Portland, 17.8.

Den gestrigen Tag verbrachen wir getrennt von den anderen bummelnd, einkaufend und flanierend in Portland. Das ist wirklich eine schöne Stadt ist und ich hätte mir noch mehr Zeit hier gewünscht.

Wir waren zuerst im Pearl District, einem sehr hippen Viertel und in Powell’s Books, einer riesigen Buchhandlung, für mich das Paradies 😄, danach in Chinatown und im Chinesischen Garten, wo man richtig runterkommen kann. Das Viertel selbst gibt aber wenig her. Weil mir meine Füße schon etwas weh taten und es schon 13:30 war, gingen wir eine Kleinigkeit essen und danach shoppen. Washington Park ließen wir leider aus, vielleicht beim nächsten Besuch dieser schönen Stadt.


Um 16:30 trafen wir uns mit Sabine und Robert zur Happy Hour in der Bar auf dem Dach des Hotels „The Nine“, wo wir auch gleich fantastisch Abendgegessen haben.

Portland – Mt. St. Helens, 16.8.


Wir trafen uns um 9 Uhr zum „delicious breakfast“, das wie in amerikanischen Hotels üblich, reinstes Junkfood in Plastikgeschirr war. Was da Müll produziert wird, entsetzt mich jedes Mal wieder.

Danach machten wir uns auf den Weg zum ca. 180 Kilometer entfernten Mt. St. Helens. Wir wählten die Zufahrt von Osten über Castle Rock zum Highway 504, den Spirit Lake Memorial Highway. Die 83 km lange Strecke bietet Ausblicke auf den Erdrutsch des North Fork Toutle River und auf die gewaltige Schlammlawine, die im Jahr 1980 den Highway und das Tal unter sich begruben. Vom Johnston Ridge Observatory, am Ende des Highways, war ein fantastischer Panorama-Rundblick auf die beeindruckende Region und den gewaltigen Krater möglich.

Mit dem Jahrespass für die Nationalparks ersparten wir uns die 8 $ Eintrittsgebühr und wir besuchten zuerst dieses Besucherzentrum, das sehr interessante Informationen zum Ausbruch 1980 gab.

Die Landschaft ist wirklich beeindruckend und die Spuren der Verwüstung noch immer sichtbar.

Von dort aus starteten wir unsere Wanderung zu Harry’s Ridge (1410 m). Zuerst waren wir noch mit den Massen unterwegs doch je weiter wir gingen, desto weniger Menschen waren unterwegs. Der Weg führt auf und ab durch die durch den Ausbruch gezeichnete Landschaft. Überall stehen Baumstümpfe von den weggerissenen Bäumen, doch die Natur erobert das Gebiet langsam aber stetig zurück.


Von Harry’s Ridge bot sich uns ein atemberaubender Ausblick auf den Silverlake, in dem noch immer tausende Bäume nach dem Ausbruch schwimmen, den schneebedeckten Mt. Adams, den Mt. Hood und natürlich auf den gewaltigen Krater des Mt. St. Helens.


Wir waren insgesamt 12 Kilometer unterwegs und ich habe mir in den Kniekehlen einen ziemlichen Sonnenbrand eingefangen. Ja, wenn man überall schmiert, nur dort nicht, ist man selber schuld.

Am Rückweg hielten wir bei einem entzückenden Diner am Fork Toutle River, wo wir hervorragend gegessen haben und waren um 20:00 Uhr zurück in Portland, wo wir sehr bald müde in die Betten fielen.

Port Angeles – Portland, 15.8.

Zum Haus in Port Angeles ist noch zu sagen, dass diese Privatquartiere auf den Fotos meist besser aussehen, als sie wirklich sind. Wir hatten zwar alles was wir brauchten, doch wirkte das Haus schon sehr abgewohnt und im UG roch es muffig und feucht. Dafür zahlten wir dann aber einen stolzen Preis, der nicht dem Gebotenen entsprach. Noch dazu lag es am Ende der Platte, sprich zu Fuß vom Zentrum nur nach einem knapp 3 Kilometer Marsch zu erreichen.

