Nach dem Frühstück fuhren wir den Bodensee entlang nach Neuhaus am Rheinfall. Der Wasserfall hat nicht nur uns, sondern auch tausende andere Touristen begeistert.
Leider müssen wir mit Bedauern den Abgang unserer gemeinsamen, weitgereisten Brille bekanntgeben. Folgend die dazugehörige Fotodokumentation ….
Da ist sie noch …Da ist sie nicht mehr am Kapperl …Hier versenkt 🤪😂
Stein am Rhein und Meersburg sind entzückende mittelalterliche Städtchen direkt am Bodensee, die uns sehr gut gefallen haben. Man fühlt sich irgendwie in eine andere Zeit versetzt und hinter jeder Ecke findet sich ein noch schöneres Plätzchen
Lustig war es auch mit der Fähre von Konstanz zurück nach Meersburg zu fahren.
Das Abendessen danach im Hotel war mäßig und überbezahlt, der Service auch mies aber wir lassen uns von sowas nicht die Laune verderben 🤪😂
Das Wetter war in der Früh richtig mies. Nebel, Regen und alles was die Wetterküche hergab. Wir fuhren trotzdem mit dem Haustaxi zur Rellseckalm zum Almfrühstück, das richtig gut war. Einige Leute sind von dort dann ins Tal marschiert, wir zogen den Bus vor, weil der Regen immer stärker wurde.
Almfrühstück
Unser Weg führte uns über Bludenz inklusive Einkauf eines Trachtenhemdes und einer Trachtenbluse weiter nach Feldkirch. Mit jedem Kilometer wurde das Wetter besser und Feldkirch konnten wir dann schon bei etwas Sonne besichtigen. Es gibt eine wunderschöne Altstadt und nette Lokale fürs Mittagessen. Von dort aus kontaktierte ich eine ehemalige Schulkollegin, die in Lindau lebt, für ein Treffen.
Endstation war dann das Hotel Schiff Vital in Langenargen, das direkt am See liegt. Die Lage ist top, nur komme ich mir irgendwie vor, als wäre ich in Parndorf eingezogen 😉.
Blick vom Hotelbalkon
Abends fuhren wir zu M. nach Lindau und verbrachten mit ihr einen sehr schönen Abend inklusive Stadtspaziergang und Abendessen am See im Segelclub. Das alte, echte Lindau liegt ja auf einer Insel und speziell abends wirkt es wie ein Puppenhaus. Da müssen wir unbedingt noch einmal hin. Ich bin total begeistert.
Der hauseigene Bus hat uns heute Vormittag zum Alpengasthaus Rellseck gebracht. Von dort aus wanderten wir 14 Kilometer über die Alpe Laton weiter zur Falla und den Berghang zurück zum Hotel. Wunderschön, anstrengend, erholsam, weil keine Touristen, heute einfach nur müde und dankbar dafür, dass wir so Schönes miteinander erleben dürfen. In dem Fall sagen Bilder mehr als tausend Worte …
Blick in Richtung Arlberg/Klostertal
Bartholomäberg
RelleckhütteAbendstimmung Terrasse Hotel Bergerhof
Nachdem wir den gestrigen Regentag nach einem langen, späten Frühstück und einem Kurzausflug nach Schruns faulenzend in der Sauna verbracht haben, fuhren wir heute Vormittag zur Versettla Bahn in Gaschurn, die uns zuerst einmal in ein Wolkenmeer in knapp 1900 m hinauf brachte. Die Sonne kämpfte aber tapfer gegen den Nebel an, sodass nach ungefähr der Hälfte der Wanderstrecke Richtung Gafrescha Sessellift die Sonne gewann und uns auch wunderschöne Blicke ins Tal möglich waren. Es waren zwar nur knapp 4 Kilometer, aber es ging ständig bergauf und bergab.
Gaschurn
Der Sessellift brachte uns trotz meiner Höhenangst und schrecklicher Schaukelei sicher zurück ins Tal und der Bus zurück zum Auto.
Es wurde nun Zeit, ein neues Quartier zu suchen. Da uns der Stausee bei Latschach oberhalb von Tschagguns nicht überzeugte, machten wir bei einem Teich samt kleinem Lokal an der Hauptstraße Richtung Bludenz Halt, um dort in Ruhe das Internet diesbezüglich zu befragen. Und manchmal hat man halt Glück, weil es ist nur noch Platz am Tisch eines älteren Ehepaares, die uns nach kurzem Plaudern dieses nette Hotel in Bartholomäberg oberhalb von Bludenz empfohlen haben, das auch wirklich noch ein Zimmer frei hatte. Hurra!
Hier können wir zwei Nächte bleiben und werden morgen wandernd die nahezu touristenfreie Gegend rund um Bartholomäberg und dem Silbertal erkunden.
