Wir waren wieder mal ein bisschen im Weinviertel unterwegs. Ich liebe es so „zwischen den Jahren“ spazieren zu gehen, ganz besonders in dieser verschlafenen Ecke nördlich von Wien, im Weinviertel, wo die Welt noch in Ordnung erscheint.
Ich bin allein mit meinem Mann, kein Mensch unterwegs. Ich hänge meinen Gedanken nach, bin eins mit mir und der Natur und genieße es, leben zu dürfen.
Es ist Zeit Danke zu sagen, für eine wunderbare Familie, für die Gesundheit, für viele schöne Momente mit Freunden, für das gute Leben, das ich leben darf.
Allen, die hier mitlesen, wünsche ich ein gutes neues Jahr und dass zumindest ein Teil eurer Wünsche in Erfüllung geht 🍾🥂🤗
Wir hüten heute die Kleinen, damit Mama und Papa mal Ausgang haben. Damit die Kinder gut beschäftigt sind, habe ich schon gestern Nachmittag den Teig vorbereitet. Tim hatte kurz beim Ausstechen Spaß, danach mehr beim Verkosten.
Sonst war ich in den letzten Tagen einige Male in der Stadt unterwegs.
Ich mag das Glitzern und Leuchten so sehr. Es zaubert mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht. Da können mir weder die Menschenmassen in der Stadt noch das Granteln ihrer Bewohner etwas anhaben.
Wiener Christkindlmarkt am RathausplatzAperol in der Wienerin am Petersplatz
Wenn man dann Freitag Abend auch noch mit einer lieben Freundin unterwegs ist und gemeinsam durch die Stadt flaniert, die Luster am Graben bei heißem Punsch bewundert, dem Stephansdom zuzwinkert, über den Kohlmarkt zur Hofburg mitten in der Nacht spaziert, dann weiß ich es zu schätzen, wie gut es mir geht und wie gerne ich hier wohne.
Abschlussglaserl um Mitternacht bei 12,5 Grad (!!) auf der TerrasseChristbaum und der berühmte Herzerlbaum im Rathauspark
Gestern waren wir zur Feuerzangenbowle bei Freunden eingeladen, heute ist es Zeit zum Auslüften, außerdem müssen wir gefühlten 10.000 cal in Form von Keksen, Broten, Auflauf, Bowle, … mit ein bisschen Bewegung entgegen treten.
Das Jahr neigt sich dem Ende zu, in neun Tagen ist Weihnachten und es gibt in Wien keinen Schnee 😉 Stattdessen laden 7 Grad und Sonne zum Spazierengehen ein.
An solchen Tagen, wenn es nicht nebelig in der Stadt ist und man deshalb nicht auf die Wiener Hausberge muss, um etwas Sonne abzukriegen, ziehe ich oft mein schlaues Buch „Wien geht“ von Jine Knapp und Loris Knoll (übrigens ein heißer Tipp für alle wandernden Städter), in dem Fall Teil 2, zu Rate und wir begeben uns auf Stadtwanderforschung. Das ist immer ziemlich lustig, weil man Ecken der Stadt kennenlernt, von denen man bestenfalls schon mal was gehört hat, aber noch nie dort war.
Heute führte uns das Büchlein in den 23. Wiener Gemeindebezirk, genauer nach Inzersdorf, dessen Pfarrkirchturm man zwar schon x-mal von der Autobahnaus- bzw. -einfahrt gesehen hat, doch nie sonderliche Beachtung geschenkt hat. Erstaunlich, was sich so unter der Autobahn verbirgt; wir wussten es nicht.
Von der Inzerdorfer Kirche, vorbei an den Inzersdorfer k&k Lebensmittelwerken durch den Draschepark gelangen wir an den Liesingbach. Wir wussten zwar, dass man diesen mit dem Rad entlang fahren kann, der Spazierweg war uns aber nicht bekannt.
Inzersdorfer – wir Österreicher kennen die Dose 🤣
Ich muss ehrlich zugeben, es ist auch nicht unbedingt sonderlich schön, trotzdem leben hier Biber und Reiher, zweiteren haben wir auch gesehen, und man findet Schrebergarten Siedlungen an (verborgenen) Schotterteichen, mitten im/neben/unter Autobahn-Kleeblättern, nahe Ein- und Ausfallstraßen, von denen ich nichts wusste oder ahnte und richtige Juwele mitten in diesem riesigen Flächenbezirk Wiens sind.