Nachdem die Waschmaschine befüllt war und auch der Geschirrspüler lief, machten wir uns auf den Weg nach Portland (Orgeon). Wir beschlossen, noch einen Abstecher nach Port Townsend zu machen, was sich als weise Entscheidung entpuppte, denn das ist ein richtig hübsches Städtchen mit alten viktorianischen Häusern, einem schönen Hafen, wo wir länger einer Segelschule zusahen und ich den ersten Seehund entdeckte, und vielen einladenden Geschäften. Alles war sehr sauber und gepflegt und lud zum Bleiben ein.


Weiter ging es dann Richtung Portland. Am Weg sahen wir den Mt. Rainier, dessen schneebedeckter Kegel sehr beeindruckend ist und auch den Mt. St. Helens, der morgen unser Ziel sein wird. Schade, dass die Bäume so hoch waren, dass man die beiden Berge kaum zu sehen bekam.

Unser Hotel liegt auf einer Insel im Columbia River außerhalb der Stadt. Da ich meinen Fotoapparat mit ausgelaufener Kontaktlinsenflüssgkeit zerstört habe, besorgten wir im nahegelegenen Einkaufszentrum einen neuen. Da ist von großem Vorteil, dass man in Orgeon keine (!!!) Mehrwertsteuer bezahlt 😃

Danach fuhren wir zur Station der MAX Line und mit der ins Zentrum (Tagesticket 5 $, Fahrzeit ca. 30 Minuten). Portland ist toll und gefällt uns sehr gut. Wir wollten zuerst zum Fluss, doch dort ist es jetzt wenig spektakulär und entdeckten am Rückweg die Dachterrasse des Hotels „The Nine“ im 15. Stock, wo wir uns bei toller Aussicht einen Willkommensdrink leisteten. Ich habe Edward sicherheitshalber nicht gefragt, was das gekostet hat 🍷🍺.


Von dort gingen wir Abendessen ins „The Yard“, das gut und endlich einmal ein Lokal war, das nicht auf Kühlschranktemperatur herunter gekühlt war. Bemerkenswert war noch, dass Edward, dem kein Bier schmeckt, einem Ciderbier eine Chance gab, und dieses dann auch austrank.

Morgen fahren wir zum Mt. St. Helens. Ich bin schon sehr neugierig!

Port Angeles, 14.8.


Gegen 10:15 machten wir uns auf den Weg zum Hurricane Ridge. Das ist ein Teil des gebirgigen Abschnitts des Nationalparks. Nachdem wir für den Jahrespass 80 $ gelöhnt haben (die einmalige Einfahrt hätte 65 $! gekostet), fuhren wir die 19 Meilen bis zum letzten Parkplatz hinauf. Die Aussicht ist wirklich toll, man sieht bis zum Mt. Olympic, dem höchsten Berg der Halbinsel it ca. 2400 m und die Berge sind schneebedeckt. Von dort marschierten wir auf einem befestigten Wanderweg gemeinsam mit vielen anderen hinauf zum Hurrican Hill. Für die 3,2 Kilometer und 230 Höhenmeter bauchten wir ca. 1,5 Stunden. Auf dem Weg sahen wir Deers (Rehe), die sich gar nicht for Menschen fürchten und etliche Streifenhörnchen. Leider zogen von Norden her dicke Wolken auf und wir hatten nicht die atemberaubende Aussicht wie erwartet.




Danach fuhren wir ins Sol Duc Valley und hatten den Kaufpreis für den Jahrespass für alle Nationalparks damit schon herinnen. Da man die Entfernungen unterschätzt, waren wir für eine längere Wanderung sehr spät dran und konnten somit nur mehr die kurze zu den Sol Duc Falls gehen (ca. 3,5 Kilometer).


Abendessen waren wir typisch amerikanisch im Coyote BBQ Pub mit Burger, Scliced Pork und Briket. Alles sehr üppig, aber in Ordnung.

