nach Novato zum Autoverleih.

Zurück in Point Reyes Station hüpften wir ins Wanderzeug und fuhren zuerst ins Bear Road Valley zum Earthquake Trail, weil wir uns unbedingt die San Andreas Spalte ansehen wollten. Es gab zwar nicht viel zu sehen, außer einen Zaun, der sich 1906 um gute 5 Meter bei dem starken Erdbeben damals verschoben hat, trotzdem wurden wir uns der Naturgewalt, die da unter unseren Füßen schlummert, erst hier so richtig bewusst.



Wir mussten dann noch tanken, um hinaus bis zum Leuchtturm zu kommen, und dazu müssten wir zurück in den Ort, wo am Samstag halb San Francisco unterwegs zu sein scheint. Unglaublich wie viele Rad- und Motorradfahrer unterwegs sind und sich ein richtiger Stau um die Tankstelle und in der Hauptstraße bildete.

Darum befürchtete ich, dass wir in geschlossener Kolonne auf die Halbinsel fahren würden, aber so schlimm war es dann doch nicht.

Point Reyes ist riesig, leider nicht grün wie im Reisführer, aber dennoch beeindruckend. Wir ließen uns Zeit und fuhren zuerst zum Drake Beach. Am Weg dorthin sahen wir Hirsche mit richtig großem Geweih. Am Strand hielt ich gleich mal die Füße in den Pazifik, der saukalt ist. So kalt habe ich das Wasser gar nicht in Erinnerung.


Weiter gings zum Chimney Rock, den man schon vom Drake Beach sehen kann. Dort konnten wir Seeelefanten beobachten, die in der Bucht einen ganzen Strand für sich beanspruchen. Danach wanderten wir hinaus zu Chimneys Rock. Es war nicht weit, aber wir waren fast allein und hatten einen tollen Blick Richtung Süden in die Bucht, in der teilweise noch eine Nebelbank lag. Dort zauberten wir zum Amüsement aller anderen unsere Nachmittagsjause heraus, samt Geschirrtuch als Tischtuch, und beobachteten mindestens 5 Wale, die man an ihren Wasserfontänen gut erkennen konnte. Edi hat einmal sogar eine der Schwanzflosse, leider nur unscharf, fotografieren können. Mich beeindrucken diese riesigen Tiere jedesmal aufs neue. Wir saßen da sicher eine Stunde an diesem Aussichtspunkt und ich entdeckte erst am Rückweg die Robben, die genau unterhalb in der Sonne lagen 😉



Danach fuhren wir noch bis zum alten Leuchtturm und dort waren dann die Massen. Wir schafften es gerade noch vor der Schließung um 16:30 die 310 Stufen, inklusive Gegenverkehr, hinunter, doch reichte die Zeit gerade mal dazu um einmal herumzulaufen. Und ehrlich so toll war das dann gar nicht, weil alles sehr ungepflegt aussieht. Da wäre es gescheiter gewesen wenn wir gleich zum South Beach gefahren wären. Da war es dann richtig toll! Feiner Sandstrand, hohe Wellen, starker Wind, aber sehr schnell eiskalte Füße.

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Dieses Video existiert nicht

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Abendessen waren wir dann nochmals im Saltwater Oyster Depot, wo wir vorausschauend einen Tisch reserviert hatten, denn es scheint nur so als dass man am (im wahrsten Sinne des Wortes) Ende der Platte ist, sondern hier geben sich Reich und Schön aus SF, das ca. 60 Kilometer entfernt ist, die Türklinke in die Hand. Das Essen war wieder wunderbar. Sagte ich schon, dass ich gedünstete Austern in allen Variationen mag?

Danach gönnten wir uns noch ein Getränk im Westernsaloon, der wie im Film aussah 😃. Ein stimmiger Ausklang für einen sehr entspannten Tag.

Trinidad – Point Reyes Station, 24.8.

Es verblüfft mich immer wieder, dass man in diesem Land 1. für 500 Kilometer den ganzen Tag unterwegs ist, 2. fast nirgendwo Internet- bzw. Telefonempfang hat und 3. wie freundlich die Menschen überall hier sind. Aber alles der Reihe nach.Wir fuhren gestern um 10 Uhr von Trinidad los.

Zuerst fuhren wir über den Highway 101, um dann bei Leggett über eine furchtbar kurvige Straße, die meiner Konzentration auf die Magennerven alles abverlangte, zum Küstenhighway No. 1. abzuzweigen. Die Avenue of Giants ließen wir aus, da unser aller Bedarf an hohen Bäumen für die nächste Zeit gedeckt ist.