Was verbirgt sich da vor Alt-Erlaas Wohntürmen???Biber mit Biss
Für mich potthässlich und doch beeindruckend sind die Wohntürme Alt-Erlaas, die ich nur aus der Entfernung oder aus diversen Fernsehfilmen kenne. Ich wusste nicht, dass sich da rundherum große Grünanlagen, Rad- und Spazierwege befinden. Nicht, dass ich da unbedingt nochmals hin muss, war es doch ein interessanter Spaziergang in einer Ecke der Stadt, wo ich noch nie war, obwohl ich hier schon mehr als die Hälfte meines Lebens lebe.
Der große Vorteil, wenn man Familie in der Steiermark hat, ist, dass man so oft man will diese wunderschöne Gegend besuchen kann und noch dazu im eigenen Bett schläft und nicht Unsummen für Hotelzimmer ausgeben muss, die es zur Sturm- und Maronizeit in der Weingegend eh nicht gibt.
Grundsätzlich ist die steirische Toskana immer wieder einen Besuch wert. Schmale Straßen schlängeln sich sich zwischen Weinbergen und Buschenschänken Hügel rauf und runter. Kleine Kapelle stehen wie nur dafür errichtet malerisch an den höchsten Punkten. Nur, im goldenen Oktober erlebt man das nur in der Kolonne, eingepfercht zwischen Porsche und Lamborghini. Die Folge? Total überhöhte Preise für den guten Tropfen, superschicke Weingüter, in die sich Otto Normalverbraucher kaum hineintraut und wenn, fast tot umfällt ob der Preise die verlangt werden.
Da lobe ich mir die stillere Steiermark, fern ab vom großen Trubel. Rund um Weiz, Birkfeld, Hartberg gibt es auch sehr schöne Ecken. Nicht so schick, herber der Charme, doch sehr wohl reizvoll, weil viel uriger.
Leuchtende Ebereschen Es ist nicht sehr aufwendig, der Wiener Nebelsuppe zu entrinnen, denn spätestens bei Seebenstein reißt die Nebeldecke auf und lüftet blitzblauen Himmel und die Möglichkeit zum Sonne tanken. Gerne nächstes Wochenende wieder 😁
Ein kurzer Spaziergang vom winzigen Dorf Trachila aus führt uns entlang der Küste zu einem steil abfallenden Einschnitt. Die Landschaft ist karg und trocken aber wunderschön. Wie schon beim letzten Besuch vor 3 Jahren, habe ich ein bisschen Angst, dass der sandige Rand wegbrechen könnte. Den Weg zur Höhle sparen wir uns wegen der Hitze in der Mittagssonne, dafür gibt es Cafe frappe im Dorf mit süßen, jungen Katzen gleich neben unserer Lieblingsruine, die wir im Geiste wieder einmal in unseren Traum am Meer umbauen 😉 Träumen darf man ja.
Später gehen wir zwischen kleinen Krebsen, Fischen und einem Tintenfisch im Rock Pool baden. Dafür muss man aber erstmal durch eine Menge Gestrüpp, über Stock und Stein hinunterklettern. Was sich aber durchaus lohnt.
Brigitte und ich wagen sogar den Sprung ins tiefe Meer, nicht ohne uns vorher versichert zu haben, dass wir wieder herausklettern können. Wenn ich nicht sehe, wohin ich steigen kann (Seeigel oder sonstiges Getier) ist mir das immer etwas unheimlich. Das nächste Mal nehme ich die Taucherbrille mit. Und weil meine Gopro kaputt ist, gibt es auch keine Unterwasserfotos.
Mittaggegessen wurde in Agios Dimitrios wie es sich gehört, Calamari und Griechischer Salat.
Wenn man hier Urlaub macht reicht es nicht, nur am Strand zu liegen. Man muss schon auch das Hinterland besuchen, die kleinen Bergdörfer bewundern, die Berge sehen und die Einsamkeit spüren. Obwohl das Land karg und steinig ist, gibt es doch Wege im Grünen, verborgen zwischen Olivenhainen, rosa gesprenkelt wegen unzähliger Zyklamen. Wir wanderten entlang eines ausgetrockneten Flussbettes bis zur alten Steinbrücke und dann noch ein kleines Stück weiter bergauf. Es summt um uns herum, wir naschen wilde Brombeeren und sammeln Salbei, sodass das Auto später riecht, als würde man eine Kirche betreten.