Nach dem Essen gingen wir noch vor zum Peer und sahen den Krabbenfischern zu. Ich weiß jetzt, dass die roten die Rockcrabs sind und nicht gefangen werden dürfen und die anderen eine bestimmte Größe haben müssen, damit man sie behalten darf.


Danach planten wir noch unsere Weiterfahrt nach Portland und gingen relativ früh ausreichend müde schlafen.

Port Angeles, 13.8.

Halbwegs ausgeschlafen und nach einem guten Frühstück 🍳 machten wir uns auf den Weg in Richtung Neah Bay im Nordosten, da die Berge nach dem Regen in dicke Wolken gehüllt waren. Die Straße war sehr kurvig und führte zwar der Küste entlang, jedoch ständig durch den Wald und so mit ohne Aussicht. Das würde mit der Zeit doch etwas eintönig. Da die Wegzeit mehr als zwei Stunden dauern sollte, disponierten wir dann um und fuhren nach La Push, einem Strand an der Ostküste im bzw. am Indianerreservat der Quileute.


Dieser beeindruckt durch das angeschwemmte Treibgut und die Lage der Bucht. Weil es windig war, versuchten sich hier auch einige Surfer 🏄 Die Betonung liegt aber auf versuchten. Robert packte seine Drohne aus und machte etliche tolle Videos und Fotos. Faszinierend sind die allgegenwärtigen riesigen amerikanischen Trailer. Einige haben sogar einen Balkon! Nicht zu fassen. Die Ortschaft, oder wie man es nennen soll, und das Rundherum geben nichts her. Es stehen einige Ferienwohnungen mit zugegebenermaßen tollem Ausblick herum, die Indianer selbst dürften aber keinen Wert auf eine gepflegte Umgebung legen. Es sieht sehr herunter gekommen aus. Wir wwurden von Besitzern eines dieser Wohnwägen angesprochen, die behaupten trotzdem im Paradies zu sein. Diese Leute waren wahrscheinlich noch nie am Traunsee oder sonst wo in Österreich. In der Ferne erkennt man erst, wie gut es uns zu Hause geht und wie schön wir es haben.

Am Rückweg beschlossen wir, zum Third Beach zu wandern. Vom Parkplatz geht man ca. 2,5 Kilometer durch einen traumhaften Märchenwald mit Farnen und Moosen bewachsenen uralten Bäumen zu dieser Bucht. Die Aussicht dort ist ein Traum und war jeden Meter wert.

Und für die Twilight-Fans unter uns …😉


Zurück wählten wir eine andere Route entlang des Lake Crescent, der wunderschön zwischen den Bergen oben liegt. Diese Strecke hat uns viel besser gefallen.


Wir hatten außerdem Glück mit dem Wetter, weil es zwar windig war, aber es wirklich nur in der Nacht geregnet hatte.

Das Abendessen bei Kokopelli Grill war ausgezeichnet, bis auf die French Fries, die waren Sabine, Robert und mir zu lange frittiert, sprich dunkelbraun, Edi hingegen mag das. Geschmäcker sind halt verschieden. Die gegrillten Austern, Steak, Surf and Turf haben uns begeistert. Ich bin erstaunt, dass es in diesem Nest so gute Restaurants gibt. Das einzige, das stört ist, dass man hier die Klimaanlage auf gefühlte 0 Grad stellt und wir fieren, egal wohin wir hingehen. Sei es im Autobus oder im Restaurant. Die Amerikaner selbst dürften ein anderes Kälteempfinden haben und sich erst bei Minusgraden richtig wohl fühlen, denn wenn wir schon die dicke Jacke anhaben, laufen sie im T-Shirt herum.