Die Küste ist der im Süden sehr ähnlich und streckenweise wunderschön. Mit dem letzten Tropfen Bezin schafften wir es bis Fort Bragg und, um uns auch dabei die Beine zu vertreten, besuchten dort den berühmten Glass Beach. Der gab nur leider gar nichts her. Eigentlich sollte der aus abgeschliffenen Glasscherben bestehende Strand bunt glitzern das tat er aber nicht, weil es (wie fast immer 😂) nebelig war und die Leute den Strand schon leer gesammelt haben. Es bleibt nur zu erwähnen, dass das Sammeln hochoffiziell verboten ist, es aber jeder dort tut. Gut, dass wir da nicht extra hingefahren sind, sondern es am Weg lag.

Zwischendurch lösten sich die Nebelbänke auf und wir hatten schöne Sicht, mitunter auch auf eine Pelikankolonie und ein paar Seeelefanten in der Ferne.Durch Mendocino fuhren wir nur durch und erreichten gegen 19:00 unser nächstes Ziel, The Old Schoolhouse in Port Reys Station.

Beim Quartier angekommen, einem sehr schön adaptierten alten Schulgebäude, stellte sich heraus, obwohl ich der Vermieterin auf Nachfrage mitteilte, dass wir 2 erwachsene Pärchen sind, dass es sich um ein Studio handelte, sprich nur ein Raum ohne getrennte Schlafzimmer und das geht gar nicht.  Also wieder Organisieren und Telefonieren . Die Vermieterin, eine sehr freundliche und hilfsbereite ältere Dame tauchte umgehend auf und fand ein Doppelzimmer ganz in der Nähe, dass ich auf Sabines Namen sofort buchte. Dieses Unterfangen war gar nicht so einfach, weil ja fast nirgendwo am Land das Internet oder das Telefonnetz funktioniert. Wir mussten jetzt nur noch jemanden telefonisch erreichen und bis dahin suchten wir uns ein Lokal im Ort um die Zeit mit Abendessen zu überbrücken. Edward telefonierte dann erfolgreich und Robert und er zogen gleich los, um die Schlüssel zu holen. Ich bleib mit Sabine in der Osteria und wir hielten die Stellung. Unsere Männer waren dann sehr bald wieder zurück und wir ließen uns das gute Essen schmecken. Nach der Planung für morgen, brachten Sabine und Robert uns zum Schoolhouse und sie fuhren weiter zum Ersatzquartier. Morgen fahren wir ins Napa Valley.

Trinidad, 23.8.


Den gestrigen Tag verbrachten wir noch einmal wandernd. Wir fuhren zuerst über eine Schotterstraße zum Fern Canyon am Gold Bluff Beach, wo einige Szenen von Jurassic Park gedreht wurden. Wir mussten teilweise über Stege im Flussbett gehen und über Baumstämme klettern. Mir hat es sehr gut gefallen, nur leider war das Stück dass man entlang gehen kann viel zu kurz. Durch den Nebel wirkte alles ein bisschen gespenstisch und ein auftauchender T-Rex hätte mich gar nicht verwundert.


Danach fuhren wir zurück Richtung Orick, zur Bald Hills Road. Wir wollten Sabine und Robert unbedingt schöne große Redwoods zeigen und die sollte es dort geben. Ein netter LKW Fahrer erklärte uns, dass man für die Straße zum Big Tree Trail einen Code für ein Schloss bei der Einfahrt braucht und dass es den beim Kuchl Visitor Center gibt. Also nochmal retour, Code holen und wieder zurück. Weil man doch ein Stück hinauffährt, kamen wir auch aus dem allgegenwärtigen Nebel heraus in die Sonne. Womit wir nicht gerechnet haben, dass uns die Straße nach der Absperrung, wieder Schotter, uns 12 Kilometer wieder hinunterführte zu einem Parkplatz, von dem aus man dann, vorbei an riesigen Bäumen, bis zum Fluß (Tom Mc Donald Creek) wandert. Diesmal waren auch die anderen beeindruckt. Diese unwirkliche Gegend kann schon was.


Das Aussortieren der Fotos wird jedenfalls ein Spaß.

So schön es ist, aber wir brauchen jetzt doch schön langsam einen Umgebungswechsel.

Nach dem Duschen gingen wir im Casino Restaurant essen. Trotz guter TripAdvisor Kritiken hat das Essen enttäuscht. Nur riesige Portionen allein sind nicht genug, es sollte auch schmecken. Dafür war die Aussicht auf die kleine Halbinsel mit einfallendem Nebel und Sonne genial.