Zyklamen wohin man schaut
Trinkwasser holt Brigitte von einer Quelle in Arachova, das heute Kareivouni heißt. Nicht nur das Wasser ist gut sondern auch das Mittagessen unter der riesigen Platane am Dorfplatz. Immer wieder stellen wir fest, wie gut es uns geht.
Dreimäderlhaus
Die Straße schlängelt sich weiter, die Schluchten entlang, immer den Bergen entlang nach Kastania, ein hübscher verschlafener Ort mit vielen Kurchen und engen Gassen. Ganz oben steht die Kirche zu St. Peter, byzantinisch und frisch renoviert mit wunderschönen Fresken. Dort haben wir für die Kinder und alle die nicht mehr unter uns sind Kerzen angezündet. Irgendwie ein mystischer Ort. Am Dorfplatz gab es dann Cafe frappe, der nirgendwo so gut wie in Griechenland schmeckt.
KastaniaIrgendwo im Nirgendwo
Den Nachmittag verbrachten wir am Strand von Ag. Nikolaos – Pantasie mit Schwimmen, Dösen, Steinesammeln und was man sonst so am Strand tut.
Abends trafen wir Freunde in Stoupa bei den 5 Brüdern. Ein wunderschöner Ausklang.
Da gibt es doch einige Möglichkeiten. Wir haben beschlossen am ersten Tag zumindest einen kurzen Spaziergang durch Ag. Nikolaos zu machen und erst dann in Stoupa zu essen und schwimmen zu gehen. Und weil das alles so eindrucksvoll war, darf das Nachmittagsschläfchen später dann nicht fehlen.Ich war jedenfalls heute schon öfter schwimmen als den ganzen Sommer davor. Das Wasser ist glasklar und warm. Wenn man meint, man darf sich bein Reingehen Zeit lassen, wird man sofort eines Besseren belehrt und von Minifischen angeknabbert.Hurra, es geht uns gut 😄.
Das Taxi war pünktlich um 9.30 da und brachte uns trotz Stau rechtzeitig zum Flughafen.
Ein Schaf geht auf Reisen
Abflug pünktlich um 11.25 in Wien. Die Ankunft in Kalamata hat sich etwas verzögert. Brigitte erwartete uns schon am Flughafen und begleitete uns dann auf der Fahrt nach Pigi. Zwischenstopp in Ag. Nikolaos um noch schnell vor dem Abbau die Ausstellung, bei der auch Brigitte ihre Fotografien zeigte, zu bewundern. Ich habe mich dann durchgesetzt und wir haben am Strand, mit der Meeresbrise um die Nase, ein erstes Urlaubsbier zur Einstimmung getrunken und Sandwiches gegessen. Jetzt genießen wir die Abendsonne auf der Terrasse und hören den Dorfwirt schon rufen.
Bevor man den Urlaub antritt, tun Tim und ich was Gutes und laufen für die Clown Doctors beim Rote Nasen Lauf im Wiener Prater. Lustig war’s und auch ein bisschen anstrengend. In Summe 6 Kilometer haben für mich gepasst. Da haben wir uns die Geburtstagstorte am Nachmittag redluch verdient.
Fehlt nur die rote Nase 😉
Am Nachmittag war die ganze Familie bis auf Niki da, das waren immerhin 11 Leute, um mit mir auf meinen Geburtstag anzustoßen. Ich bin dankbar, so eine tolle Familie zu haben.
Wir ernten. Wir ernten und verarbeiten 😄 um der Ehrlichkeit genüge zu tun, Edward verarbeitet:
Unmengen an Paradeisern, vorzugsweise Ochsenherz, und Gurken aus dem Hochbeet. Paradeiser werden zu Sugo verkocht und für den langen Winter gelagert, Gurken werden zu Salat bzw. eingelegt, denn die eine (!!!) Pflanze produziert mindestens 2-3 Stück pro Tag. Das Hochbeet ist wirklich ein nahrhafter Boden.
Erdäpfel habe ich auch schon geerntet. Das muss ich nächstes Jahr im größeren Stil machen, weil sie so gut schmecken.
Und heute habe ich an der Paprikastaude 3 Prachtexemplare entdeckt 👍🌞
Kräuter werden in Olivenöl eingefroren.
Pfirsiche zu Marmelade, die Tim allein gehört
Holundersaft, rot uns weiß, gibt es auch und schon einige Äpfel und Zwetschken.