Seattle – Port Angeles (Olympic Parinsola)


Gestern konnte ich schon bis 5 Uhr schlafen. Schön langsam akzeptiert mein Körper die Zeitumstellung. Deshalb machten wir uns schon im 8 auf den Weg um uns ein Lokal zum Frühstücken zu suchen. Downtown ist am Samstag um diese Zeit fast wie ausgestorben. In der Nähe des Pike Place Market wurden wir fündig – gut, ich gebe zu das Internet hat uns geholfen 😉 – und aßen hervorragend im Bacco Café.

Eggs Benedict und Hash with Beef

Ein sehr netter Mann, der uns aufgrund unserer Sprache ansprach, erzählte uns von seiner ursprünglich aus Deutschland stammenden Familie und wir hatten ein sehr nettes Gespräch. Letztendlich lud er uns mit „Welcome in America, have a great stay“ zum Essen ein, sprach’s und zückte seine Kreditkarte für den Kellner und für uns eine Visitkarte. Ich war einigermaßen erstaunt.
Danach flanierten wir nochmals durch den Markt, der schon gut besucht war. Ich werde nie verstehen, warum man sich stundenlang z.B. für einen Kaffee in der ersten Starbucks Filiale, die sich dort befindet, anstellt oder für ein Kipferl, aber die Menschen tun es mit Begeisterung und es bilden sich überall lange Schlangen, die Edward dann mit der gleichen Begeisterung fotografiert.


Um 10:30 übernahmen wir dann den Mietwagen, eine richtig große, geräumige Luxus-Van-Kutsche und machten uns auf den Weg nach Port Angeles. Dieser führte uns entlang der Küste durch eine ziemlich arme Gegend. Die Häuser, in denen die Menschen da leben, würden bei uns höchstens als abbruchreife Baracke bezeichnet werden. Aber die Sicht war toll. Der starke Wind hat den Himmel freigeputzt und wir konnten sogar schneebedeckte Berge sehen. Das Navi führte uns dank Programmierung auf den kürzesten Weg dann für eine halbe Stunde quer durch den Wald 🌳 🌳 auf einer Sandstraße nach Port Angeles, das, wie soll man es bloß bezeichnen, häßlich und enttäuschend ist. Unser Quartier, ein Reihenhaus am Stadtrand, ist ok, aber auch nicht der Hammer. Aber es gibt einen Bio-Supermarkt, den wir leer gekauft hätten, wenn nicht alles so teuer gewesen wäre (glutenfreie Knabberbrezel um 9 $ können schon was 😉). Zum Abendessen vertrauten wir TripAdvisor, doch wir mussten uns dann doch ein anderes Lokal suchen, denn das gewählte war bummvoll und wir hätten 1 Stunde auf einen Tisch warten müssen. Und da es mittlerweile empfindlich kalt geworden war und der Ort zum spazieren gehen gar nichts hergibt, wurde umdisponiert und wir landeten im Micheal’s, wo es richtig gutes Essen gab, aber wieder einmal sehr teuer (Clam Linguine um 26 $ finde ich jetzt mal recht ordentlich). Aber für morgen haben wir einen Tisch reserviert nur nicht aufgeben lautet die Devise.


Beim Heimgehen regnete es es. Der Wetterbericht stimmte leider.

Seattle, 11.8.

Um 8:30 holte uns das Taxi vom Hotel ab m uns zur Bushaltestelle beim Holday Inn Downtown in der Howe Street zu bringen. Wir haben ausreichend Zeit eingeplant, denn als geschulter Wiener weiß man, dass Arbeitsbeginn in der Stadt und Anreise vom Stadtrand eine sehr schlechte Kombination sein können und unweigerlich in einem ausgewachsenen Stau inklusive großen Verspätungen führen können. Aber nix da! Wir waren innerhalb von 25 Minuten da. Die Stadteinfahrten sind auf grüne Welle geschalten, wie man diese queren soll, hat sich uns jedoch nicht erschlossen 😉. Im Hotel war man sehr freundlich und hilfsbereit und gemeint, dass es könnte, dass wir Platz im früheren Bus haben könnten und der hätte Abfahrtszeit 9:30, also eine Stunde früher. Während Sabine und ich für ein schnelles Frühstück bei Starbucks herumärgerten, organisierten die Männer die Busfahrt, denn der kam pünktlich die Station. Und das Glück war uns hold und wir ergatterten wirklich 4 Plätze. Die Fahrt dauerte inklusive Einreise in die USA 3,5 Stunden.