Erkenntnis des Tages: wenn man wandert und ständig an der frischen Luft ist, geht man mit den Hühnern schlafen
Nicht zu glauben, aber der Vormittag war wettermäßig so schön, dass wir den Silvretta Stausee umrunden konnten. Die Wanderung zur Wiesbadener Hütte ließen wir aber trotzdem aus. Beim Frühstück haben wir noch schnell ein schönes Hotel mit Spa in St. Gallenkirch im Montafon gebucht, da für Sonntag nur Regen vorausgesagt wird.
Nach der kurzen Wanderung auf einem einfachen Spazierweg und einigen Kuhfrontationen (ich habe einen Riesenrespekt vor diesen großen Viechern!), kündigen sich von Süden herab die ersten grauen Regenwolken an. MeteoSwiss hatte also recht.
Kuhfrontation
Während wir uns die Silvretta Hochalpenstraße hinunterschlängeln, bekommen wir die ersten Regentropfen ab. Gut, dass so ein Cabrio ein Dach hat 😉.
Trotz allem ist das Montafon wunderschön. Leider stolpern wir auch noch in ein Sportgeschäft am Weg hinein, denn man kann nie genug Wandersocken haben. Ein, zwei andere Dinge finden dann auch noch den Weg in die Einksufstasche …. Aber wenigstens wissen wir jetzt, wo die Seilbahn zu unserem nächsten Wanderziel losfährt.
Das Hotel ist wunderschön und während wir auf der Terrasse sitzend auf unser Zimmer warten, kommt nochmal die Sonne heraus. Nach einem kurzen Spaziergang in den Ort bei drückender Schwüle, genießen wir den späten Nachmittag lesend und schlafend im Saunabereich.
Der Tag begann mit Sonnenschein und einem Ausflug aufs Hafelekar. 3 Etappen brauchte es und den Gipfel zu erreichen, die letzten Meter gingen wir zu Fuß 😚. Hungerburgbahn – Seewiese – Hafelekar. Die fehlende Fernsicht kündigte den Wetterumschwung schon an. Abends auf der Bielerhöhe beim Stausee (Unterkunft Madlenerhaus: sehr zu empfehlen, freundliches Personal, gutes Essen, schöne Zimmer) haben uns die Gewitter letztendlich erwischt. Die Wanderung zur Wiesbadener Hütte müssen wir leider canceln, weil ab morgen Mittag ganz schlechtes Wetter vorhergesagt wird. Schade. Vorarlberg mag mich nicht 😔
Wir hoffen irgendwo ein nettes Quartier mit Bad und Sauna zu finden um die kommenden Regentage zu übertauchen.
Gut, ich gebe es zu, ich bin müde. Die Oberschenkel brennen. Ungefähr 800 Höhenmeter auf einem schmalen Pfad mit ungefähr 1 Million anderer Wanderer bei 34 Grad hat mir heute einiges abverlangt. Doch sind diese Wasserfälle so beeindruckend schön, dass das alles wieder wettmacht.
E
Es war eine tolle Wanderung, wir haben gut gejausnet und sind über den Gerlospass (eher weniger spektakulär) gefahren und letztendlich hier in Innsbruck gut angekommen. Jetzt weiß ich wenigstens wo das Zillertal liegt 😉.
Edward zeigte mir noch die Sprungschanze am Bergisel , wo ich sofort mit dem Trockentraining begann. Der Blick auf Innsbruck von dort ist echt grandios.
Trockentraining ?!?
Abendessen in der Stadt war auch gelungen, das Gewitter währenddessen hat uns gar nicht gestört.
Goldenes DachlAbendessen bei GewitterBegrüßung im Hotel 😃
Erkenntnis des Tages: keine Gnade für die Wade ist auch keine Lösung.
Nach dem Frühstück besuchten wir noch kurz die Kirche von Heiligenblut und machten uns dann auf in Richtung Kaiser Franz Josefs Höhe. Kein Wölkchen trübte den Himmel als wir mit der Gletscherbahn aus 1963 in Richtung Pasterze fuhren. Mittlerweile ist der Gletscher so zurück gegangen dass man dann noch fast 150 Meter hinuntersteigen muss bis zum Gletschersee.
Die Zeitreise ist echt spannend, zu sehen wie schnell sich das Eis zurückgezogen hat.
1967 wäre ich hier auf Eis gesessen 😉
Irgendwie kommt man sich vor wie in einer Mondlandschaft. Am liebsten hätte ich jeden einzelnen Stein mitgenommen, weil sie so schön sind. Teils abgeschliffen, bearbeitet über Jahrtausende vom Eis, teils kantig und scharf, heruntergebrochen und mitgerissen vom Wasser, nachdem sich das Eis zurückgezogen hatte.