Und weil wir schon da waren, mussten wir dann doch durch die Spielhalle gehen. Mir ist es ein Rätsel, dass man bei diesen Automaten Stunden verbringen und sein ganzes Geld verzocken kann, aber das tun dort viele. Wir haben es auch probiert, 2 Dollar investiert, für langweilig befunden und an der Bar („Firewater“ bezeichnenderweise, da die Casinos immer den Indianern gehören) Billard gespielt. Das war ein sehr lustiger Abend.

Trinidad, 22.8.


Den gestrigen Tag verbrachten wir wieder getrennt, darum hatten wir das Auto und fuhren Richtung Norden zu den Redwoods, die mindestens genauso beeindruckend sind wie die Sequoias im Süden Kaliforniens. Da ich vorgestern beim Herfahren diesen Teil der Strecke verschlafen habe, freute es mich umso mehr, sie zu sehen.


In der Früh war es wie erwartet nebelig, aber das kennen wir schon. Wir versuchten abseits des Highways zu fahren so oft es ging und damit reduziert man die Geschwindigkeit und sieht auch viel mehr.
Wir fuhren auf Empfehlung ca. 20 Kilometer nach Orick. Dort beginnen die riesigen Redwoods am Straßenrand aufzutauchen. Auch sahen wir freilaufende „Elks“, hier würden wir die Tiere Hirsche nennen 😂 Aber wir sind ja in Amerika – da sollte es Größenwahn ja geben.
Ein Stückchen weiter fanden wir einen Parkplatz bem Prairie Creek Trail und wanderten 2,5 Stunden entlang eines Baches durch diesen Wald mit unzähligen Riesen gen Reedwoods. Bei diesen Baumriesen werde ich immer ganz ehrfürchtig. Bin halt ein Waldviertler Kind. Wie e man sich daran nicht begeistern kann, bleibt mir ein Rätsel.



Zurück in Trinidad, wollten wir noch zum alten Leuchtturm gehen, doch der Zugang ist leider versperrt.

Trinidad ist ein hübscher Ort mit gepflegten Häusern und Gärten und liegt direkt an der felsigen Küste. Die für den Sommer typischen Nebelbänke lagen gestern fast den ganzen Tag über der Stadt und bin sehr üppigen Abendessen am Hafen, fielen sie auch wieder ein. Für uns Nachtschattengewächse vorübergehend die ideale Gegend nach der Hitze bei den Painted Hills.


Den Abend ließen Edward und ich auf der Terrasse unserer Cabin hier in Emerald Forest gemütlich ausklingen.

Übrigens, die Sonnenfinsternis-Fotos sind auch online.

Sonnenfinsternis Painted Hills – Trinidad, 21.8.


Abfahrt in Bend um 4 Uhr früh. Ich habe sehr schlecht geschlafen, das machte zumindest das Aufstehen leichter. Wir sind gut durchgekommen und waren schon um 5:40 in der Nähe der Painted Hills. Da der Parkplatz erst um 6 Uhr öffnet, bildete sich schon in ziemlicher Stau und wir beschlossen, ca. 2 Kilometer davor, wie alle anderen zu parken. Sabine und Robert gingen dann um 7:30 los, um zum Aussichtspunkt zu wandern. Das heißt 2 Kilometer bis zur Parkeinfahrt, dann noch 1,5 zum Ausgangspunkt des Aufstiegs und dann noch einmal ca 1,2 Kilometer hinauf und das alles in der Mittagshitze wieder retour, auf der Straße im Rückreiseverkehr. Nein, danke. Ehrlich, dazu haben wir beide keine Lust. Einerseits ging es mir gestern nach der Wanderung schon nicht gut und die Sonnenfinsternis samt Kernschatten sehen wir von hier aus auch, und das sehr entspannt 😌 08:12


Es war soooo toll!!! Wolkenlos, 2 mal den Diamantring gesehen, den Sonnenring auch, jubelnde Menschen, aufblitzende Sterne, Dunkelheit, … Ich könnte mich vor Begeisterung überschlagen.

Nur jetzt stauen wir uns seit 6!!!!! Stunden Richtung Süden und statt Ankunft um 21:00 steht am Navi jetzt 0:22. Es ist schon ein bisschen zum verzweifeln 😳 Wir sind gut aus dem Tal heraus gekommen, doch seit Prineville geht gar nichts mehr.
18:23

Nicht nur dass wir uns stundenlang durch den Stau quälten, fahren wir jetzt durch Rauchschwaden und verbrannte Wälder. Das ist schon einmischen unheimlich.

19:31

Ankunft 0:30 in Emerald Forest, Trinidad. Jetzt mal schlafen 😌

Übrigens, weitere Eclipse Fotos sind noch auf der Speicherkarte und ich reiche sie sicher nach 😃