Unser Hotel liegt ganz in der Nähe der Space Needle. Sehr praktisch, weil dort ein Tisch für das Abendessen reserviert war.

Doch zuvor erkundeten wir die Stadt, die pulsierend und sehr schön ist. Es war heiß und schwül und auch hier stört der in der Luft liegende Rauch und Ruß von den Waldbränden im Norden die Fernsicht. Beim Great Wheel aßen wir zu Mittag, für mich gab es die erste Clam Showder des Urlaubs – Muschelsuppe vom Feinsten. Danach stiegen wir auf (ja, Seattle ist wie Rom, sehr hügelig) zum Pine Market. Das ist ein riesiges Marktgebiet, wo man alles kaufen kann, auch das was man nicht braucht. Edward und ich lieben solche Märkte. Hier trennten sich die Wege von Sabine und Robert und uns. Erstens weil man bei den Menschenmassen leicht verloren geht und zweitens so jeder seinen Interessen nachgehen kann. Im Hard Rock Cafe unseres Vertrauens erstanden wir noch die obligatorischen Reisemitbringsel für Kinder und Enkelkind und ich nebenan meine ersten Converse. So alt musste ich werden!

J
Danach flanierten wir durch die Stadt, die viel jünger und dynamischer wirkt als Vancouver.

Für das Abendessen in der Space Needle, das wir schon vor Wochen reserviert haben, ging es mit dem Lift 180 m hinauf. Alles war super organisiert, das Essen gut, aber seeeeehr teuer. Und, man soll es nicht glauben, der Wein günstiger als zu Mittag am Peer. Diese Logik entzieht sich meinem Verständnis. Die Aussicht ist traumhaft. Man sieht rundherum ganz Seattle, leider ohne Mt. Rainier, der im Rauch nicht zu sehen ist. Dabei hätte das Timing mit Sonnenuntergang genau gepasst.

Vancouver, 10.8.

Nachdem wir alle aufgrund des Jetlegs nicht schlafen konnten – ich war ab 4 Uhr Früh wach – sind wir schon um 8 Uhr los, um die Stadt zu erkunden. Edward uns ich hatten von 4 Uhr weg also genug Zeit, die Online Reiseführer zu durchforsten und uns eine Route zu überlegen.

Zuerst führen wit mit der U-Bahn wieder zur Waterfront Station, um uns im Caffe Artigiano (https://www.caffeartigiano.com) ein richtig gutes Frühstück zu gönnen. Für ein sehr gutes Omelett, ein Schokocroissant und 2 Kaffee bezahlten wir 22 Can $.

Danach marschierten wir Richtung Gastown, dem ältesten Teil der Stadt und machten bei der Steam Clock Halt, die zu jeder vollen Stunde mit Dampfstößen in eine Art Orgelpfeifen die Zeit angibt.



Die Water Str. bis zum Maple Tree Square ist richtig hübsch. Hier gibt es nette Geschäfte und Lokale und alles ist sehr schick. Jedoch drei Straßen weiter am Weg zum Chinesischen Garten, der uns übrigens sehr enttäuscht hat (der frei zugängliche ist ungepflegt und schmutzig, für den anderen verlangt man 14 $/Person Eintritt!), sieht die Welt ganz anders aus. Nahe Chinatown tummeln sich die Obdachlosen und Junkies in Massen. Sehr befremdlich. Wir nahmen die U-Bahn und fuhren zurück nach Down Town in die Burrard Str. um von dort Richtung Canada Place so gehen. Hier zeigt sich die Stadt von ihrer schönen Seite. In den Glasfronten der modernen Hochhäuser spiegeln sich die alten, richtig schönen.