Wir wanderten so weit es sicher möglich war auf der Pasterze und waren gut 5 Kilometer hin und zurück unterwegs. Danach fuhren wir mit einem kleinen Umweg über die Edelweißspitze, wo sich uns ein umwerfendes Panorama bot, die Hochalpenstraße entlang in Richtung Zell am See.
Eine Challenge für den MiniEdelweißspitze
Unser nächstes Quartier ist der Rechtegg Hof in Neukirchen am Großvenediger und da würde ich am liebsten bleiben. Schöne Wandergegend, Unmengen an Täler die es zu erkunden gilt, sanfte Almen und visavis das Hochgebirge und richtig gutes Essen!!!Erkenntnis des Tages: das Gute liegt so nah zum Ruhe Genießen
Die Nacht war lange genug um der Erholung unserer Gebeine zu dienen. Aber anscheinend nicht lange genug um auch dem Hirn ausreichend Erholung zu gönnen. Denn jeder Mensch weiß, dass die Kombination neues Handy und Fotos verschieben ohne Anleitung zu lesen fatal enden kann. Ich habe es jedenfalls geschafft, alle, ja wirklich alle, schönen Fotos von der beeindruckenden Tour von gestern zu löschen.
Der Ärger war groß, soll mir aber den Urlaub nicht verderben.
Neuer Tag, neue Fotos, neue Eindrücke.
Wir fuhren nach dem Frühstück zuerst mal nach Lienz um uns einerseits mit einer neuen Lesebrille und Sonnencreme und andererseits Schüttelbrot und Speck auszustatten.
Danach ging es über den Iselsberg ins Mölltal und weiter nach Heiligenblut. Wir beschlossen aufgrund der hohen Temperaturen mit der Seilbahn aus Schareck zu fahren – 2600 m und 15 Grad, einfach herrlich und der Rundumblick zum Sonnblick und zum Großglockner atemberaubend. Aber das wars dann auch schon. Für eine lange Tour waren wir zu müde und Halbschuhtouristen, die es in Massen gibt, halte ich auch nicht aus.
Auf der AlmSchareck- Heiligenblut
Darum: mit der Seilbahn ab ins Tal. Gleich bei Heiligenblut bietet uns Bergfex eine kurze Wanderung zum Gößnitzfall an. Sehr vorteilhaft, weil der ganze Weg im Schatten des Waldes verläuft. Die 200 Höhenmeter zur Aussichtsplattform erwähne ich hier nur der Ordnung halber. Der Weg ist wunderschön und der Wasserfall …
Wir wohnen hier in der Kaiservilla und unser Balkon bietet alles was man sich wünscht – freier Blick auf Kirche und Großglockner.
Nach einem großartigen Frühstück, das alles bot, was man sich nur wünschen kann, machten wir uns kurz vor 9 Uhr auf den Weg.
Hüttenfrühstück
Nachdem uns einige Menschen am Vorabend versichert haben, dass man ruhig den anspruchsvolleren Rudl Eller Weg nehmen kann, und Edward das sowieso wollte, nahmen wir diese Abzweigung vom Sommerweg kurz nach der Dolomitenhütte.
Im Hintergrund die Glockner Gruppe
Es ging gleich steil bergauf, weiter über eine Almwiese und dann wieder steil hinauf zum Hexenlackel auf 2030 m. Wieder erklärten uns Mitwanderer, gut es waren sehr junge Leute, dass es kurz seilversichert bergab ginge. Aber sonst …. Wir wussten, dass man den Klettersteig umgehen kann, mit der steilen Rinne und dem dahinter liegenden Geröllfeld haben wir dann nicht gerechnet.
Ein falscher Schritt kann da schon das Leben kosten. Die Sonne tat das ihrige dazu.
Wir haben uns ziemlich verausgabt und dann nach ständigen Bergauf- und Bergabpassagen doch noch die Karlsbader Hütte erreicht. Der dahinter liegende See ist wunderschön. Die ganze Bergkulisse beeindruckend.
Gegen 14:00 machten wir uns über den Fahrweg auf den Weg zurück. Solche Schotterstraßen mag ich gar nicht, nie enden wollende Kehren in der prallen Sonne. Je weiter wir hinunter kamen, desto heißer wurde es. Entsprechend fertig erreichten wir nach 2 Stunden wieder die Dolomiten Hütte. 1400 hm mit Kletterpassagen habe ich unterschätzt. Trotz Kopfweh habe ich Hunger. Meinen Elektrolythaushalt habe ich mit Radler wieder aufgefüllt 😉 nach einem Nachmittagsschläfchen ging es mir wieder besser. Edward kämpft noch mit sich und ich hoffe, dass er morgen wieder fit ist.
Eine tolle Tour mit vielen unvergesslichen Eindrücken.
Erkenntnis des Tages (an Hape Kerkeling angelehnt): man kann die Höhenangst überwinden, nur nie dabei ins Tal schauen.