Ich hab auch noch nie einen fahrenden Pizzabäcker mit holzbefeuertem Pizzaofen gesehen 😂


Am Convention Center entlang führte uns der Weg zum Hafen, wo auch einige Hausboote neben riesigen Yachten liegen. Geld spielt hier keine Rolle. Acht geben mss man auf die zahlreichen Radfahrer, denen wir uns anschlossen und 4 Fahrräder für den Tag anmieteten (30 $/Person). Vancouver hat ein toll ausgebautes Radwegenetz. Wir umrundeten den Stanley Park. Der Weg führt immer am Wasser entlang und ist sehr schön. Aufgrund des Rauches von den Waldbränden nördlich von Vancouver, der die Luft so diesig macht, ist die Stadt und ihre Umgebung leider in Nebel gehüllt und nicht zu erkennen. Besonders die imposante Bergkulisse fehlt. Der Weg führt uns nach Granville Island mit seinem Public Market und unzähligen Lokalen, wo wir gefühlt mit dem Rest der Welt die Gegend erkunden und hervorragend Mittagessen.


Zurück zum Fahrradverleih wählen wir den Weg entlang der Lost Lagoon. Nach den 22 Kilometern am Rad schlug der Jetlag wieder gnadenlos zu und wir beschlossen unsere Müdigkeit in der Abendsonne auf der Terrasse des Convention Centers bei einem Cocktail zu übertauchen. Zum Abendessen fuhren wir zurück nach Yaletown in die Gegend zwischen Mainland Str. und Hamilton Str. Die Lokale sind hier alle hipp und teuer und gut besucht.

Und es stimmt, hier gibt es wirklich das beste Sushi der Welt, denn Spicy Tuna und unterschiedlichste Rolls mit klingenden Namen wie Pink Lady waren sensationell!
Morgen ist um 8:30 Treffpunkt und es geht weiter nach Seattle mit dem Bus.

Vancouver Canada, 9.8.2017

Heute beginnt unser Amerika Abenteuer. Mit dem Taxi (36€) ging es zum Flughafen, Sabine und Robert liefen uns auch gleich über den Weg.

Erstaunlicherweise ging es sowohl bei der Gepäckaufgabe als auch beim Sicherheitscheck extrem flott. Es hat schon was Gutes, wenn man unter der Woche fliegt.

Erster Zwischenstopp in Amsterdam, Ankunft 10:59

Der 9,5 Stunden Flug war sehr angenehm und an den richtigen Stellen hätten wir tolle Sicht unter anderem auf das Packeis im Nordatlantik und die Rocky Mountains mit Gletschern und eisblauen Gebirgsseen.



Nach der Landung führen wir gleich mit dem Taxi ins Hotel. Jetzt wissen wir, dass es auch einen Gratis-Shuttle gegeben hätte 😉 Leider haben wir das falsche Hotel gebucht – statt Sandman City das Sandman Flughafen. Das ist wirklich am Ende der Platte. Man braucht mit der U-Bahn fast 45 Minuten in die Stadt und geht bis zur Station schon fast 15 Minuten.

Wir steigen bei der Station Waterfront aus und gehen Richtung Seaside. Leider ist es sehr diesig und schwül und die Aussicht haut uns auch nicht vom Hocker. Aber wahrscheinlich sind wir nur müde. Irgendwo entlang der Granville Street haben wir uns dann ein Bier und erstes kanadisches Junkfood gegönnt und festgestellt, dass uns Vancouver noch nicht richtig beeindruckt hat. Mal sehen, wie sich die Stadt präsentiert wenn man ausgeschlafen ist.

Einerseits gibt es viele dicke große Autos, andererseits auffallend viele Obdachlose und Junkies. Das ist in Anbetracht dessen, dass Vancouver zu den lebenswertesten Städten der Welt gehört eher verstörend.

Und anscheinend leben hier wahnsinnig viele Asiaten.


Fix und fertig fallen wir gegen 10 Uhr Ortzeit (5 Uhr Wiener Zeit) ins Bett.